(Symbolbild: Keystone)

International

Süd- und Nordkorea räumen Landminen an der Grenze

Als Zeichen einer weiteren militärischen Entspannung haben Nord- und Südkorea damit begonnen, Landminen in der Pufferzone zwischen beiden Ländern zu entfernen.

Das teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Montag mit. Ein Ministeriumssprecher sagte, seines Wissens habe Nordkorea auf seiner Seite ebenfalls mit der Räumung begonnen. Eine Bestätigung von nordkoreanischer Seite gab es zunächst nicht.

65 Jahre nach Ende des Korea-Krieges befinden sich die beiden Länder laut Völkerrecht immer noch im Kriegszustand. Es gibt nur ein Waffenstillstandsabkommen, aber keinen Friedensvertrag.

Es ist die erste Minen-Räumungsaktion in der vier Kilometer breiten demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen beiden Ländern seit vielen Jahren. Im September 2002 hatten Süd- und Nordkorea in zwei festgelegten Korridoren in der DMZ mit der Räumung begonnen, um ihre seit Jahrzehnten unterbrochenen Verkehrsverbindungen wiederherzustellen.

Ende 2008 hatte Nordkorea die Zugverbindung nach Südkorea weniger als ein Jahr nach ihrer Wiederherstellung angesichts zunehmender Spannungen wieder gestoppt. Diesmal geht die Räumung auf Vereinbarungen zurück, die beide Seiten während des Gipfeltreffens zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im vergangenen Monat in Pjöngjang getroffen hatten.

Neue Pufferzonen

«Mit der Beseitigung von Landminen als Startpunkt werden die Streitkräfte beider koreanischer Staaten gemeinsame Anstrengungen unternehmen, ihr militärisches Abkommen systematisch und störungsfrei umzusetzen», erklärte das Verteidigungsministerium in Südkorea.

Als Teil des Abkommens sollen etwa neue Pufferzonen entlang der Land- und Seegrenze sowie darüber eine Luftverbotszone entstehen, um zufällige Zusammenstösse zu vermeiden.

Mit der Minenräumung wurde auf südkoreanischer Seite neben Panmunjom auch auf einem Höhenrücken an der Grenze in der östlichen Provinz Gangwon begonnen. Dort wollen beide Länder im nächsten Jahr gemeinsam nach sterblichen Überresten von Soldaten suchen, die während des Korea-Kriegs (1950-53) gefallen sind.

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