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Der Telebasel News Beitrag vom 25. September 2018.
Basel

Das «Fixerstübli» ist zurück

Mit seiner originalgetreuen Rekonstruktion des Gassenzimmers an der Dufourstrasse weckt Pascal Trudon Erinnerungen an die frühen 90er Jahre in Basel.

Der Basler Künstler Pascal Trudon lässt das «Fixerstübli» an der Dufourstrasse 25 Jahre nach seinem Verschwinden unter dem Namen «Es war einmal beim Kunstmuseum – zur Skandalgeschichte eines Gassenzimmers» wieder aufleben.

Bis am 4. November stellt Trudon in einer originalengetreuen Rekonstruktion Porträts der Süchtigen aus, die das Zimmer damals nutzten. Inzwischen sind Konsumenten harter Drogen mehr oder weniger aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden – genau so wie das berüchtigte «Fixerstübli». Früher sah das ganz anders aus.

(Bild: Telebasel) 

Angst und Verunsicherung

Angst und Verunsicherung löste dieser Raum zur betreuten Konsumation illegaler Drogen an der Dufourstrasse damals aus. Das «Fixerstübli» im St. Alban passte in den frühen 1990er Jahren so gar nicht in das idyllische Bild dieses Quartiers, weshalb sich die Reichen auch vehement dagegen auflehnten.

Auch die Kunstmuseumsbesucher störten sich an den Süchtigen, die sich an der Dufourstrasse ihre Drogen holten. Die Forderung an den damals zuständigen Justizdirektor Peter Facklam (LDP) war klar. Das «Fixerstübli» muss weg. Also wurden die Gassenzimmer aus der Innenstadt verdrängt und das hat sich bis heute nicht geändert. Zu finden sind sie jetzt am Riehenring und an der Münchensteinerstrasse beim Dreispitz.

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