(Symbolbild: Keystone)

Basel

63 Anzeigen wegen illegaler Radarwarngeräte

Immer häufiger kaufen sich Verkehrsteilnehmer Radarwarngeräte. Letztes Jahr wurden in Basel-Stadt 63 solcher illegalen Geräte konfisziert.

Ein solches Warngerät ist für Autofahrer, die gerne einmal aufs Gas drücken, eine nützliche Anschaffung. Diese Geräte gibt es im Netz bereits ab 200 Franken zu kaufen. Für Raser eine lohnende Investition, könnte man meinen. Doch diese Geräte sind verboten. Trotzdem führen immer mehr Verkehrsteilnehmer ein solches mit. Alleine 2017 kam es deswegen in Basel-Stadt zu 63 Anzeigen.

«Es ist erstaunlich, wie viele inländische und ausländische Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker von der Polizei oder durch das Grenzwachtkorps kontrolliert werden, die ein verbotenes Radarwarngerät mitführen», zitiert die «bz basel» aus der aktuellen Ausgabe des Personalmagazins der Basler Polizei. Aber nicht nur bei der Kontrolle werden solche Geräte konfisziert. Regelmässig fliegen Sünder bereits bei der Bestellung im Ausland auf.

Für Verkäufer wird es teuer

Wer sich ein verbotenes Radarwarngerät zulegt, muss in Baselland mit einer Busse von 200 Franken und in Basel-Stadt sogar mit 300 Franken rechnen. Jene, welche die Geräte verkaufen, müssten aber so richtig tief in die Tasche greifen. Das Aargauer Obergericht verurteilte 2015 einen Mann zu 3000 Franken Busse, schreibt die «bz» weiter.

Aber Verkehrsteilnehmer schützen sich nicht nur mit Radarwarngeräten vor Tempo-Bussen. Oft geschieht das auch per Handy oder Social Media. Öffentliche Warnungen vor Radars seien aber verboten, sagt Polizeisprecher Toprak Yerguz gegenüber der «bz». So sind davon Whatsapp- oder Facebook-Gruppen mit mehr als 50 Teilnehmern betroffen. Zu Strafverfolgungen käme es aber kaum.

Keine Hinweise im Radio

Auch die Radiostationen dürften im Gegensatz zu früher nicht mehr auf Radarfallen aufmerksam machen. So versteckte zum Beispiel früher «Radio Basilisk» Hinweise im Radioprogramm. Heute ist das anders, auch Anrufe von Zuschauern müssen abgewiesen werden.

Dieses Jahr hat die Basler Polizei vergleichsweise wenig Geräte beschlagnahmt und auch die Anzahl erteilter Bussen wegen Tempoüberschreitung sei rückläufig, heisst es bei der «bz». Das habe aber vor allem mit der Fahrzeugtechnik wie Tempomat, Begrenzer oder der Geschwindigkeitserkennung zu tun.

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