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Der Telebasel News-Beitrag vom 17. September 2018. (Video: Telebasel)

Basel

Frauen in die Zunft!

Die SP fordert, dass alle Basler Zünfte künftig Frauen aufnehmen. Darüber wird auch in der Telebasel-Redaktion hitzig diskutiert.

Nur drei von 30 Zünften in Basel lassen momentan Frauen in ihren Zünften zu. Nur für Männer vorgesehen sind Basler Organisationen wie die Drei Ehren-Gesellschaften Kleinbasels, die Vorstadtgesellschaften Grossbasels und die Bürgerkorporation Kleinhüningen. Nur wenn die Organisationen es so beschliessen, werden Frauen zugelassen.

Im Bürgergemeinderat fordert der SP-Politiker Jan Göpfert nun, dass überall auch Frauen zugelassen werden. Dies sei aus Gründen der Gleichstellung notwendig. Denn laut Kantonsverfassung sind Frau und Mann ohne Einschränkung in allen Lebensbereichen gleichberechtigt und dies sei in den Reglementen der Organisationen nicht verwirklicht.

Müssen Frauen in Zünfte zugelassen werden?

In der Telebasel-Redaktion scheiden sich an dieser Frage die Geister. Dagegen spricht sich der Redaktionsleiter Adrian Plachesi aus. Er findet, ein von aussen auferlegter Zwang sei falsch. Zünfte könnten ja bereits schon entscheiden, ob Frauen zugelassen werden oder nicht. Er schlägt vor, dass Frauen eigene Zünfte gründen sollen.

Die Redaktorin Nora Bader hingegen versteht nicht, warum es heute im 21. Jahrhundert noch ein Problem sein soll, Frauen in Zünfte aufzunehmen. Besonders stört sie sich daran, dass in diesen Organisationen wichtige Kontakte fürs Berufsleben geknüpft werden. Spitzenleute aus Unternehmen, Politik und Verwaltung treffen sich dort in einem ungezwungenen Rahmen und helfen einander bei Karrieresprüngen. Gerade wenn es um Führungspositionen geht haben nach Meinung von Nora Bader Frauen nicht die gleichen Voraussetzungen.

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6 Kommentare

  1. Herr Plachesi sagt es richtig! Seinerzeit wurden Witwen hauptsächlich aufgenommen, sodass sie im Berufsleben nicht alleine waren. Heute, ist eine Zunft in erster Linie eine gesellige Vereinigung und hat in den meisten Fälle keinen Bezug mehr zum Beruf. Wenn Jan Goepfert dies so verlangt, dann ist es nur Populismus und die Wahlen stehen ja 2019 in Basel an. Einfach schade, wenn man jetzt wieder auf den Zünften herumreitet, zu einem Eigennutz?? Es schadet nur einer normalen Beziehung zwischen Mann und Frau, mehr nicht!Report

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