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Neue Billigairline stellt Ziele vor. (Bild: Telebasel)

Basel

«Swiss Skies» lässt viele Frage offen

Die vier Gründer hinter dem Billigairline-Projekt «Swiss Skies» haben sich viel vorgenommen: Sie wollen Billigflüge auf der Langstrecke anbieten.

Bereits Anfang Woche hat das Unternehmen einige Details bekannt gegeben. So will «Swiss Skies» mit eigenen Flugzeugen von Basel aus 46 Ziele auf fünf Kontinenten anfliegen. Der Fokus liege dabei auf Routen nach Nordamerika. Ausserdem soll die Airline ein Drittel billiger sein als die Konkurrenz und auch die Reisezeit soll sich verkürzen. Am Mittwoch stellen die Gründer Alvaro Oliveira, Armin Bovensiepen, Harald Vogels und Philippe Blaise ihre Pläne vor.

Gleich zu Beginn hält der Mediensprecher fest, dass man keine neue Airline gegründet habe, sondern die Pläne für eine Gesellschaft vorstellen möchte. Ziel von «Swiss Skies» ist es, in Zukunft auch auf Langstrecken Billigflüge einzuführen. Das ganze möchte man mit dem Airbus A321neo LR stemmen, welcher über Leasing-Firmen beschafft werden soll. Dies ermögliche es, mit tieferen Kosten und weniger Plätzen auf der Langstrecke zu fliegen.

Auf Nischenmärkte konzentrieren

Die Flugzeugtechnologie verändere sich und man habe sich viel Zeit genommen, das Business-Modell zu erarbeiten, erklärt Bovensiepen vor den Medien. Das besondere am Konzept von «Swiss Skies»: Die Gründer möchten sich auf Nischenmärkte konzentrieren. Das heisst, kleinere Flughäfen mit grossen internationalen Hubs. Gespräche mit Investoren und institutionellen Geldgebern laufen. Es ginge vor allem darum, das Interesse bei den Investoren zu wecken, sagte Vogels.

Er zeigte sich aber zuversichtlich, bis Ende Jahr eine erste Tranche für das Startkapital zusammenzubringen. So koste allein die Gründung 15 Millionen. Wie viel Geld bereits von wem beisammen sei, könne man nicht offenlegen.

Das Ganze soll ausserdem mit innovativen Systemen im IT-Bereich funktionieren. Heisst, man möchte alles über eine App verkaufen. Sollte die Airline dann tatsächlich gegründet werden, soll sie aber nicht «Swiss Skies» heissen. Das sei nur der Name des Projekts.

Schnelles Wachstum

Was den Flugplan angeht, können die Gründer noch keine weiteren Informationen geben. Dieser werde sich nach der Nachfrage richten. Auch über genaue Destinationen wird noch keine Auskunft gegeben. Sicher ist aber, die Pläne des Projekts «Swiss Skies» sehen ein schnelles Wachstum vor: Innerhalb von fünf Jahren sollen 38 Flugzeuge 3,8 Millionen Passagiere in 46 Destinationen bringen. Die Flugzeuge sollen dabei eine Auslastung von 82 Prozent erzielen, der Umsatz soll sich auf 1,5 Milliarden Franken belaufen.

Ein grosses Thema sind dabei mögliche Kapazitäten in Basel. Es seien durchaus noch Slots frei, sagte Bovensiepen. Klar ist: Nicht alle Flugzeuge sollen am EuroAirport stationiert sein, wie Vogels sagte. Welche Flughäfen noch angesteuert werden, wurde nicht verraten.

Über das grosse Medieninteresse zeigten sich die Verantwortlichen selbst erstaunt. «Heute geht es nicht um die Lancierung einer Airline, sondern um die Präsentation der Idee», betonte Sprecher Adrian Kohler.

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