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(Video: Telebasel Leser-Reporter)

Basel

Ein Biber schwimmt durch Basel

Beim St. Alban neben dem Bootssteg wurde ein einzelner Biber gesichtet. Er schwamm gemütlich im Rhein umher und lies sich von Passanten fotografieren.

Der Telebasel Leser-Reporter Cédric Tschamber entdeckte am Montag, 3. September 2018, um 16:30 Uhr im Rhein auf der Höhe St. Alban beim Angeln einen Biber. Zuerst dachte der Basler, dass es sich um ein Nutria handeln müsse, bis er dann den flachen Schwanz gesehen habe. «Als eingefleischter Sportfischer freuen mich solche Sichtungen sehr. Obwohl es ungewöhnlich ist, in der Innenstadt solch ein Tier aufzufinden», erzählt Tschamber.

«Der Biber war alleine und nicht wirklich scheu», sagt Tschamber. Der kleine Nager posierte fast schon vor den Kameras der Schaulustigen und genoss den Rhein, während ihn die Passanten bestaunten. Während etwa 30 Minuten konnten der Leser-Reporter und seine zwei Freunde das Tier beobachten.

(Bild: Telebasel Leser-Reporter)

Immer wieder Biber Besuch in Basel

Sandro Gröflin, Wildtierspezialist und Geschäftsführer der Wildtierforschung Region Basel, berichtet,dass es vorkommt, dass Biber, aber auch Nutria und Bisam-Ratten, im Rhein in Basel sporadisch zu sehen sind. Die Tiere finden über die Rhein-Zuflüsse, wie Birs, Birsig und Wiese, ihren Weg in die Stadt. Üblicherweise sind die Tiere in der Dämmerung anzutreffen, erzählt Gröflin.

Warum es gerade dieses Jahr vermehrt zu Sichtungen kommt, darüber kann der Wildtierforscher aber nur spekulieren. «Aufgrund des heissen Sommers und dem niedrigen Wasserstand könnte es sein, dass die Tiere auf der Futtersuche oder auf der Suche nach neuen Revieren, weitere Strecken zurücklegen. Ebenfalls fliesst der Rhein zurzeit sehr langsam, was den Tieren eher entspricht.»

Biber-Burgen mitten in der Stadt?

Dass sich der Biber mitten in der Stadt ansiedeln wird, ist laut Gröflin unwahrscheinlich: «Das Rhein-Ufer in der Stadt ist einfach zu sehr bebaut, da haben die Biber keinen Platz, einen Bau zu errichten.»

Sandro Gröflin freut sich jeweils sehr über Hinweise aus der Bevölkerung zu Tiersichtungen am Rhein. «Das ist immer sehr interessant und für unsere Forschung wichtig. Jede interessante Beobachtung ist sehr wertvoll.»

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