Eine Bewilligung für den Solidaritäts-Marsch liegt von 20 bis 21.45 Uhr vor. (Keystone)
Basel

Solidaritäts-Marsch für Negro Rhygass ist bewilligt

Der Solidaritäts-Marsch gegen die Rassismusvorwürfe an die Adresse von Negro Rhygass wurde von der Allmendverwaltung bewilligt - jedoch mit einer neuen Route.

Angesichts der Rassismusdebatte um zwei Guggenmusiken rufen Facebook-User zu einem «Solidaritätsmarsch» für «Negro Rhygass» und «Mohrekopf» auf. Nun gibt die Allmendverwaltung grünes Licht. Eine Bewilligung liegt von 20 bis 21.45 Uhr vor, wie Daniel Hofer, Sprecher des Tiefbauamts, gegenüber Telebasel bestätigt.

Neue Route vorgegeben

Allerdings sei die Marschroute leicht geändert worden. Die Gugge-Unterstützer sollen sich aus verkehrstechnischen Gründen nicht wie ursprünglich vorgesehen beim Aeschenplatz, sondern bei de De Wette-Strasse treffen. Dabei soll der Marsch über den St. Alban-Graben und die Wettsteinbrücke zur Theodorskirche führen. Das Festival «Em Bebbi sy Jazz» in der Innenstadt wird somit nicht tangiert.

Bis dato haben via Facebook über 450 Personen ihre Teilnahme zugesichert. Weitere über 1’600 interessieren sich für die Veranstaltung. Dort haben auch einige Interessierte angekündigt, ihre Instrumente mitzubringen. Noch diskutieren die Fasnächtler darüber, was sie dann heute Abend bei ihrem Umzug spielen werden.

Auch Kritik am geplanten Umzug

Die Ankündigung des Umzugs sorgt in den sozialen Medien für Zustimmung wie auch für kritische Stimmen. So ruft etwa ein von anonymen Verfassern betriebener Antirassismus-Blog (ohne konkrete Aktionen zu nennen) gegen den geplanten Marsch auf und fordert «eine vertiefte Auseinandersetzung mit alltäglichen kolonialen Symbolen in der Schweiz».

Auf der Facebook-Seite der Veranstaltung setzt auch ein Basler Musiker Fragezeichen hinter den Soli-Marsch:

Zank geht weiter

Andere User weisen die Rassismusvorwürfe vehement zurück. Generell werfen Vertreter beider Seiten mit harten Vorwürfen um sich und eine sachliche Diskussion um die Namen und Embleme der Gugge dazu ist – zumindest in den sozialen Medien – nicht in Sicht.

Sicher ist aber, dass in der Fasnachtsstadt Basel die Postings zugunsten der Guggenmusiken überwiegen. Dabei betont eine Mitorganisatorin, dass der Marsch weder von der Gugge «Negro Rhygass» noch von der «Mohrekopf» organisiert worden sei. Die Initiative komme von Unterstützern ausserhalb dieser beiden Einheiten:

2 Kommentare

  1. Einen Solidaritätsmarsch wegen ein paar Vollidioten die von nichts eine Ahnung haben und sich nur für 5 Minuten Aufmerksamkeit wichtig tun finde ich völlig übertrieben. Solche «Trolle» sollte man einfach ignorieren…Report

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