Wespen gibt es dieses Jahr so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. (Bild: Keystone)

Basel

Wespen-Rekordjahr plagt Basler Feuerwehr

Sie sind gelb-schwarz, stechen und stören immer beim Essen. Die Schweiz leidet zurzeit unter einem Wespen-Rekordjahr, was auch die Feuerwehr beschäftigt.

Seit 20 Jahren gab es in der Schweiz nicht mehr so viele Wespen, berichtet «Radio SRF» gestern. Schuld trage der warme Frühling. So hätten die fliegenden Insekten mehr Zeit gehabt, ihre Nester zu bauen. «Normalerweise kommen die Königinnen, die überwintern, erst Anfang Mai heraus, um ihr Nest zu bauen. In diesem Jahr hatten wir schon Meldungen im April»,  sagt Biologin Gabi Müller gegenüber SRF.

Verschwinden werden die Insekten erst wieder im Herbst, wenn die Temperaturen wieder deutlich purzeln.

Neun Einsätze an einem Tag

Bei der Basler Feuerwehr brummt deshalb das Telefon mehrmals am Tag. Bis zu zehn Personen riefen täglich an und melden ein Wespennest, dass sie bei sich zuhause oder in öffentlichen Räumen entdeckt haben. Laut Michel Wälchli, Einsatzkoordinator bei der Rettung Basel-Stadt, werden aber nicht alle Nester auf verlangen sofort vernichtet: «Wir versuchen bereits am Telefon, herauszufinden, was dringend unternommen werden muss und was nicht.»

Werden durch ein Nest nicht unmittelbar Menschen gefährdet, so müssen die Wespen auch nicht sterben. «Wenn ein Nest aber in einem Kindergarten oder dergleichen entdeckt wird, handeln wir sofort», erzählt Wälchli der «bz Basel». Alleine am Montag seien die Wespenfachleute der Feuewehr insgesamt neun Mal ausgerückt.

Nicht alle Wespen stören beim Essen

Dabei haben es nicht alle Wespen auf unser Essen abgesehen. Nur zwei der sechs bekannten Arten hierzulande, machen Jagd auf Süssgetränke, Grillgut und Weiteres, sagt Biologin Müller. Bei den übrigen Gattungen stehen hauptsächlich andere Insekten auf dem Speiseplan. Das macht sie zu «biologischen Schädlingsbekämpfern, weil sie viele Fliegen fangen, die uns sonst belästigen würden.»

1 Kommentar

  1. Ich teile mein Essen immer mit ihnen. Etwas weiter weg vom Teller etwas Fleisch oder Süsses hinlegen, dann lassen sie einen in Ruhe. Es ist erst noch interessant ihnen beim Absagen von Fleisch etc. zu zuschauen.Report

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