(Symbolbild: Keystone)
Baselland

Ärger um Polizeieinsatz bei Rede von Sommaruga

Während der 1.-August-Rede von Simonetta Sommaruga in Muttenz hat die Polizei mehrere Personen mit Kabelbindern gefesselt.

Viele Menschen sind am 31. Juli auf den Kirchplatz in Muttenz gepilgert und die 1.-August-Rede von Bundesrätin Simonette Sommaruga zu hören. Für einige Besucher blieb es aber nicht bei einem beschaulichen Abend. Die Kantonspolizei Basel-Landschaft war mit mehreren Kastenwagen vor Ort und führte Polizeikontrollen durch, schreibt der «Blick».

Man habe Hinweise erhalten, dass es während der Rede zu Zwischenfällen von Rechts- und Linksextremen kommen könnte, sagt Polizeisprecher Adrian Gaugler gegenüber «Blick». Bei den Kontrollen wurden scheinbar aber auch Familienväter- und Mütter abgeführt und mit Kabelbindern gefesselt.

Familienvater ärgert sich

Von Sommarugas Rede bekam Besucher Juli P. nicht viel mit und machte seinem Ärger jetzt auf Facebook Luft. Er sei gerade grundlos mit drei anderen vom Tisch geholt und von vier Polizisten zur Abklärung mitgenommen worden. Zum Glück hätte er noch einen Bekannten bitten können, auf seinen 6-jährigen Sohn aufzupassen. Dieser hätte seinen Vater sonst nicht mehr gefunden.

Aber auch weitere wütende Besucher meldeten sich beim «Blick». So ein 36-Jähriger, der kurz nach dem Eintreffen gemeinsam mit anderen von Polizisten aufgefordert worden sich 30 Meter wegzubegeben. Sehr unfreundlich hätten die Beamten nach den Ausweisen gefragt. Man hätte sich sogar an die Wand stelle müssen und sei gefilzt worden. Man habe insgesamt 15 Besucher, die den Polizisten verdächtig vorkamen, zur Kontrolle mitgenommen, so Gaugler gegenüber «Blick».

Die Prozedur dauerte 30 Minuten

Gemäss dem wütenden Besucher seien die Menschen noch mit Kabelbindern gefesselt worden oder in ein Polizeiauto mit Gitterstäben gesetzt. Gaugler erklärt, man habe die Personen nur während der Aufnahme der Personalien mit Kabelbindern gefesselt, um Ausschreitungen zu verhindern. Die ganze Prozedur dauerte 30 Minuten, danach zogen die Polizisten wieder ab. Zu Festnahmen sei es nicht gekommen. Was zurückbleibt sind wütende Besucher. Die Polizisten hätten während der Kontrolle nie gesagt, warum sie das machen und hätten sogar Sprüche gerissen.

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