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(Bild: Keystone)

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«Die Menschen sollen für ein paar Stunden vergessen können»

Die Indie-Rock-Band Editors begeisterte am Freitag das Publikum am STIMMEN Festival in Lörrach. Glam hat zwei der Musiker zum Interview getroffen.

Mit ihrem grenzüberschreitenden Sound haben die Editors zuerst Glasgow aufgemischt, dann die britischen Inseln und jetzt kommen sie aufs europäische Festland. Mit melancholischen Songs wie «Magazine» oder «Papillon» begeistern sie ihre Fans, so auch am Freitag, 27. Juli 2018, am STIMMEN Festival in Lörrach. Glam hat den Bassisten Russell Leetch und Schlagzeuger Ed Lay zum Interview getroffen.

«So viele Menschen kämpfen gegeneinander»

Bei ihrem Auftritt in Lörrach spielten die Editors auch Songs aus ihrem neuen Album «Violence». Aber was bedeutet dieser Titel für die Band? «Ich denke, die Welt geht gerade durch eine sehr seltsame Zeit», erzählt Lay. «So viele Menschen kämpfen gegeneinander, nur schon wenn es um Politik geht. Die Spannungen unter den Ländern ist sehr gross». Auch wenn die Zeiten noch so schwer sind, die Band möchte, dass es weitergeht. «Die Menschen sollen für ein paar Stunden vergessen können. Deshalb machen wir Musik».

Editors mit «Hallelujah». (Video: Youtube/Editors)

Songs verarbeiten das Weltgeschehen

In ihren Songs verarbeiten die Editors also das Weltgeschehen. Den Song «Hallelujah» hat Sänger Tom Smith geschrieben, nachdem er gemeinsam mit der Band ein Flüchtlingscamp in Griechenland besucht hatte. Die vier Musiker unterstützen die Hilfsorganisation Oxfam.

Die Editors gibt es seit 14 Jahren und mittlerweile hat die Band bereits ihr 6. Album veröffentlicht. Lay und Bassist Leetch sind schon seit der ersten Stunde dabei. «Ich denke, durch all diese Konzerte wird man sehr weltoffen. Man sieht, wie Menschen in anderen Ländern leben», meint Leetch. «Ich zum Beispiel finde es spannend, wie an jedem Ort, Menschen deiner Musik anders zuhören», fügt Lay an. Es sei eine tolle Erfahrung.

Die Editors spielen noch einige Konzerte in Grossbritannien. In der Schweiz treten sie Ende August am Zürich Openair auf.

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