Featured Video Play Icon
Der Beitrag in den Telebasel News vom 27. Juli 2018.

Schweiz

Wenn die Hitze gefährlich wird

Lang andauernde Hitzewellen können für Ältere, (chronisch) Kranke, Schwangere und für Kleinkinder ein erhebliches Risiko darstellen.

Von der Hitzewelle im Jahr 2003 habe man dazugelernt, sagt der Chefarzt des Basler Notfallzentrums, Roland Bingisser. Pflegeheime wissen seither, wie man  ältere Menschen versorgen muss, damit sie nicht dehydrieren. Vor fünfzehn Jahren starben in der Schweiz rund 1’000 Menschen wegen der grossen Hitze. Solches werde sich kaum wiederholen, ist Bingisser überzeugt.

Hitze entwässert den Körper

Über mehrere Tage anhaltende Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad und fehlender nächtlicher Abkühlung kann ein Gesundheitsrisiko darstellen und für gewisse Bevölkerungsgruppen auch lebensbedrohlich sein, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Die Folgen betreffen vor allem Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Grund dafür ist eine Beeinträchtigung der Wärmeregulation: Man schwitzt weniger und empfindet vermindertes Durstgefühl.

Durch die steigenden Temperaturen, nehmen auch die Ozonwerte zu, was mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden ist, einhergehend mit Reizwirkungen und Entzündungen der Atemwege.

Es können folgende Symptome auftreten:

  • Hohe Körpertemperatur
  • Erhöhter Puls
  • Schwäche/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Trockener Mund
  • Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Zum Schutz vor Hitze rät das BAG:

  • Körperliche Anstrengungen vermeiden
  • Wohnung und Körper möglichst kühl halten
  • Viel trinken (mindestens 1.5 Liter pro Tag)
  • Erfrischende, kühle Speisen zu sich nehmen
  • Während und nach sportlichen Betätigungen Salzverlust ausgleichen
  • Personen und Tiere nicht in abgestellten Autos zurücklassen

Die drei goldenen Regeln des Amts für Gesundheit für Hitzetage finden Sie hier.

Wie man Kleinkinder an heissen Sommertagen schützt, erklärt Kinderärztin Dr. med. Stefanie Graf in der Telebasel-Sendung Diagnose:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*