(Symbolbild: Keystone)

Basel

Die Hitze hat uns fest im Griff

Die Welt ächzt unter der Sonne. Hier erfahren Sie das Aktuellste zum Hitzesommer 2018.
Voraussichtlich letzter Hitzetag des Sommers registriert

Am Mittwoch war es in weiten Teilen der Schweiz nochmals richtig heiss. Das dürfte gemäss den aktuellsten Prognosen von Meteonews der voraussichtlich letzte Hitzetag des Hitzesommers 2018 gewesen sein.

Am höchsten stieg das Thermometer in Gösgen SO mit 33,1 Grad Celsius. Basel-Binningen meldete 33 Grad. Sonst war es verbreitet zwischen 30 und 32 Grad heiss, wie der Wetterdienst Meteonews am Mittwoch mitteilte.

Die Höchstwerte vom Dienstag wurden damit noch einmal übertroffen. Der Jahreshöchstwert von 36,2 Grad am 5. August in Sitten war indes ausser Reichweite.

Auch Ende August oder im September sind an einzelnen Stationen noch Hitzetage möglich. Im September sind Hitzetage im Flachland allerdings die Ausnahme und kommen nur alle fünf bis zehn Jahre vor.

Nach den derzeitigen Prognosen dürfte am Mittwoch der letzte verbreitete Hitzetag des Sommers 2018 gemessen worden sein, schreibt Meteonews. Insgesamt bleibt der Rekord-Hitzesommer 2003 ungeschlagen.

Bald kommt der Herbst

Kein Badi-Rekord

Laut 20 Minuten wurden in der aktuellen Badi-Saison in den Badis Joggeli, Bachgraben und Eglisee rund 316’900 Besucher gezählt. Noch nicht genug, um den jüngsten Spitzenwert aus dem Jahr 2015 mit rund 365’400 Wasserratten zu knacken.

Das absolute Spitzenresultat mit über 1,2 Millionen Badegästen aus dem Jahr 1964 wird in absehbarer Zeit wohl nicht mehr übertrumpft. Grund: Heute schwimmen viel mehr Leute im Rhein, wie noch vor 50 Jahren.

Achtes Hitze-Wochenende in Folge

Am Wochenende hat die Schweiz erneut bei Temperaturen von 30 Grad geschwitzt. Zum achten Mal in Folge stieg das Thermometer auf diese hochsommerliche Marke. Ein Wochenende ohne Sommerhitze gab es letztmals am 23./24. Juni.

In der kommenden Woche wird es nach Angaben von SRF Meteo mit hohen Temperaturen weitergehen. Erst am Freitag kündigt sich ein Wetterumschwung mit einer deutlichen Abkühlung an.

 

 

Feuer- und Badeverbot gilt weiterhin

Das Feuerverbot im Wald und an Waldrändern bleibt in Kraft. Dies schreibt das Basler Department für Wirtschaft, Soziales und Umwelt sowie das Bau- und Verkehrsdepartement in einer gemeinsamen Mitteilung. Zudem könne auch das Badeverbot in Abschnitten von Birs und Wiese nicht gelockert werden.

Der Grund sei, dass in den letzten Tagen zu wenig Niederschlag gefallen ist und auch die Wetterprognose nicht für eine Entspannung der Trockenheit sprechen würde. Darum bleibt die Waldbrandgefahr in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft nach wie vor hoch, heisst es in der Mitteilung weiter.

Wegen den tiefen Wasserständen in Birs und Wiese, hätten die Fische immer noch zu wenig Ausweichmöglichkeiten. Damit sich dies ändert, brauche es eine längere Regenperiode. In Kraft bleibt darum auch bis auf Widerruf das Badeverbot in der Birs in Birsfelden (Abschnitt Zürcherstrasse bis Redingstrasse) sowie in der Wiese (Abschnitt Freiburgerstrasse bis zum Wehr Schliesse).

Die Verlängerung der Verbote erfolge in Absprache mit den Behörden vom Kanton Basel-Landschaft.

Kanton Aargau lockert Feuerverbot

Das absolute Feuerverbot wird im Kanton Aargau gelockert. Kontrollierte Grillfeuer ausserhalb des Waldes mit mehr als 200 Metern Abstand sind wieder erlaubt. Im Wald und an Waldrändern gilt weiterhin ein striktes Feuerverbot.

Die Niederschläge in den letzten Tagen hätten zu einer leichten Entspannung ausserhalb des Waldes geführt, teilte der Kantonale Führungsstab am Mittwoch mit.

Im Wald bestehe jedoch weiterhin sehr grosse Waldbrandgefahr. Das Feuerverbot gelte auch bei eingerichteten Feuerstellen und bei Waldhütten sowie an Picknick- und Spielplätzen in Wäldern und an Waldrändern.

Sommerliche Temperaturen

Die Temperaturen steigen am Mittwoch wieder auf 27°C. Regen ist keiner in Sicht.

(Screenshot: meteoblue.com)
Am Montag wird es nass

Temperaturen um 30 Grad

Heute stiegen die Temperaturen in der Region wieder bis zu 30 Grad an.
Passend dazu können Sie in unserem Hitze-Quiz Ihr Wissen rund um hohe Temperaturen testen.

Kalter Morgen

Im Baselbiet sank die Temperatur teilweise unter zehn Grad.

 

Trockenheit hält an

Die Trockenheit hält in der Schweiz weiter an. Die Kaltfront vom Donnerstag hat lediglich dem Tessin und der Region Luzern kräftigen Niederschlag gebracht. Vielerorts blieb es sogar praktisch trocken.

Die Kaltfront, welche die Schweiz am Donnerstagnachmittag und -abend überquert hat, brachte im Tessin und der Region Luzern mit rund 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter kräftigen Niederschlag, wie der private Wetterdienst meteonews mitteilte.

In den übrigen Regionen blieben die Regenmengen dagegen gering und meist unter zehn Liter pro Quadratmeter. In der Westschweiz, aber auch in der Region Bern und im westlichen Mittelland sowie in der Nordwestschweiz blieb es stellenweise sogar praktisch trocken.

Die seit April anhaltende Tockenheit dürfte nur lokal etwas gemindert worden sein. Länger anhaltender, grossflächiger Regen sei bis auf weiteres nicht in Sicht.

Immerhin dürften die Temperaturen am Freitag bis rund zehn Grad tiefer liegen als in der vorangegangenen Hitzeperiode. (sda)

Auch Graubünden lockert wegen Trockenheit Vorschriften für Bauern

Graubünden greift den von Trockenheit und Futtermangel betroffenen Bauern unter die Arme. Der Kanton lockert Vorgaben für Zahlungen an Alpbetriebe sowie Weide- und Futtervorschriften. Er folgt anderen Kantonen, die am Montag beschlossene Bundesmassnahmen umsetzen.

Auf den Landwirtschafts- und Sömmerungsbetrieben werde das Futter zusehends knapper, teilte das Bündner Amt für Landwirtschaft und Geoinformation am Freitag mit. Bei der anhaltenden Trockenheit handle sich um ein Jahrhundertereignis. Der Kanton habe darum Sofortmassnahmen als Beitrag zur Entschärfung der Situation beschlossen.

Bauern, die ihre Tiere wegen der Dürre früher von der Alp holen oder wegen Futtermangels im Tal länger oben lassen müssen, werden die Beiträge nicht gekürzt. Die Bauern müssen dazu allerdings ein Gesuch stellen.

Daneben dürfen Bauern in bestimmten Fällen ihre Tiere ab sofort auch auf extensive und wenig intensiv genutzte Wiesen lassen, die normalerweise erst ab Anfang September beweidet werden können.

Auch die Bestimmungen für das RAUS-Programm werden vorübergehend gelockert. Die Vorgaben für den Anteil an Weidefutter wird ausgesetzt. Weil viele Bauern Futter zukaufen müssen, drücken die Kontrolleure auch bei der Einhaltung der Nährstoff- oder Futterbilanz beide Augen zu.

Graubünden folgt mit den Massnahmen anderen Kantonen wie St. Gallen, Thurgau und dem Jura. Diese berufen sich auf vom Bund beschlossene Sofortmassnahmen. Gemäss der Direktzahlungsverordnung können die Verantwortlichen in den Kantonen in Fällen höherer Gewalt wie Trockenheit auf Beitragskürzungen verzichten. (sda)

Ostschweizer Kühe dürfen in Feuchtgebieten weiden

Weil wegen der Trockenheit kaum Gras nachwächst, dürfen Bauern in der Ostschweiz ihre Kühe ausnahmsweise auf Öko-Wiesen in Feuchtgebieten weiden lassen.

Viele Landwirte in der Ostschweiz haben in den letzten Wochen ihren Heu-Vorrat aufgebraucht. Einige der insgesamt 3’500 Bauernbetriebe im Kanton St. Gallen mussten ihren Tierbestand reduzieren.

Bauern dürfen ab sofort das noch saftige Gras der Öko-Wiesen in den Feuchtgebieten nutzen. «Es ist das erste Mal, dass wir die Wiesen, welche die Moore wie einen Gürtel umspannen, frühzeitig freigeben», sagte Simon Zeller vom Amt für Umwelt Jagd und Fischerei des Kanton St. Gallen auf Anfrage.

Um übermässigen Nährstoffeintrag zu verhindern, dürfen die Öko-Wiesen in den Feuchtgebieten normalerweise nur für kurze Zeit im Herbst beweidet werden. Schäden an der Natur seien wegen der einmaligen Nutzung nicht zu erwarten, sagte Zeller. Ein Problem sei wohl eher, dass Hochleistungskühe das karge Gras schlecht vertragen.

10 Grad Unterschied in 80 Minuten

Wasser marsch!

Wespen-Rekordjahr plagt Basler Feuerwehr

Seit 20 Jahren gab es in der Schweiz nicht mehr so viele Wespen, berichtet «Radio SRF». Schuld trage der warme Frühling. So hätten die fliegenden Insekten mehr Zeit gehabt, ihre Nester zu bauen. «Normalerweise kommen die Königinnen, die überwintern, erst Anfang Mai heraus, um ihr Nest zu bauen. In diesem Jahr hatten wir schon Meldungen im April»,  sagt Biologin Gabi Müller gegenüber SRF.

Verschwinden werden die Insekten erst wieder im Herbst, wenn die Temperaturen wieder deutlich purzeln.

AKW Beznau drosselt Betrieb

Wie der Schweizerische Fischerei-Verband in einer Medienmitteilung schreibt, wurde mit dem AKW Benznau eine Einigung getroffen zur Reduzierung der Leistung des AKWs. Dies zur Senkung der Temperatur des gebrauchten Wassers, welches nach Gebrauch in die Aare gelangt.

Am Abend kommt die Erlösung

Fast 30 Grad am frühen Nachmittag das kennen wir bereits, doch dann kommt die Erlösung. Will man den Wetterprognosen Glauben schenken, so sollen die Temperaturen heute Abend deutlich purzeln. Laut meteoblue darf nach 20 Uhr mit 19 Grad gerechnet werden. Damit dürften alle endlich wieder angenehm schlafen.

Baselbieter Feuerwehr auf Trab

Wegen der Gewitter vom 8. August stand die Baselbieter Feuerwehr am Abend im Dauereinsatz. Verletzt wurde niemand.

Rund 60 Einsätze von elf verschiedenen Feuerwehren mussten getätigt werden. Im unteren Baselbiet hätten die Rettungskräfte vor allem Sturmschäden, wie heruntergefallene Ziegel und umgeknickte Bäume, beschäftigt. Im Oberbaselbiet wurde die Feuerwehr meist wegen überfluteter Keller gerufen.

(Bild: zVg/Leserreporter)

 

 

 

Meteo Schweiz warnt vor heftigen Unwettern

Ab Mittwochnachmittag soll es gemäss Meteo Schweiz zu heftigen Gewittern kommen. Der Wetterdienst hat für den westlichen Teil der Schweiz die Warnstufe 3 ausgerufen. Das bedeutet «erhebliche Gefahr». So drohen heute Hagel, Sturmböen, Starkregen und hohe Blitzaktivität.

(Meteo Schweiz) 

Sommerlicher Skibetrieb lockt Hitzegeplagte in die Höhe

Die Hitze kann auch Sportbegeisterten zusetzen. Manche zieht es dieser Tage zum Skifahren in luftige Höhen. Der Pistenzustand in den Walliser Sommer-Skigebieten ist trotz hoher Temperaturen gut und die Destinationen verzeichnen mehr Gäste als im Vorjahr.

Skifahrer und Snowboarder auf der Piste in Saas-fee. (Bild: Keystone)

Sowohl in Saas-Fee VS als auch in Zermatt VS liegt auf über 3’500 Metern genug Schnee, wie bei den Tourismusverantwortlichen der beiden Sommer-Skidestinationen zu erfahren war. Die Pistensituation ist laut Yolanda Bond von Saastal Tourismus ähnlich wie im Frühling in tieferen Skigebieten. «Am Morgen sind die Pisten kompakt und hart, bis zum Mittag werden sie sulzig.» Deshalb schliessen die Skigebiete jeweils um die Mittagszeit.

An einzelnen Tagen konnte der Skibetrieb diesen Sommer zwar nicht aufgenommen werden, weil die Pisten nicht gefroren waren, so Bond weiter. Aber im Schnitt suchten täglich rund 590 Skifahrerinnen und Skifahrer das sommerliche Schneevergnügen. Im Sommer-Skigebiet von Zermatt waren im Juli durchschnittlich 320 Gäste pro Tag anzutreffen, wie Simona Altwegg von Zermatt Tourismus mitteilte.

Wandern bei 22 Grad

Dazu gesellten sich Wanderer, Bikerinnen und Ausflugsgäste, denen möglicherweise eine Abkühlung in höheren Gefilden willkommen ist. In höheren Lagen im Saastal ist es laut Bond meist rund 22 Grad warm. Die dortigen Bergbahnen transportierten vergangene Woche täglich etwa 2’300 Fussgänger.

Die Zermatt-Bergbahnen beförderten auf ihren Anlagen im Juli rund 6’000 Gäste pro Tag, die nicht ins Skigebiet gingen. Dies entspricht in der laufenden Sommersaison einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Ein Rekordsommer ist somit auf Kurs», so Altwegg.

Viele Gäste meldet auch die Destination Glacier 3000 in Les Diablerets VD, die bis 2003 auch Sommer-Skifahren anbot. Nun habe man sich auf andere Attraktionen der Gletscherwelt verlegt, etwa auf eine Rodelbahn oder eine Hängebrücke, die zwei Gipfel miteinander verbindet, sagte CEO Bernhard Tschannen.

Ski-Teams auf Gletscher

Für die Destination Zermatt ist das Sommer-Skifahren mit 14 Kilometern offenen Pisten hingegen ein wichtiges Standbein. Ausgelastet werden die Pisten vor allem auch durch Ski-Teams aus aller Welt, die ihre Trainings für die Wintersaison in den Walliser Bergen absolvieren. Aktuell trainiert neben dem Weltcupteam der Schweizer Herren auch gerade ein Ski-Nationalteam aus Kuba auf dem Gletscher.

In Saas-Fee trainieren momentan unter anderem Mannschaften aus der Schweiz, Deutschland, Slowenien, Österreich, Schweden und Japan. Die Pisten sind laut Bond den ganzen Sommer bis in den Herbst gebucht. (sda)

Nicht mehr heiss, aber immer noch warm
(Screenshot: srf.ch)

 

Jetzt soll sie langsam kommen, die Abkühlung: Spätestens für Ende der Woche wird von Meteorologen ein Temperatursturz vorausgesagt. Schliesslich wird es aber nur eine leichte Abkühlung geben. Tiefstwerte von rund 25 Grad sind für Freitag in der Region Basel angekündigt. Danach dürfte das Thermometer bereits wieder steigen.

Am Mittwoch erwartet der Wetterfrosch Gewitter. Nass wird es in Basel und Umgebung aber kaum: Höchstens am Abend dürften einzelne Regentropfen fallen. Und mit 31 bis 33 Grad bleibt es auch weiterhin heiss. Immerhin: Die kommenden Nächte werden etwas kühler und meist unter 20 Grad sein.

Badeverbot in der Wiese

Zum Schutz der durch Hitze und dem tiefen Wasserstand gestresster Fische, erlässt das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, per sofort ein abschnittweises Bade- und Betretverbot der Wiese.

Betroffen ist der Abschnitt zwischen Freiburgerstrasse bis zum Wehr Schliesse. Falls sich die Wassertemperaturen weiter erhören, wird eine Ausweitung des Verbots in Betracht gezogen.

Wassersparen in Sissach

Wegen der anhaltenden Trockenheit ruft jetzt neben Stein und Reigoldswil auch die Gemeinde Sissach zum Wassersparen auf. Der tägliche Wasserverbrauch betrage zurzeit mehr als doppelt so viel als normal. Deshalb werden ab sofort Massnahmen verfügt.

  • Die Brunnen werden abgestellt
  • An die Bevölkerung wird zu einem sorgsamen Umgang mit Trinkwasser appelliert. Bis sich die Situation verbessert, seien mehrere Tage Niederschlag nötig.
  • Auf die Bewässerung von Rasenflächen, Autowaschen und das Nachfüllen von privaten Schwimmbädern soll verzichtet werden.
  • Auch Gemüse- und Blumenbeete sollen zurückhaltend bewässert werden.
  • Das Feuerverbot gilt weiterhin.
Hitze schwächt die Kraft der Limmat: Stromproduktion gedrosselt

Es fliesst nur wenig Wasser die Limmat hinab: Dies spürt auch das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) – in dessen Wasserkraftwerken stehen einige Turbinen still. Die Lichter gehen in Zürich dennoch nicht aus.

Im Juli und August fliessen in der Regel 100 bis 150 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Limmat hinab. Von diesem Mittelwert aus den Jahren 1938 bis 2017 ist der Hitzesommer 2018 weit entfernt – an der Messstelle Unterhard beim Escher-Wyss-Platz werden derzeit noch 37 Kubikmeter pro Sekunde gemessen.

Diesen geringen Abfluss bemerkt auch das ewz: «Es kommt aus Zürichsee und Sihl vergleichsweise wenig Wasser», sagt Sprecher Harry Graf am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Die Wasserkraftwerke Letten, Höngg und Wettingen AG produzieren derzeit markant weniger Strom.»

So wird von den beiden Kaplanturbinen im Kraftwerk Letten nur eine betrieben, und diese nicht in Volllast. In Höngg ist die installierte Turbine nur reduziert in Betrieb. Und auch in Wettingen, dem grössten Wasserwerk des ewz an der Limmat, ist die Produktion stark gedrosselt.

Schwankungen sind einberechnet

Dass die Limmat über eine derart lange Zeit so wenig Wasser führt, ist selten. «Mit dem Zürichsee verfügen wir aber über einen sehr grossen, zuverlässigen Speicher», sagt Graf. Ein einzelner heisser oder auch ein paar trockene Tage würden sich da nicht auswirken. Der Sommer 2018 sei diesbezüglich schon aussergewöhnlich.

Trotz hitze- und trockenheitsbedingt gedrosselter Stromproduktion an der Limmat, besteht in Zürich kein Energieengpass. Dass die Produktion schwanken kann und beispielsweise vom zur Verfügung stehenden Wasser, den Windverhältnissen oder vom Scheinen der Sonne abhängig ist, sei normal. «Aus diesem Grund sind wir breit aufgestellt», sagt Graf.

Er verweist etwa auf ewz-Wasserkraftwerke im Bündnerland, deren Speicherseen dank den vielen Niederschlägen und der Schneeschmelze im Spätfrühling trotz des Hitzesommers noch immer «durchschnittliche Füllstände» aufweisen.

Zudem bezieht das ewz unter anderem Strom aus Partnerwerken im In- und Ausland. Auch die Zürcher Kehrichtverbrennungsanlagen Josefstrasse und Hagenholz produzieren jährlich Strom für mehr als 18’000 durchschnittliche Haushalte in der Stadt Zürich.

Tiefer Strombedarf während Ferien

Zudem spürt das ewz die Sommerferien und die vielen Ferienabwesenheiten: «In den Büros laufen weniger Computer, die Klimaanlagen sind reduziert im Einsatz.» Der Strombedarf in der Stadt sei in diesen Wochen jeweils am Jahrestiefstpunkt.

Aber auch wenn das Leben in Zürich nach dem Ende der Sommerferien wieder mit voller Energie pulsieren wird, gibt es gemäss Graf keine Probleme. Auch wenn nur wenig Wasser die Limmat hinunterströme – das ewz verfüge über genügend Strom. «Denn irgendwo in Europa regnets, windets oder ist es sonnig», sagt Graf. (sda)

Berghilfe unterstützt Älpler beim Wassertransport

Die Schweizer Berghilfe greift den Älplern unter die Arme: Sie übernimmt jeweils die Hälfte der Kosten, die für den Wassertransport zu einer ausgetrockneten Alp anfallen. Insgesamt hat die Berghilfe dafür eine halbe Million Franken vorgesehen.

Wassertransporte mit Tanklastwagen oder Helikopter sind teuer. Älpler können solch unverhoffte Zusatzkosten oft nicht alleine tragen. Deshalb können sie ab sofort bei der Berghilfe um Unterstützung anfragen, wie diese am Dienstag mitteilte. Die Stiftung übernehme rund die Hälfte der Kosten.

Die Berghilfe konzentriert sich im Normalfall auf zukunftsgerichtete Projekte. Die prekäre Lage auf den Alpen bewegte den Stiftungsrat aber dazu, sein Konzept vorübergehend zu ändern und eine halbe Million Franken für Transportkosten zu sprechen.

«Wenn die Sömmerung wegen Wassermangels frühzeitig abgebrochen werden muss, fehlt den Heimbetrieben wichtiges Futter für die Wintermonate», wird Projektleiter Kurt Zgraggen in der Mitteilung zitiert. Der Wasserbedarf auf den Alpen ist hoch: Eine Milchkuh trinkt bei der gegenwärtigen Hitze über 100 Liter pro Tag. (sda)

Erste Gemeinden verbieten Verschwendung von Wasser

Die Baselbieter Gemeinde Reigoldswil erlässt aufgrund der Trockenheit ein Verbot zur Verschwendung von Wasser. Eine Busse bei einem Vergehen hat die Bevölkerung jedoch nicht zu befürchten. Der Grund: Der Gemeinde fehlt das nötige Personal. «Das können wir uns nicht leisten», sagt Gemeindepräsident Urs Casagrande gegenüber der ‹BZ Basel›.

Verboten bis auf Widerruf:

  • Rasen bewässern
  • Fahrzeuge jeglicher Art waschen
  • Schwimmbäder und Teiche füllen oder nachfüllen
  • Wasserentnahme aus Bächen
  • Reinigungsarbeiten unter fliessendem Wasser

Auch Stein spricht Bewässerungsverbot aus

Auch die Gemeinde Stein (AG) ruft die Bevölkerung zum achtsamen Umgang mit dem Wasser auf. Als Sofortmassnahme gegen das knapperwerdenende Gut, hat die Gemeinde die öffentlichen Brunnen abgestellt, wie es in einer entsprechenden Mitteilung heisst. «Gestützt auf § 46 Abs. 1 des Wasserreglements Stein wird vom Gemeinderat ab Mittwoch, 8. August 2018, 17.00 Uhr, das Bewässern von Rasenflächen und das Neubefüllen von Schwimmbädern wie auch das Autowaschen verboten», heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Rhein sterben die Fische

Die ganzen Massnahmen zur Verhinderung eines Fischsterbens haben doch nicht ausgereicht: Im Rhein hat ein grösseres Fischsterben eingesetzt. Dies teilte der Kanton Schaffhausen am Montag mit.

Die Verantwortlichen hätten die möglichen Rettungs- und Entsorgungsmassnahmen bereits eingeleitet. Unter der Hitze leiden vor allem die kälteliebenden Äschen. Ab 23 Grad zeigen diese Fische erste Stresssymptome. Bei 24 bis 25 Grad wird es heikel – diese Temperatur ist im Rhein mittlerweile erreicht.

Ein wenig Abhilfe schaffen nur eine Handvoll Kühlzonen, die bei Bacheinmündungen ausgehoben wurden. Die Fische können dort in kühlerem Wasser Zuflucht finden, wenn ihnen der Rhein zu heiss wird.

Bereits im Hitzesommer 2003 kam es zu einem Fischsterben. Damals verendete fast der ganze Äsche-Bestand.

 

Neuer Hitzerekord von 36,2 Grad in Sitten

Der Sonntag brachte für 2018 einen neuen Hitzerekord: in Sitten VS stieg das Thermometer auf 36,2 Grad. Der alte Rekord lag bei 35,9 Grad. Am Dienstag sind diese Höchst-Werte noch einmal in Gefahr.

Zum Allzeitrekord von 37,8 Grad in Sitten fehlten allerdings noch immer mehr als anderthalb Grad, wie der Wetterdienst Meteonews am Sonntagabend mitteilte. Mehr als 35 Grad wurden am Sonntag auch in Cevio TI, Gösgen SO, Zürich-Flughafen und Visp VS gemessen.

Bis Mittwoch bleibt es ähnlich heiss. Vor allem am Dienstag könnten die diesjährigen Stationsrekorde noch leicht übertroffen werden, schreibt Meteonews. Den Allzeitrekorden geht es aber mit Sicherheit nicht an den Kragen.

Die aktuelle Hitzewelle dürfte am Donnerstag zu Ende gehen. Am Freitag sei hinter einer Kaltfront eine deutliche Abkühlung in Sicht. Es dürfte dann nicht einmal mehr für die Sommermarke von 25 Grad reichen.

(sda)

Glace für die Bären

Die Bären vom Natur- und Tierpark Goldau schlagen sich «bärisch» mit der Hitze herum. Oft halten sich die 10-jährigen Arko und Takis im Schatten auf oder sie nehmen ein Abkühlungsbad im Wasser. Bei öffentlichen Fütterungen kriegen sie sogar spezielles «Bären-Glace».

(Bild: Keystone)
45 Grad in Portugal verursacht dutzende Waldbrände

Wegen des extrem heissen Wetters mit Temperaturen von bis zu 45 Grad sind in Portugal zahlreiche Waldbrände ausgebrochen. Besonders schlimm sei die bergige Gegend um die Kleinstadt Monchique am Nordrand der bei Touristen sehr beliebten Algarve betroffen.

(Bild: Keystone)
Badewetter in der ganzen Schweiz

Es geht los mit Regengüssen

Bauern fordern wegen Trockenheit Taten vom Bund

Der SBV will den Massnahmenkatalog nächsten Dienstag einreichen, wie Direktor Jacques Bourgeois am Samstag auf Anfrage von Keystone-SDA einen Bericht in der Zeitung «Le Temps» bestätigte. Auch der «Schweizer Bauer» berichtete über die Forderung, die Zölle auf Heu zu senken.

Die aktuelle Lage sei für viele Bauern besorgniserregend, denn es sehe nicht nach einem schnellen Ende der Hitzewelle und der damit verbundenen Trockenheit aus, sagte Bourgeois. Von den Folgen seien viele Bereiche betroffen.

Mit grossen Ernteausfällen gerechnet

Die Viehzüchter müssten in dieser Jahresperiode eigentlich das Futter für den kommenden Winter einbringen können. Im Ackerbau leiden vor allem die Produzenten von Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais unter der anhaltenden Dürre. Sie rechnen mit grossen Ernteausfällen.

Als erste Sofortmassnahme fordert der SBV laut Bourgeois die Aufhebung der Zölle auf Importheu von drei Franken pro 100 Kilo auf null. In einem zweiten Schritt könnte laut Bourgeois die gleiche Forderung für den Import von Futter-Mais aktuell werden.

Appell an die Konsumenten

Weiter kann sich der SBV-Direktor vorstellen, dass den Bauern die Rückzahlungsfristen für Investitionskredite verlängert werden, um den finanziellen Spielraum zu erhöhen.

Auch die Produkte-Preise müssten den extremen Verhältnissen angepasst werden können. Bourgeois zählt dabei auf die Solidarität der Konsumenten und deren Bereitschaft, zum Beispiel für die Milch etwas mehr zu bezahlen im Laden.

Mittelfristig befürwortet er die Anpassung der Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft im Zusammenhang mit extremen Wetterlagen. Wegen der anhaltenden Trockenheit müssen verschiedene Bauern das Trinkwasser für ihr Vieh derzeit per Helikopter auf die Alpen fliegen lassen. Und weiterhin ist weder eine Abkühlung in Sicht, noch sind anhaltende Niederschläge angesagt.

Erst am Freitag hatten die Behörden hatten die Hitzewarnungen bis Mittwoch verlängert, für das Genferseebecken und das Wallis wurde die Warnstufe sogar erhöht. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird ab nächstem Dienstag erwartet.

(sda)

Rheintemperaturen erreichen Rekordwerte

Die Wassertemperatur im Rhein hat eine kritische Grenze erreicht. Aktuelle ist der Fluss 25,2 Grad warm.

Das Prekäre: Bei 26 Grad sterben Salmoniden wie Äschen und Forellen, schreibt die «Schweiz am Wochenende». Von Gesetzeswegen darf ab Wassertemperaturen von 25 Grad kein Wasser mehr für Kühlzwecke verwendet werden. Das, damit der Mensch nicht auch noch zusätzlich zur Erwärmung des Flusses beiträgt.

Zahlreiche Ausnahmen

Es gibt aber auch zahlreiche Ausnahmen. Atomkraftwerke dürfen weiterhin mit dem Wasser aus dem Rhein kühlen. Damit würde die Wassertemperatur gleich um ein Grad steigen, so der Leiter des Amts für Umwelt und Energie Basel-Stadt, Matthias Nabholz, gegenüber der Zeitung. Sein Amt habe zahlreiche Spezialbewilligungen an Institutionen erteilt.

Es seien vor allem die grossen Pharma-Unternehmen, die mit Rheinwasser ihre Medikamentenproduktion kühlen. Im Unispital Basel wird die Lüftung mit Rheinwasser gekühlt. Man habe aber Massnahmen getroffen, um den Rhein möglichst wenig zu belasten. So auch bei der Novartis, die ihre Bürogebäude ebenfalls mit Wasser aus dem Fluss kühlt. Nabholz gehe aber davon aus, dass die Wassertemperatur im Rhein noch weiter steigen wird.

Erste Tropennacht in Basel

Diese Nacht hatte es für die Menschen in der Nordwestschweiz in sich. Laut SRF Meteo erlebte Basel die erste Tropennacht im Jahr 2018. So sank die Temperatur an der Messstation bei Binningen nicht unter 21,2 Grad.

Aber nicht nur in der Region Basel war es heiss. Trotz sternenklarer Nacht sanken die Temperaturen gemäss MeteoNews auch an anderen Orten der Schweiz nicht unter 20 Grad. Am wärmsten blieb es mit 23,2 Grad in Vevey. In den tiefsten Lagen des Flachlands fiel das Quecksilber aber bis auf 18 Grad hinunter. Nächste Woche folgt voraussichtlich der Höhepunkt der Hitzewelle.

Laub verfärbt sich wegen Trockenheit bereits im Sommer

Wegen der anhaltenden Trockenheit verfärbt sich das Laub der Bäume bereits im Sommer, schreibt SRF Meteo.

Beide Basel bitten um Badeverzicht

Die Birs und die Wiese führen zurzeit wegen der Hitze wenig Wasser und ihre Wassertemperatur ist hoch. Da viele Fische in den seichten Gewässern ums Überleben kämpfen, bitten die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft die Bevölkerung, bis auf Weiteres in bestimmten Abschnitten nicht zu baden und zu fischen.

Wie die beiden Kantone in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben, betrifft dies bei der Birs den Abschnitt zwischen der Zürcherstrasse und der Redingbrücke. In der Wiese soll von der Freiburgerstrasse bis zum Wehr Schliesse nicht gebadet werden. Ausserhalb dieser Abschnitte ist das Baden laut den Behörden erlaubt.

 

Es wird kühler

Die Temperaturen sinken nächste Woche:

Hitzewarnungen werden bis Mittwoch verlängert

Gemäss MeteoSchweiz hält die Hitzewelle bis nächsten Mittwoch, 8. August, an. Für die Region Basel besteht weiterhin die Hitzewarnung Stufe 3. Die Höchsttemperaturen liegen bei 31 bis 35 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 35 bis 50 Prozent. Die Minimumtemperaturen betragen in der Nacht zwischen 17 und 22 Grad. Es ist laut MeteoSchweiz keine vorübergehende Abschwächung in Sicht.

(Screenshot: meteoschweiz.admin.ch)

Top-Ten der Hitzeperioden

Die aktuelle Hitzewelle begann am 30. Juli. Seither lagen die Temperaturen jeden Tag verbreitet über 30 Grad. In den tiefen Lagen müssen sich die Menschen seither auf mittlere Höchsttemperaturen von 32 bis 34 Grad einstellen.

Damit erlebt die Schweiz laut MeteoSchweiz eine der zehn intensivsten zehntägigen Hitzeperioden seit Messbeginn 1864. Lokal, etwa in Basel oder Zürich, zeichne sich gar die viert intensivste solche Hitzeperiode seit Messbeginn ab.

Fast wie 2003 und 2015

Auf der Alpensüdseite stieg die maximale Tagestemperatur bereits ab dem 22. Juli regelmässig über 30 Grad. In Locarno-Monti dürfte es die dritt intensivste 17-tägige Hitzewelle seit Messbeginn 1935 werden. So erreicht die mittlere Höchsttemperatur derzeit über 32 Grad.

So heiss war es ähnlich lang anhaltend nur in den Hitzesommern 2003 und 2015. Damals stiegen die Höchsttemperaturen im 17-tägigen Mittel auf über 33 Grad.

(sda/jwe)

Zwei Todesopfer durch extreme Hitze in Spanien

Durch die Hitzewelle in Spanien hat es die ersten zwei Todesopfer gegeben. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, starb ein etwa 40 Jahre alter Arbeiter aus Nigeria, nachdem er am Dienstag auf einer Strassenbaustelle nahe Murcia im Südosten des Landes gearbeitet hatte. Laut Obduktion erlag er einem Hitzschlag.

Ausserdem sei ein 78-jähriger Rentner in der Region bei der Gartenarbeit zusammengebrochen und am Donnerstag im Spital gestorben, teilte die regionale Gesundheitsbehörde mit. Die genaue Todesursache müsse noch durch eine Obduktion geklärt werden, verlautete aus dem Spital.

Für Freitag war einer der heissesten Tage dieses Sommers in Spanien vorhergesagt. In der Hauptstadt Madrid sollte es bis zu 40 Grad heiss werden, im andalusischen Sevilla 42 Grad und in Badajoz im Westen des Landes sogar 44 Grad, wie der Wetterdienst mitteilte.

(sda)

Helikopter versorgen dürstende Alpkühe mit Wasser

Eine Kuh trinkt laut Angaben von Swissmilk zwischen 50 und 100 Litern pro Tag. Diesen Durst können manche Quellen wegen der Trockenheit in den Bergregionen nicht mehr stillen. Zusätzliches Wasser wird deshalb mit Tanklastwagen oder mit Helikoptern auf die Alpweiden gebracht.

Die Schweizer Armee hat diesen Sommer bereits neun solche Einsätze in der Ostschweiz geflogen, wie Armeesprecherin Delphine Allemand auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Der aktuellste hatte am Freitag eine Alp oberhalb von Weesen SG zum Ziel. Mehrere tausend Liter Wasser wurden dafür aus dem nahegelegenen Walensee entnommen.

 

 

 

(Symbolbild: Keystone) 

Den Landwirten werden für diese Lieferungen keine Kosten verrechnet, wie Allemand sagte. Die Flüge werden über das laufende Budget der Armee bezahlt, denn sie dienen den Piloten auch als Trainingsflüge.

Ein Armeeeinsatz ist aber meist das letzte Mittel. Private Flugunternehmen bieten diese Dienstleistung gegen Geld ebenfalls an. Swiss Helicopter alleine hat seit Anfang Juli von seinen 14 Basen aus über 20 Wassertransporte geflogen, wie Geschäftsleitungsmitglied Patrick Aegerter kürzlich auf Anfrage sagte.

Damit lieferte das private Unternehmen bisher über 300’000 Liter Wasser auf verschiedene Alpen in der ganzen Schweiz. Die Nachfrage war bisher in der Ostschweiz und im Berner Oberland am grössten.

(sda)

Erneute Tropennacht in der Schweiz

Brand auf Wiese im Jura

Im Jura brannte am Donnerstagabend gemäss «20 Minuten» ein 200 Quadratmeter grosses Stück Wiese. Es waren zwanzig Feuerwehrleute nötig, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der Brand ereignete sich zwischen Delémont und Courrendlin.

Tenue-Erleichterungen für Soldaten
Wie die Zivilisten leiden auch Soldaten unter der Hitze. Um ihnen das Leben erträglicher zu machen, gelten momentan Tenue-Erleichterungen.
Märsche und andere körperliche Anstrengungen werden auf morgens 4 Uhr oder späteren Abend verlegt – oder sie fallen ganz aus. Die Ausbildungsaktivitäten erfolgen bevorzugt im Schatten oder in Gebäuden. Überhaupt liegt der Fokus bei der Truppe in diesen heissen Tagen auf der theoretischen Ausbildung. In Zeiten der ärgsten Hitze können die Vorgesetzten zudem verlängerte Mittagspausen anordnen.

Die Leibesertüchtigung erfolgt im übrigen bevorzugt in Turnhallen, wie Armeesprecher Daniel Reist bestätigte. In gewissen Situationen können die Armeeangehörigen statt in der Uniform auch in T-Shirt, kurzer Hose und Turnschuhen antreten. Ihre Vorgesetzten sind angehalten, zwingend regelmässige, kontrollierte Trinkpausen anzuordnen.

Extreme Wetterbedingungen: Rega steht im Dauereinsatz

So wurde die Einsatzzentrale der Rega am Mittwoch gleich zwei Mal wegen Steinschlägen alarmiert. Eine junge Frau war auf einer Alpweide bei Alpiglen Oberberg im Berner Oberland von einem Stein getroffen und schwer verletzt worden. Die Rega-Crew der Basis Wilderswil flog die Patientin direkt an der Rettungswinde ins nahegelegene Spital Interlaken.

Kurz darauf ging die Meldung ein, dass auf der Allmenalp oberhalb von Kandersteg ein Vater und ein Kleinkind durch einen Steinschlag verletzt worden waren. Die beiden konnten vor Ort medizinisch versorgt und im Rettungshelikopter ins nächste, geeignete Spital geflogen werden, wie die Rega am Donnerstag mitteilte.

Evakuierungen nach Unwettern

Wegen den heftigen Gewittern, die am 1. August über die Schweiz zogen, mussten mehrere Personen evakuiert werden. Die Rega brachte unter anderem drei Wanderer in Sicherheit, die oberhalb der Musenalp UR in der Region Isenthal blockiert waren. Sie konnten wegen eines stark angestiegenen Bachs nicht mehr absteigen. Vier unterkühlte Wanderer wurden auch im Silvrettagebiet in der Nähe des Klosterpasses im Kanton Graubünden aus der Luft geborgen.

Die Rega war am 1. August aber nicht nur wegen Steinschlägen und Evakuierungen sowie Berg- und Verkehrsunfällen im Einsatz – sie war insbesondere auch für Menschen mit Herz-/Kreislaufproblemen in der Luft. Fast jeder Dritte der 50 Rega-Einsätze sei auf eine akute Erkrankung zurückgegangen, heisst es in der Mitteilung

Wird heute der Hitzerekord gebrochen?

Blitze und viel Niederschlag: Feuerwehren im Dauereinsatz

Von einem “Bundesfeiertag mit meteorologischem Feuerwerk” spricht das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz). Und der Wetterdienst MeteoNews hat am 1. August exakt 19’034 Blitze gezählt, die sich über der Schweiz entladen haben. Am meisten wurden in den Kantonen Graubünden (4498), St. Gallen (2549) und Wallis (2230) registriert.

Bereits im Laufe des Nachmittags hatten sich am Mittwoch zunächst im Berner Oberland und Wallis erste Gewitter gebildet. Im Laufe des Abends entstanden auch im Mittelland vermehrt Gewitter: «Es wurde zwar nicht überall nass», schreibt MeteoNews. «Dort wo sich die Gewitter aber entluden, gab es örtlich sehr grosse Regenmengen, Hagel und kräftige Windböen.»

Heftig betroffen war zwischen 17 und 18 Uhr etwa der Raum Schaffhausen, danach auch das Gebiet vom Zürichsee bis zum Bodensee. In St. Gallen fiel in einer Stunde etwa so viel Regen, wie ansonsten in einem Drittel des Monats. Die Folge: Es liefen Keller voll, Bäume stürzten um – die Einsatzkräfte mussten gemäss Angaben der Kantonspolizei St. Gallen etwa 300 Einsätze leisten.

Im Tunnel steckengeblieben

Während des heftigen Gewitters gingen im Kanton Graubünden mehrere Rüfen nieder. Der Flüelapass war deshalb zwischen Tschuggen und Susch vorerst geschlossen. Die Strasse soll um 13 Uhr wieder geöffnet werden, wie das kantonale Tiefbauamt am Mittag mitteilte.

Eine dreiköpfige Familie musste wegen der verschütteten Strasse die Nacht in ihrem Auto im Tunnel Val S-charl im Unterengadin verbringen – eine Weiterfahrt war den Touristen nicht möglich. Sie wurden am Donnerstagmorgen mit einem Helikopter zu ihrem Ferienort nach Scuol geflogen, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Wegen des Gewitters kam es verschiedentlich auch zu Bränden. In Muolen SG löst ein Blitzschlag einen Dachstockbrand aus. Im Oberwallis wurden wegen Blitzen am Mittwoch mindestens acht Feuerwehreinsätze ausgelöst. Unter anderem dank des schnellen Einsatzes von Helikoptern konnten diese beginnenden Waldbrände noch im Keim erstickt werden.

Das Unwetter, das am Nationalfeiertag über das Land zog, hat auch die weltweit grösste Schweizer Fahne beschädigt: Gemäss verschiedenen Medienberichten hat die Fahne am Säntis den Winden nicht standgehalten und ist zerrissen – das dritte Mal in Folge.

Es bleibt dennoch trocken

Die herrschende Trockenheit haben die Gewitter vom 1. August aber nicht beendet: Damit sich daran etwas ändert, «bräuchte es deutlich mehr und vor allem flächige Niederschläge», heisst es bei Meteo Schweiz.

Derartige Niederschläge stehen gemäss aktuellen Wetterprognosen in den nächsten Tagen aber nicht an. Es soll, trotz einigen möglichen isolierten Schauern, weiterhin meist sonnig und heiss bleiben.

(sda)

In Basel verformen sich die Gleise

Die Hitze setzt auch den Gleisen auf dem ÖV-Netz in Basel zu. Bei so hohen Temperaturen sind Gleisverwerfungen bei Schotterfahrbahnen mit verschweissten Gleisen eine relativ häufige Erscheinung, schreiben die BVB auf Facebook. Normalerweise werden solche Verwerfungen vermieden, indem die Gleise neutralisiert werden, das heisst, auf eine mittlere Temperatur justiert. Bei einer solchen Hitze ist das aber nicht mehr möglich.

Um dem Problem entgegenzuwirken, haben die BVB im Bereich Jakobsberg einen Versuch gestartet. Dort wurden zweimal 120 Meter Gleis mit weisser Farbe bestrichen. Sie soll helfen, die Gleistemperatur tiefer zu halten und dadurch Verformungen zu minimieren. Erste Erfolge wurden bereits verzeichnet. Für Fahrgäste bestehe zu keiner Zeit Gefahr.

(Bild: Facebook/Basler Verkehrsbetriebe) 

45 Meldungen wegen Verstössen gegen Feuerverbot

In einer Medienmitteilung bedankt sich der Krisenstab Baselland, die Polizei und die Feuerwehr bei der Baselbieter Bevölkerung für das Verständnis und die Disziplin im Zusammenhang mit dem Feuer- und Feuerwerksverbot. Trotzdem knallte es im Baselbiet vielerorts. So gingen bei der Polizei 45 Meldungen wegen Verstössen gegen das Feuerverbot ein. Es seien mehrere Personen verzeigt worden.

Die Situation sei noch nicht entschärft. Das absolute Feuerverbot gelte bis auf Widerruf.

19'000 Blitze über der Schweiz

Gestern Abend entluden sich gemäss MeteoNews 19’037 Blitze über der Schweiz. In der Ostschweiz und im Wallis hat es am heftigsten geblitzt.

Wetter zeigt sich heute ruhiger

Überschwemmungen in der Ostschweiz nach heftigen Gewittern

Die Gewitter zogen am Nachmittag und Abend über die Ostschweiz. Laut SRF Meteo kam es zu heftigen Sturmböen. In Altenrhein SG etwa wurden demnach Winde von bis zu 118 Kilometern pro Stunde registriert. Dabei stürzten in den Kantonen St. Gallen und Thurgau Bäume um, Keller liefen mit Wasser voll und Strassenabschnitte wurden überspült. Personen kamen nach ersten Erkenntnissen keine zu Schaden.

Im Kanton St. Gallen mussten die Rettungskräfte an rund 300 Einsätze ausrücken, wie das «St. Galler Tagblatt» unter Berufung auf die Polizei berichtete. Ein Polizeimitarbeiter bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in der Nacht mehrere Einsätze. Weitere Angaben machte er nicht.

Musikfestival evakuiert

In Muolen SG brannte laut Medienbericht der Dachstock eines Hauses aus. Nach ersten Erkenntnissen habe ein Blitz eingeschlagen. In Arbon TG am Bodensee wurde das das Gelände des Open Airs «Heizwerkfestival» geräumt. Grund waren Sturm und Regen, wie die Organisatoren auf Facebook mitteilten. Unter anderem hätte die Band Züri West auftreten sollen.

Die Niederschläge führten an mehreren Orten zu Verkehrsbehinderungen. Im Kanton Graubünden ging am Flüelapass zwischen Davos und Susch im Unterengadin eine Schlammlawine nieder und verschüttete die Strasse, wie das Tiefbauamt mitteilte. Die Strasse über den Gebirgspass bleibt mindestens bis Donnerstagmorgen gesperrt.

Tropfen auf den heissen Stein

Im Kanton St. Gallen wurde die Autobahn A13 bei St. Margrethen überflutet. Die Strasse war über Stunden in beide Richtungen gesperrt. Am frühen Donnerstagmorgen konnte der Verkehr wieder rollen, wie die Polizei mitteilte.

Die teils lokal heftigen Gewitter änderten nichts an der Dürre. Sie waren nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein. Um die Auswirkungen der Trockenheit nachhaltig zu mildern, bräuchte es flächendeckende und vor allem längere Niederschläge, wie Markus Kägi von MeteoSchweiz gegenüber Keystone-SDA sagte. «Am Mittwoch regnete es teils zwar intensiv, aber nur punktuell und nirgends über eine längere Zeit», sagte der Meteorologe.

Gewitter vom 1. August nur ein Tropfen auf heissen Stein

Um die Auswirkungen der Trockenheit nachhaltig zu mildern, bräuchte es flächendeckende und vor allem längere Niederschläge, wie Markus Kägi von MeteoSchweiz gegenüber der Agentur Keystone-SDA sagte. «Am Mittwoch regnete es teils zwar intensiv, aber nur punktuell und nirgends über eine längere Zeit», sagte der Meteorologe.

Der Schwerpunkt der Gewitter lag am frühen Nachmittag im westlichen Berner Oberland. Anschliessend verschoben sich die Niederschläge nach Osten in Richtung zentrale und östliche Voralpen. Weitere Gewitterzellen gab es im Jura und im Wallis. Gegen Abend breiteten sich einzelne Gewitter auch in Richtung Flachland aus.

Schwül-heisse Aussichten

Die vereinzelten Niederschlägen brachten aber nur vorübergehende Abkühlung. Denn laut MeteoSchweiz wird es in der Schweiz auch in den nächsten Tagen bis zum Wochenende hin verbreitet über 30 Grad heiss. Und weil die Luft feuchter wird, empfinden wir die Temperaturen als deutlich unangenehmer.

Ab Mitte nächster Woche ist die Wetterentwicklung laut Meteorologen noch unsicher. Flächendeckender und anhaltender Regen ist jedoch weiterhin nicht in Sicht. Die Trockenheit und die Waldbrandgefahr dürften sich also weiter zuspitzen.

Tropennacht nach Hitzerekord

In der Schweiz waren am Dienstag vielerorts die Hitzerekorde dieses Jahres gefallen. Das Thermometer stieg an mehreren Orten auf knapp 36 Grad. In Sitten wurde mit 35,9 Grad die höchste Temperatur gemessen.

Am Mittwoch wurde es zwar nicht ganz so heiss. Dafür dürften viele Schweizerinnen und Schweizer wegen einer neuerlichen Tropennacht schlecht geschlafen haben. Die Temperaturen sanken in der Nacht stellenweise nicht unter 23 Grad, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte.

Spitzenreiter in Sachen mangelnder Abkühlung war Vevey VD, wo das Thermometer in der Nacht nicht unter 23,3 Grad sank. Auch die Einwohner von Neuhausen am Rheinfall SH dürften sich bei 23 Grad über die mangelnde Nachtkühle beklagt haben. Meteorologen sprechen von einer Tropennacht, wenn die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken.

Feuerverbote missachtet

In der Ostschweiz hielten sich Unbekannte am Dienstag nicht an das strikte Feuerverbot. Im Kanton Glarus gab es einen Flurbrand, im Kanton Appenzell-Innerrhoden fing ein Baum Feuer. Zu den Bränden führte Unachtsamkeit: In beiden Fällen waren ungenügend gelöschte Feuerstellen die Ursache.

Den Brand in einem Berggebiet bei Ennenda GL konnte die Feuerwehr Glarus mit Unterstützung eines Helikopters löschen. Das Wasser dazu entnahm sie der Linth. Vor Ort mussten die Löschkräfte vier Bäume fällen.

Auch im Kanton Appenzell-Innerrhoden konnte mit dem Umsägen eines Baums ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden. Ein Alpsenn fällte auf der Alp Chlus eine brennende Föhre mit einer Motorsäge. Die Feuerwehr bot einen Helikopter auf und transportierte mit acht Flügen je 1000 Liter Wasser vom Seealpsee zur Brandstelle.

(sda)

Gewitter in Sicht

Heute Abend könnte es in der Schweiz so richtig krachen. Es dürften sich mehrere Gewitterzellen über dem Land entladen. Betroffen sind gemäss Meteo News vor allem die Alpenregion, das Berner Oberland und das Mittelland bis zum Grossraum Zürich. Obwohl es in diesen Gebieten auch Niederschlag geben könnte, wir das die Trockenheit noch nicht entschärfen.

Bereits am späten Nachmittag berichten gemäss «20 Minuten» Leser von Hagel und Starkregen im Berner Oberland.

 

 

 

Temperatur steigt in Südkorea auf Rekordwert von mehr als 40 Grad

Auch Südkorea ächzt seit mehr als zwei Wochen unter extremer Sommerhitze. Mit 41 Grad wurde am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Hongcheon im Nordosten die bisher höchste Temperatur im Land seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren gemessen.

Das berichtete der südkoreanische Radiosender KBS unter Berufung auf das Wetteramt. Damit sei der Rekordwert für die koreanische Halbinsel aus dem Jahr 1942 übertroffen worden, als die Temperaturen in der Stadt Daegu 40 Grad erreicht hätten.

In Seoul stieg am Mittwoch das Quecksilber auf 39,6 Grad – das bedeutete ebenfalls einen Rekordwert für die Hauptstadt. Die Wetterexperten rechneten damit, dass es vermutlich bis zum Freitag extrem heiss sein wird.

Fast das ganze Land im Nordosten von Asien ist von der Hitzewelle betroffen. Selbst in der Nacht gehen die Temperaturen derzeit nur geringfügig auf unter 30 Grad zurück, so dass die Koreaner «tropische Nächte» erleben.

Die Hitzewelle setzte in diesem Jahr nach dem Ende der Regenzeit am 11. Juli ein. Die Regensaison endete in diesem Jahr früher als gewöhnlich.

(sda)

Tropennacht liess die Schweiz schwitzen

Damit ist das Kriterium einer Tropennacht weitherum erfüllt, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte. Spitzenreiter in Sachen mangelnder Abkühlung war Vevey VD, wo das Thermometer in der Nacht nicht unter 23,3 Grad sank.

Auch die Einwohner von Neuhausen am Rheinfall SH dürften sich bei 23 Grad über die mangelnde Nachtkühle beklagt haben. Im Tessin blieb die Quecksilbersäule in Locarno-Monti und Lugano bei 22,9 Prozent stehen. Über 22 Grad massen auch Männedorf ZH und Lausanne. Basel Chrischona kratzte mit 21,9 Grad diese Marke gerade noch. Gleich warm blieb es in Mühleberg BE und Evionnaz VS.

Auch in Basel blieb es 21,7 Grad warm

In Basel blieb es 21,7 Grad warm, auf dem Bantiger bei Bern 21,2 Grad. In Mümliswil SO verharrte das Thermometer während der Nacht bei 20,9 Grad. Meteorologen sprechen von einer Tropennacht, wenn die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken.

Wie Meteonews weiter mitteilte, sollte es am Mittwoch gewittrig werden. Als Alternativprogramm zu den vielerorts verbotenen Feuerwerken sollte der Nationalfeiertag am Nachmittag und am Abend mit Blitz, Donner, Hagel und Sturm aufwarten.

Gewitter könnten für Abkühlung sorgen

Neben Sonnenschein soll es heute auch dichtere Wolken geben. Gegen Abend könnte auch im Flachland Gewitter für Abkühlung sorgen.

Schweizer Hitzesommer kratzt an 36-Grad-Marke

In der Schweiz sind am Dienstag vielerorts die Hitzerekorde dieses Jahres gefallen. Das Thermometer stieg an mehreren Orten auf knapp 36 Grad. In Sitten wurde mit 35,9 Grad die höchste Temperatur gemessen.

Verbreitet am heissesten wurde es aber im Kanton Aargau in der Region um Beznau, Leibstadt und Würenlingen mit 35,8 Grad, wie Meteoschweiz-Meteorologe Roland Mühlebach der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Weiter kein Regen

In den nächsten Tagen dürfte es nach Angaben von Meteoschweiz nicht mehr ganz so heiss werden. Die Temperaturen dürften am 1. August zunächst um etwa 1 Grad, am Donnerstag um 2 bis 3 Grad sinken. Die Gewitterneigung nimmt in den Bergen und lokal im Flachland zu.

Am Freitag und am Wochenende steigen die Temperaturen dann wieder leicht an. Und auch in der nächsten Woche erwarten die Meteorologen weiter über 30 Grad. Der dringend nötige flächendeckende und längere Regen ist weiterhin nicht in Sicht. Die Trockenheit dürfte sich also verschärfen.

Laser-Show und LED-Lampions statt Feuerwerk im Aargau

Die anhaltende Trockenheit hat Auswirkungen auf die 1.-August-Feiern in Baden und Bremgarten: Die Gemeinden passen aufgrund des absoluten Feuer- und Feuerwerksverbots im Kanton Aargau ihre Feierlichkeiten an – mit Laser-Show und LED-Lampions.

Da die Kerzen für Lampions nicht erlaubt sind, sollen die Kinder am Kinderumzug vom Mittwochabend in Baden LED-Lampions mitbringen, damit es trotzdem ein schönes Lichtermeer gibt. Für alle, die keine LED-Lampions zuhause haben, ist ebenfalls gesorgt: Die Stadt wird ein Kontingent vor Ort haben, «damit alle am Umzug teilnehmen können», sagt die Stadt Baden.

Keine Trinkwasserknappheit trotz Trockenheit
Hält die Dürreperiode noch länger an, wird das Grund- und Quellwasser vielerorts knapp. Trotzdem muss sich die Schweizer Bevölkerung keine Sorgen um das Trinkwasser machen. Wasserkorporationen sorgen dafür, dass der kostbare Rohstoff nicht versiegt.
Hitzewarnstufe 4 im Tessin

Vorarlberger Kirchen laden zur Auszeit in der kühlen Oase

In insgesamt 24 Kirchen verteilt über ganz Vorarlberg haben Mesner in den vergangenen Tagen die Temperatur gemessen. Diese wurden nun in eine virtuelle Karte übertragen und sind im Internet abrufbar.

Die Rangliste der kühlsten Kirchen führt die Wallfahrtskirche Basilika in Bildstein mit 15 Grad Celsius an. Aber auch in Kirchen in Dornbirn, Laterns, Bürs und vielen weiteren Orten bleibt die Temperatur trotz der Hitze im Freien bei angenehmen 20 Grad, teilte die Diözese am Dienstag mit.

Für die Auszeit in der kühlen Oase empfiehlt die Diözese: «Den Blick schweifen lassen, hinsetzen, in einem Buch blättern, die Gedanken von der Leine lassen – und auch ein kurzes Gebet ist nicht verboten.»

(sda)

Abkühlung in Sicht

Zurzeit bringen Temperaturen von bis zu 36 Grad die Bevölkerung zum Schwitzen. Ende nächste Woche sind es «nur» noch 30 Grad.

Zürcher Polizeihunde tragen Schuhe wegen der Hitze

ie Spezialisten des Diensthunde-Kompetenz-Zentrums haben während ihrer aktuellen Patrouillen die Hundehalterinnen und Hundehalter im Blick und weisen sie auf die hohen Asphalttemperaturen hin. Sie empfehlen die einfache 5-Sekunden-Regel: Handrücken für fünf Sekunden auf den Asphalt – zu heiss? Dann die Strecken meiden oder die empfindlichen Hundepfoten schützen.

Bei einer Lufttemperatur von 30 Grad beträgt die Temperatur auf dem Asphalt 50 bis 55 Grad, wie die Stadtpolizei in einem Facebook-Eintrag schreibt, über den das Nachrichtenportal Nau.ch am Dienstag berichtete.

(Bild: Stadtpolizei Zürich)

«Heisse Tipps für coole Hunde»

Doch nicht nur heisse Pfoten machen den Vierbeinern zu schaffen. Weil Hunde ihre Körpertemperatur nur durch Hecheln regulieren können, besteht die Gefahr, dass die derzeitigen Temperaturen rasch zu einer Überhitzung führen. Das Veterinäramt des Kantons Zürich gibt daher in einem Merkblatt «heisse Tipps für coole Hunde».

Wichtig ist ausreichend Wasser. Hunde sollten jederzeit trinken können, auch bei längeren Spaziergängen oder Aufenthalten in der Stadt. Beim Spielen in Seen oder Bächen können sich die Vierbeiner abkühlen.

Neben Wasser hilft auch Schatten gegen Überhitzung. Daher sollten Hunde im Wald oder im schattigen Park ausgeführt werden. Auch das Ausruhen auf kühlen Flächen, wie beispielsweise Fliesenböden, hilft den Tieren. Für ausgedehnte Spaziergänge sollten die kühleren Morgen- und Abendstunden genutzt werden.

Und schliesslich warnt das Veterinäramt vor der «Autofalle». Hunde dürfen bei den aktuellen Temperaturen nicht im Auto geparkt werden – auch nicht für kurze Zeit. Ein heruntergekurbeltes Fenster genügt nicht, um den Innenraum zu kühlen. Auch in Parkhäusern und Tiefgaragen kann es rasch warm um stickig werden, so dass Hunde ihre Körpertemperatur nur schwer regulieren können.

(sda)

Das Feuerwerk am Rhein findet definitiv

Die heutige Bundesfeier in der Stadt Basel muss nicht ohne Feuerwerk auskommen. Dieses findet definitiv statt, heisst es auf Facebook.

Bettingen sagt Feuerwerk ab

Auch die Gemeinde Bettingen informierte am Dienstagmorgen, dass das geplante Feuerwerk aus Sicherheitsgründen abgesagt wird. Man will aber Vulkane in einem sicheren Rahmen anzünden. Die sonstigen Festivitäten seien nicht gefährdet.

Temperaturen steigen weiter

Nach einer tropischen Nacht ist immer noch keine Abkühlung in Sicht. In leicht erhöhten Lagen sank die Temperatur nie unter 20 Grad. Auch am Dienstag wird es wieder sonnig und heiss mit Temperaturen von 31 bis 36 Grad.

Die Hitzewelle soll voraussichtlich mindestens bis am Samstag andauern. Nicht für alle Menschen ist das ungefährlich.

Die Fische in der Region müssen vor der Hitze gerettet werden
Der Telebasel Newsbeitrag vom 30. Juli 2018
Aufruf: Badeverzicht in Abschnitten von Birs und Wiese

Das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Basel-Stadt, bittet die Bevölkerung in bestimmten Abschnitten von Wiese und Birs nicht zu baden, dies zum Schutz von Wärme bedrohter Fische.

Folgende Flussabschnitte sind betroffen:

  • Birs, von der Zürcherstrasse bis Redingbrücke
  • Wiese, von der Freiburgerstrasse bis Wehr Schliesse
Stadtgärtnerei warnt vor abbrechenden Ästen

Wie die Stadtgärtnerei Basel-Stadt in einer Medienmitteilung schriebt, setzt die Trockenheit auch den Bäumen in den Basler Parkanlagen zu. Viele Bäume würden mit Blätterabwurf auf die Hitze reagieren. Durch ungenügende Wasserzufuhr kann es jedoch auch bei scheinbar gesund aussehenden Bäumen zu plötzlichen Astabbrüchen kommen. Der längere Aufenthalt unter grossen Bäumen sollte daher vermieden werden. In den Grünanlagen verweisen Warnschilder zusätzlich auf das Risiko.

Absolutes Feuerverbot im Kanton Basel-Landschaft

Die Waldbrandgefahr wird auf die höchste Stufe gehoben. Im ganzen Kanton Baselland gilt ein absolutes Feuerverbot im Freien und somit auch ein Feuerwerksverbot:

(Beitrag in den Telebasel News vom 30. Juli 2018)
Trinkwasser ist genügend vorhanden

Trotz der extremen Hitze und der anhaltenden Trockenheit berichten die IWB, dass die Wasserversorgung während der Hitzetage gesichert sei. Die Hauptquelle Rhein führe genügend Wasser um 250’000 Menschen in der Region mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Absolutes Feuerwerksverbot in Oberwil

Auch die Gemeinde Oberwil hat aufgrund der momentanen Wetter- und Temperaturverhältnisse beschlossen für das gesamte Gemeindegebiet von Oberwil am 31. Juli und 1. August ein absolutes Feuerwerksverbot zu erlassen.

Kanton Aargau spricht Absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot aus

Neu gilt für den Kanton Aargau die Gefahrenstufe 5 von 5 der Waldbrandgefahr.  Höhen- und 1.-August-Feuer wurden verboten.

Migros Basel verkauft kein Feuerwerk

Während viele Gemeinden ein Feuer- und Feuerwerksverbot erlassen haben, reagiert auch die Genossenschaft Migros Basel. «Aufgrund der andauernden Hitze und Trockenheit, hat sich die Genossenschaft Migros Basel am Freitag entschieden auf den Verkauf von Feuerwerk zu verzichten», heisst es auf Anfrage von Telebasel. Kundinnen und Kunden, die letzte Woche Feuerwerke in einer Migros Filiale gekauft haben, könnten diese gegen Vorweisen der Quittung zurückbringen.

Feuerwerk auf dem Bruderholz findet nicht statt

Diverse Gemeinden haben bereits ein Feuerwerksverbot erlassen. Jetzt trifft es auch die offizielle Bundesfeier auf dem Bruderholz. Das traditionelle Feuerwerk auf dem Bruderholz findet nicht statt. «Das abschliessende Feuerwerk, das Höhenfeuer und die privaten Feuerplätze sind aufgrund der extremen Hitze und Dürre abgesagt», schreiben die Verantwortlichen auf der Homepage.

Der Beschluss sei definitiv. Er erfolgte am Montag nach der Begehung des Festareals zusammen mit der Stadtgärtnerei, heisst es in einer Mitteilung. Der Rasen sei völlig ausgetrocknet und grossflächig gelb. Auch mit Schnitt und Bewässerung werde er nach Ansicht der Stadtgärtnerei nicht genügend resistent gegen Feuer sein. Es gebe zwar kein amtliches Feuerverbot, jedoch sei es für das OK ein Gebot der Vernunft, die Expertise der Gärtnerei ernst zu nehmen.

Bundesfeier am Rhein findet statt

Laut den letzten Informationen würde die Bundesfeier am Rhein stattfinden, schreibt der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite.

Schiffe können in Birsfelden nicht mehr anlegen

Der Wasserpegel im Rhein ist mit 525 Zentimeter ausnehmend tief, schreibt die «bz Basel». Gemäss dem Direktor der Basler Personenschifffahrtsgesellschaft (BPG), Peter Stalder, könne man die Anlegestelle Birsfelden wegen fehlender Wassertiefe nicht mehr anfahren. Andere Haltestellen seien bisher noch nicht gefährdet. Bisher sei dieses Phänomen bis 2015 nur im Winter aufgetreten. Wegen der anhaltenden Trockenheit nehme der Strom des Rheins ab und der Pegel sinke jeden Tag um wenige Zentimeter.

Immer mehr Gemeinden verzichten auf Feuerwerk

Gibt es am 1. August tatsächlich kein Feuerwerk? Immer mehr Gemeinden sprechen absolute Feuer- und Feuerwerksverbote aus:

  • Bennwil
  • Hölstein
  • Lampenberg
  • Niederdorf
  • Frenkendorf und Füllinsdorf
  • Gelterkinden
  • Allschwil
  • Therwil
Glutofen Basel

Das Schwitzen geht weiter. SRF Meteo erwartet für heute in Basel Höchsttemperaturen von 35 Grad.

Am Morgen um 5:45 Uhr war es noch angenehm kühl bei 19 Grad.

(Bild: Telebasel) 

 

Verzicht auf Feuerwerk und Höhenfeuer

Das Feuerwerk am 31. Juli und am 1. August ist nur mit bestimmten Auflagen erlaubt. So muss Feuerwerk mit einem Mindestabstand von 200 Metern zum Wald und Waldrändern gezündet werden und das nur auf nicht brennbaren Flächen, wie zum Beispiel auf Kiesplätzten oder geteerte Parkplätzen.

Auch Höhenfeuer sind nur in einem Mindestabstand von 200 Metern zum Wald und Waldrändern erlaubt. Trotzdem stellen sich viele die Frage, ob es nicht sicherer wäre, auf Feuerwerk komplett zu verzichten.

Hier finden Sie einen Überblick über die Verbote.

 

Hitze-Warnung für Basel

MeteoSchweiz gab heute für die Regionen Basel, Genf und das Genfersee-Gebiet sowie das Rhonetal im Wallis und das Tessin Hitze-Warnungen aus. In diesen Gebieten dürften die Temperaturen bis 35 Grad steigen, bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 50 Prozent.

Keine Schauer in Sicht

Die Trockenheit in der Schweiz dauert an und wird sich in den kommenden Tagen vielerorts noch verschärfen. Zusammen mit den ausgesprochen hohen Temperaturen von 30 bis 35 Grad werde sich die Trockenheit in den kommenden Tagen vielerorts weiter verschärfen, schreibt SRF Meteo. Es würden sich meist nur über den Bergen isolierte Schauer oder Gewitter entwickeln. Im Mittelland und auch im Mittel- und Südtessin seien bis auf weiteres keine nennenswerten Schauer zu erwarten.

Ein ausgetrockneter Abschnitt des Flusses Emme. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Auf Gesuch von Sennen flog die Schweizer Luftwaffe in den Kantonen St. Gallen, Appenzell-Innerrhoden und Glarus seit dem 20. Juli bereits fünf Helikopter-Einsätze mit Wasser für ausgetrocknete Abschnitte in den Alpen, wie ein Sprecher des VBS einen Bericht in der NZZ am Sonntag bestätigte. Vorgesehen seien zwei weitere Flüge in den kommenden Tagen.

Nullgradgrenze steigt auf 4500 Meter

Der Regen war wirklich nur von kurzer Dauer. Heute werden schon wieder Temperaturen bis 34 Grad erwartet. Und auch die Aussichten sind nicht verheissungsvoll. Der 1. August könnte der heisseste Tag des Jahres werden.

Ein Tropfen auf den heissen Stein

Auch die heutigen Niederschläge habe nicht viel an der Trockenheit geändert:

Mullern, La Dôle und Ehrendingen mit dem meisten Regen

Regen und Gewitter bringen etwas Abkühlung

Am Samstag wird es nicht mehr ganz so heiss wie in den letzten Tagen.

Es ist mit Gewittern zu rechnen:

Hitzewelle erreicht Höhepunkt - 35 Grad im Wallis

Die Hitzewelle in der Schweiz hat am Freitag ihren Höhepunkt erreicht. Im Wallis kletterte das Thermometer am Nachmittag bis auf 35 Grad. Noch nie war es in diesem Sommer hierzulande wärmer.

Bis am frühen Abend könne es sogar noch eine Spur heisser werden, schätzt SRF Meteo. Am Donnerstag hatte es mit einem Spitzenwert von 34,8 Grad noch knapp nicht gereicht, um die 35-Grad-Marke zu knacken.

Basel mit 33,6 Grad

Doch nicht nur im Wallis war es am Freitag heiss. In allen Gegenden der Schweiz wurden Hitzewerte von 30 Grad oder mehr erreicht. In der Nordwestschweiz lagen die Temperaturen bei 33 Grad, rund 32 Grad gab es in Chur. In Basel wurden laut meteoschweiz um 16 Uhr 33,6 Grad gemessen. In den Tessiner Tälern wurde 31 bis 32 Grad verzeichnet.

(Grafik: Screenshot meteoschweiz)

Am Samstag dürfte es laut SRF Meteo zwar etwas weniger heiss werden, dafür schwül. Grund dafür sind teilweise kräftige Gewitter, die am Nachmittag niedergehen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 27 und 30 Grad. (sda/mbr)

Allschwiler Gemeinderat verzichtet auf das offizielle Feuerwerk an der Bundesfeier

Der Allschwiler Gemeinderat schreibt in einer Medienmitteilung, dass auf das offizielle Feuerwerk an der Bundesfeier auf der Läubern verzichtet wird. Dies «unter Berücksichtigung der angespannten Situation betreffend Trockenheit», heisst es weiter. Im Siedlungsgebiet hingegen sei das Abbrennen von Feuerwerkskörpern unter Einhaltung der kantonalen Vorgaben und der nötigen Sorgfaltspflicht erlaubt.

Tipps und Tricks für die heissen Tage

Steigt das Quecksilber auf über 30 Grad kann der Körper schon mal schlapp machen. Obwohl der Sommer noch so schön ist sind hohe Temperaturen nicht jedermanns Sache. Zurzeit hat die Hitzewelle die Region fest im Griff.

Hier finden Sie ein paar kleinen Tipps und Tricks, mit denen tropische Tage und Nächte doch etwas erträglicher werden.

 

Absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot in Therwil

Aufgrund der extremen Trockenheit und der Wetterprognosen der nächsten Tage hat der Gemeinderat beschlossen, für das gesamte Gemeindegebiet von Therwil ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot zu erlassen. Das schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Dieses Verbot gelte ab sofort bis auf Widerruf.

AKW Mühleberg drosselt Leistung

Die hohen Temperaturen wirken sich jetzt auch auf das Kernkraftwerk Mühleberg aus. Das wird nämlich seit Anfang Woche nur noch mit reduzierter Leistung betrieben. Das passiert dann, wenn das Wasser der Aare auf über 20,5 Grad steigt. Das Wasser wird zur Kühlung verwendet. Bereits am 5. Juli musste das AKW wegen hohen Temperaturen die Leistung drosseln.

Die Hitze hat bis jetzt aber noch keine Auswirkungen auf die Produktion im KKW Beznau.

Wasserschale rettet Igel und Vögel vor dem Verdursten

Pfützen und kleine Wasserstellen sind ausgetrocknet. Igel, Vögel und andere Kleintiere finden daher kaum noch Wasser und drohen zu verdursten. Tierschützer rufen dazu auf, Wasserschalen in Gärten und Grünanlagen aufzustellen.

Dabei gilt es einiges zu bedenken. So sollte die Tränke möglichst flach sein, damit die Tiere nicht hineinfallen und ertrinken können. Ausserdem muss das Wasser regelmässig gewechselt und das Gefäss sauber gehalten werden, wie Helen Sandmeier vom Schweizer Tierschutz STS sagt. Die Tränke sollte möglichst an einem schattigen, ruhigen Ort platziert werden.

 

 

(Bild: Keystone) 

Damit Igel nicht in Gartenteichen ertrinken, wenn sie daraus ihren Durst löschen wollen, können an steil abfallenden Ufern Kletterhilfen angebracht werden. Tiere, die ins Wasser fallen, schaffen es dann aus eigener Kraft ins Trockene.

Temperaturen über 45 Grad: Hitze-Notstand in Mexiko

Wegen einer Hitzewelle mit Temperaturen von örtlich mehr als 45 Grad hat Mexiko für mehr als 640 Städte und Gemeinden den Notstand erklärt.

Damit ermöglichte das Innenministerium den betroffenen Orten nach eigenen Angaben am Donnerstag Zugang zu einem Sonderfonds, um auf hitzebedingte Notfälle zu reagieren und Dinge wie Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung zu sichern.

In der Stadt Mexicali im Bundesstaat Baja California starben sieben Menschen. Sechs von ihnen erlitten einen Hitzschlag, ein weiterer starb an Erschöpfung, wie der Direktor der Epidemiologie-Behörde von Baja California, Néstor Hernández, dem Sender Televisa sagte.

Die Hitzewelle hatte am Montag begonnen. Das Wetter sollte aber in der Nacht zum Freitag etwas kühler werden. Betroffen waren Städte und Gemeinden in 24 der 32 Bundesstaaten Mexikos.

Feuerverbot nun auch im Kanton Zürich

Nach zahlreichen anderen Kantonen hat nun auch Zürich ein Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe. Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für Höhenfeuer, wie sie am 1. August gerne angezündet werden, sowie für bestehende Feuerstellen auf Picknickplätzen.

Für kontrollierte Grillfeuer im Garten oder auf der Terrasse gilt das Feuerverbot hingegen nicht, teilte der Kanton am Freitag mit.

Das Abbrennen von Feuerwerk am 1. August ist gemäss Mitteilung erlaubt. Die Behörden rufen aber zu sorgfältigem Umgang auf. Besonders zu beachten sei, dass ein Sicherheitsabstand von 200 Metern zu Wäldern eingehalten werde.

Das Verbot werde erst nach ergiebigen, flächendeckenden Niederschlägen wieder aufgehoben. Die Gemeinden könnten zudem auf ihrem Gebiet jederzeit noch schärfere Verbote anordnen.

Niedrigwassersituation spitzt sich weiter zu

Seit Messbeginn 1864 fiel in der Schweiz in der Periode von April bis Juli nur in drei Jahren weniger Regen als in diesem Jahr, wie MeteoSchweiz in seinem Klimablog schreibt. Vielerorts fehlten die Niederschlagssummen von rund zwei Monaten.

Zum fehlenden Regen gesellt sich die Hitze, die ebenfalls ausschlaggebend ist für die herrschende Trockenheit. Im zentralen und östlichen Mittelland habe sich die bestehende Niedrigwassersituation verschärft, sagte Markus Künzi, Mitarbeiter der Abteilung Hydrologie des Bundesamtes für Umwelt (Bafu), auf Anfrage von Keystone-SDA.

Sehr tiefe Pegel

Von einer Niedrigwassersituation wird gesprochen, wenn die Wasserstände der Gewässer verglichen mit früheren Messungen verbreitet sehr tief sind. «An vielen Flüssen werden derzeit Abflussmengen gemessen, wie sie statistisch gesehen nur alle zwei bis fünf Jahre auftreten», erklärte Künzi weiter.

Nicht nur kleinere und mittlere Bäche und Flüsse seien von tiefen Abflüssen betroffen. Auch bei grösseren Flüsse wie Thur, Limmat, Aare, Rhein, Ticino und Reuss liegen die registrierten Abflussmengen nahe oder teils auch unterhalb der langjährigen saisonalen Tiefstständen. Bei der Thur etwa seien die Abflüsse in diesem Monat so tief wie seit Juli 1949 nicht mehr.

Von den tiefen Wasserständen betroffen sind auch grössere Seen in der Zentral- und Ostschweiz. Auf sehr tiefen Niveaus liegen derzeit etwa die Pegel von Walen- und Zürichsee. Im Boden-, Vierwaldstätter- und Zugersee waren die Wasserstände zuletzt im Juli 1949 so tief wie heute.

Tiefe Grundwasserstände

Wegen der deutlich unterdurchschnittlichen Niederschläge der letzten Monate gingen laut Künzi auch die Grundwasserstände und Quellabflüsse stetig zurück. Im Zuge der Trockenheit seien derzeit normale bis zunehmend tiefe Grundwasserstände und Quellabflüsse mit sinkender Tendenz zu verzeichnen.

Durchschnittliche Wasserstände würden derzeit noch bei den regulierten Seen gemessen. Dazu gehören etwa der Thunersee, der Lago Maggiore oder die Jurasüdseen. Hochalpine Flüsse wiesen aufgrund intensiver Gletscherschmelze gar steigende Abflüsse auf.

Eine Verbesserung der Situation ist laut Künzi nicht in Sicht. «Die Niedrigwassersituation wird sich in den kommenden Tagen weiter akzentuieren», sagte er. An den Seen würden stabile oder leicht sinkende Pegelstände erwartet. Da habe auch die für das Wochenende erwartete Störung keinen wesentlichen Einfluss.

(sda)

Hier gibt's Abkühlung

Mash vom 26. Juli 2018.

Temperaturen über 40 Grad in Mexiko, Pelikane erleiden Hitzschlag

Eine Hitzewelle in Mexiko macht nicht nur den Menschen zu schaffen: In der Stadt Mexicali wurden mehrere Pelikane mit Anzeichen eines Hitzschlags gefunden, wie die Zeitung «Milenio» am Donnerstag berichtete. Die Tiere seien dehydriert, schwach und verwirrt gewesen, erklärte die Bundesbehörde für Umweltschutz des lateinamerikanischen Landes.

Acht Pelikane wurden in den örtlichen Zoo gebracht, um sie dort aufzupäppeln, wie die Behörde mitteilte. Sie sollten später wieder freigelassen werden.

Die Temperatur um Mexicali im Bundesstaat Baja California erreichte «Milenio» zufolge teilweise bis zu 44 Grad, gefühlt lag die Temperatur sogar bei 51 Grad. Der Zivilschutz des Bundesstaats erklärte das Gebiet in der Sonora-Wüste unweit von Mexicali wegen der Hitze zur Risikozone.

Auch in elf weiteren Bundesstaaten wurden Temperaturen über 40 Grad gemessen. Die Hitzewelle soll noch bis mindestens Ende der Woche andauern.

Vielerorts bisher heissester Tag

Der Donnerstag war vielerorts in der Schweiz der bisher heisseste Tag des Jahres, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte. In Sitten, in Möhlin AG und in Cevio im Maggiatal wurde es über 34 Grad heiss. Die höchste Temperatur verzeichnete Sitten mit 34,7 Grad.

Über 33 Grad gab es an Orten im Aargau, Basel-Landschaft und Tessin sowie in Grono GR im Misox. Diese Ortschaft hält nach wie vor den Rekord bei der je in der Schweiz gemessenen Temperatur: Am 11. August 2003 wurden in Grono 41,5 Grad gemessen. In Zürich-Flughafen, Bern, Genf und Lausanne stiegen die Quecksilber auf 32 Grad und mehr. (sda)

Bundesfeier in Binningen und Sissach ohne Feuerwerk

Die Bundesfeier der Gemeinde Binningen am Mittwoch, 1. August 2018 auf der Sportanlage Spiegelfeld findet statt. Jedoch würde die Gemeinde auf ein Feuerwerk verzichten, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung.

Der Grund: «Der Kantonale Krisenstab hat heute u.a. beschlossen, dass für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zwingend ein Abstand von 200 Metern zum Wald eingehalten werden muss. Diese Vorgabe kann auf der Sportanlage Spiegelfeld nicht erfüllt werden», heisst es weiter.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Kantonalen Krisenstabs und der Waldbrandgefahrenstufe 4 (gross) gelten für Binningen bzw. für die Binninger Bevölkerung zwingend folgende Auflagen:

Das Abbrennen von Feuerwerk ist nur am 31. Juli und 1. August erlaubt.

Beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern muss zwingend ein Abstand von mindestens 200 Metern zum Wald eingehalten werden. Dazu gehören sämtliche im Ortsplan der Gemeinde Binningen mit ‚Wald‘ gekennzeichneten Flächen und Waldstücke (z. B. auch entlang dem Birsig, entlang dem Tiefengrabenweg, Spiegelfeld, Fuchshag etc.). Feuerwerke sollten nur auf festen, nicht brennbaren Flächen (z. B. Kiesplatz, geteerte Parkplätze, Mergelplätze) gezündet werden.

  • Es ist verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen. Dies gilt auch für eingerichtete Feuerstellen, sowie für selbst mitgebrachte Holz‐/Kohle‐Grills. Es ist verboten, brennende Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen.
  • Höhen‐ und 1. Augustfeuer müssen mindestens einen Abstand von 200 Meter vom Wald und sichtbarem Waldrand haben.
  • Das Steigenlassen von «Heissluftballonen / Himmelslaternen» (gekaufte oder selbstgebastelte), welche durch offenes Feuer angetriebenen werden, ist generell verboten. Behördendienste und Kommunikation Curt Goetz‐Strasse 1 4102 Binningen Bernard Keller, Leiter Stab Telefon 061 425 52 70 bernard.keller@binningen.bl.ch
  • Die Bevölkerung ist zu sorgfältigen Umgang mit Feuer im Freien (auch im Siedlungsgebiet) aufgerufen.

Auch Sissach ohne Feuerwerk an der Bundesfeier

Auch Sissach verzichtet in diesem Jahr auf ein Feuerwerk an ihrer Bundesfeier. Zudem wird es in der Gemeinde kein Höhenfeuer wie bspw. dasjenige auf der Sissacherfluh oder im Rebberg nicht geben.

Auch der Bevölkerung ist das Abbrennen eines Feuers sowie Feuerwerk gemäss den Vorgaben des Kantons untersagt. Zudem wird an die Bevölkerung appelliert «auf das Abbrennen von Feuerwerk und Feuerwerkskörpern wie insbesondere ‹Raketen› und ‹Luftheuler› auch im Siedlungsgebiet zu verzichten» heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Sissach. Zu gross sei die Gefahr, dass glühende Rückstände ein Feuer entfachen könnten.

 

Hitzewarnung für das Tessin herausgegeben

MeteoSchweiz hat eine Hitzewarnung für das Tessin herausgegeben. Das Thermometer wird dort am Samstag bis auf 33 Grad klettern. Auch im Rest der Schweiz wird es heiss in den nächsten Tagen. Der Juli 2018 dürfte damit zu den heissesten seit Messbeginn gehören.

Die erhebliche Gefahr durch die erwartete Hitzewelle gilt bis zum 2. August, wie MeteoSchweiz am Donnerstag auf seiner Internetseite schreibt. Die Temperaturen auf der Alpensüdseite dürften in den nächsten Tagen über 30 Grad steigen.

Am Samstag werden Höchstwerte von 33 Grad erwartet. Eine richtige Abkühlung bleibt auch in der Nacht aus: In erhöhten Lagen sowie in den Städten werden die Temperaturen laut MeteoSchweiz nicht unter 20 Grad sinken.

Auch auf der Alpennordseite wird es heiss in den nächsten Tagen. Allerdings wird aufgrund der trockeneren Luft die Warnschwelle nicht erreicht, wie es weiter heisst.

Für einige Messstationen wie Genf, Lugano oder Basel könne der diesjährige Juli Platz fünf der heissesten Juli-Monate seit Messbeginn erreichen, sagte Olivier Codeluppi von MeteoSchweiz gegenüber Keystone-SDA. In Sion dürfte es gar der zweit heisseste Juli seit Messbeginn werden. (sda)

Absolutes Feuerverbot im Wald

Im Wald und an Waldrändern besteht ein absolutes Feuerverbot, wie der Kantonale Krisenstab Base-Landschaft in einer Medienmitteilung schreibt. Das Abbrennen von Feuerwerk am 31. Juli/1. August ist nur mit Auflagen erlaubt.

Die Waldbrandgefahrenstufe wird auf Stufe 4 (gross) erhöht. Es ist verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen. Dies gilt auch für eingerichtete Feuerstellen, sowie für Grills aller Art. Es ist verboten, brennende Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen.

Das Verbot beinhaltet insbesondere auch das Steigenlassen von Heissluft-Ballons und Himmelslaternen (gekauft oder selbstgebastelt), die durch offenes Feuer angetrieben werden.

Eine Missachtung des Verbotes kann nach den gesetzlichen
Bestimmungen mit einer Busse bis zu 10’000.00 Franken geahndet werden. Das Verbot gilt bis auf Widerruf.

Coop und Migros verzichten teilweise auf Feuerwerksverkauf

Keine Raketen, Böller, Vulkane und Ähnliches gibt es beispielsweise bei der gesamten Migros Ostschweiz zu kaufen. Die Feuerwerke wären jetzt in die Regale gekommen, wie Mediensprecher Nico Canori auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Darauf verzichte Migros nun aber aufgrund der Situation in den Kantonen im Einzugsgebiet. Canori bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben der «Zürichsee-Zeitung».

Für die Massnahme sei das Abbrennverbot in mehreren Kantonen ausschlaggebend und auch die Wetterprognose, die keine Besserung verspreche. Sicherheit habe Vorrang. Zu Migros Ostschweiz gehören die Filialen in den Kantonen Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, den beiden Appenzell, Graubünden sowie im östlichen Teil Zürichs.

Ähnliche Massnahmen 2015

Letztmals habe es eine ähnliche Massnahme im Jahr 2015 gegeben, sagte Canori weiter. Damals hätten mehrere Filialen in Graubünden auf den Feuerwerksverkauf verzichtet.

Welche Umsatzeinbussen der Verzicht bedeutet, gibt Migros nicht bekannt. Es sei aber klar, dass vor dem 1. August eine grosse Nachfrage nach Feuerwerksmaterial herrsche, sagte Canori. Kunden reagieren laut Canori mit Verständnis darauf, dass sie bei Migros in diesem Jahr kein Feuerwerk für den 1. August kaufen können.

Auch in Coop-Filialen gibt es stellenweise kein Feuerwerk zu kaufen, wie eine Mediensprecherin auf Anfrage sagte.

Damit reagieren die beiden grössten Detailhändler der Schweiz auf die aktuelle Situation: Nebst Aargau und Appenzell Ausserrhoden haben auch zehn weitere Kantone (GR, LU, NW, OW, SG, SH, SZ, TG, UR, ZG) Feuerverbote im Wald und in Waldesnähe ausgesprochen. Absolutes Feuerverbot im Freien gilt im Tessin, im Wallis und in den Bündner Südtälern.

Die Liste der Kantone mit Feuerverboten ist länger geworden

Die Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug sowie der Kanton Schaffhausen sprachen wegen der Trockenheit ebenfalls ein Feuerverbot in Wäldern und an Waldrändern aus. Grillfeuer oder Feuerwerkskörper sind in der Zentralschweiz nur noch mit einem Mindestabstand von 200 Meter zum Wald erlaubt, wie die Kantone mitteilten. Die derzeitige Trockenheit habe zu einer erhöhten Brandgefahr in Wäldern und auf Wiesen geführt.

In den beiden Basel soll am 26. Juli entschieden werden, wie diesbezüglich vorgegangen wird.

Rekord-Umsätze für regionale Glacé-Produzenten

Bei Temperaturen von über 30 Grad läuft die Glacé-Produktion derzeit auf Hochtouren. Für Gasparini und Dream of Ice ist es ein perfekter Sommer.

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Baden ist nicht überall unbedenklich

Wer bei der Hitze die Abkühlung in einem Fliessgewässer sucht, soll sich vorsehen. Nicht überall ist die Wasser-Qualität ideal. Und in die Kategorie bester Badewasser-Qualität hat es bislang kein Fluss geschafft. Die gute Nachricht: Relativ unbedenklich ist das Baden im Rhein, Birs, Ergolz und Frenke.

Vor zwei Bächen jedoch warnen die Baselbieter Behörden: Marbach in Oberwil und Schliefbach in Therwil. Sie zählen zu den Fliessgewässern mit schlechtester Badequalität. Deren Wasser soll man keinesfalls trinken, und sich nach dem Baden Duschen. Andernfalls drohen Magen-/Darmerkrankungen oder Hautausschläge.

 

Kinderspielplatz in Muttenz gesperrt

Die Trockenheit führt dazu, dass ganze Buche absterben, oder sie Äste verlieren. So geschehen beim Restaurant Waldhaus, dem Ausflugsziel im Muttenzer Hardwald. Dort krachte gestern ein riesiger Buchen-Ast beim Kinderspielplatz zu Boden.  Revierförster Christian Kleiber liess den Kinderspielplatz sofort sperren. Es könnten noch weitere Äste runterkommen.

Die absterbenden Bäume stellen gemäss den Behörden ein zusätzliches Risiko im Zusammenhang mit der aktuellen Waldbrandgefahr dar. Gleichzeitig gehe von dürren, aber auch grünen abbrechenden Ästen eine Gefahr für Waldbesucherinnen und Waldbesucher aus.

Tropennacht in weiten Teilen der Schweiz

Die Nacht brachte in vielen Teilen der Schweiz nicht die gewünschte Abkühlung.

Erste Bäche werden abgefischt

Wegen der anhaltenden Trockenheit werden die ersten Baselbieter Bäche abgefischt: Am Dienstag haben die Verantwortlichen mit dem Eibach begonnen; am Mittwoch ist dann der Homburgerbach an der Reihe, wie bei der Jagd- und Fischereiverwaltung zu erfahren war.

Die Behörde bemüht sich, in den tieferen Stellen der Bäche die dort zusammengerückten Fische zu retten, bevor denen der Sauerstoff ausgeht und das Restwasser zu warm wird. Die Fische – primär Bachforellen – werden wie üblich in der nahen Ergolz ausgesetzt, die unterhalb Sissach dank ARA-Auslauf auch im Sommer genug Wasser führt.

Noch heisser als 2003
 Die Schweiz erlebt zurzeit die niederschlagsärmste April-Juli-Periode seit fast einem Jahrhundert. Ähnlich wenig Regen gab es letztmals 1921. Dies berichtet «Meteoschweiz».
Der aktuelle Sommer verweist das Hitzejahr 2003 zurzeit auf die Plätze. Es ist die wärmste April-Juli-Periode seit Messbeginn 1864.
Absterbende Bäume

Die anhaltende Trockenheit lässt zahlreiche Bäume in den Wäldern der Region Basel absterben. Die Behörden rufen zu Vorsicht bei Waldspaziergängen auf. Einzelne Waldgebiete sind gesperrt.

Am deutlichsten sind die Trockenheitsschäden an Buchen zu erkennen, wie das Amt für Wald beider Basel am Montag mitteilte. Abgestorben sind einzelne Bäume an trockenen Standorten aber auch ganze Baumgruppen. Betroffen in geringerem Ausmass seien zudem weitere Baumarten wie Bergahorn, Eiche oder Weisstanne.

Dass Bäume bei Trockenheit in diesem Ausmass direkt absterben sei aussergewöhnlich. Eine solch hohe Zahl absterbender Buchen wie in diesem Sommer ist gemäss Amtsleiter Ueli Meier in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht festgestellt worden.

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