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«Telebasel bi de Buure» vom 12. Juli 2018.

Baselland

Mit Whisky gegen Milchkrise

Die Milchpreise sind in den letzten 20 Jahren stetig gesunken. Um seinen Lebensstandard zu halten, braut ein Baselbieter Bauer nun Whisky. Mit Erfolg.

Konrad und Annelies Schär betreiben den Weidhof in Ormalingen. Bekannt wurden sie in der Region aber weniger aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Arbeit, sondern vielmehr wegen ihres Hochprozentigen. 50 Fässer Whisky und Rum lagern in der hofeigenen Grotte. Es ist der ganze Stolz des 55-jährigen Landwirts Konrad Schär. Angefangen hat er vor 20 Jahren mit einer Schaubrennerei. Seitdem sind die Mengen Schnaps in seinen Tanks stetig gestiegen.

«Es ist eine Durchschnittsmenge von rund 50 bis 60 Tonnen Früchte und Obst, die wir im Jahr destillieren. Unser Rekord war 80 Tonnen im Jahr 2011. Diesen Wert könnten wir auch dieses Jahr wieder erreichen», so Schär. Dabei rechnet man bei einem Ertrag von zehn Prozent trinkbaren Alkohols. Das wären in diesem Fall knapp 8’000 Liter Schnaps.

Mit Whisky gegen die Krise

Neben Obstschnäpsen und Whisky brennt Schär seit Kurzem auch Rum. Sein Augenmerk gilt aber dem Whisky. Dieser wurde letztes Jahr mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet. Das Geschäft mit den gebrannten Wassern läuft gut. «Wir machen mittlerweile rund 44 Prozent des gesamten Umsatzes auf dem Bauernhof mit der Schnapsbrennerei.»

Damit gleicht Schär die niedrigeren Einnahmen aus der Milchproduktion aus. Dort sind die Preise in den letzten 20 Jahren nämlich um knapp die Hälfte gefallen. «Ohne die Einnahmen aus der Schnapsproduktion müssten wir Angestellte entlassen und könnten unseren Lebensstandard kaum halten.»

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