Im Fame soll wieder gefeiert werden. (Symbolbild: Google Streetview)

Basel

Das Fame feiert im Herbst Wiedereröffnung

Zurzeit wird im Fall Fame gegen eine regionale Drogenbande ermittelt. Trotzdem soll der Club im Herbst seine Türen wieder öffnen.

Im Herbst soll ein neues Fame-Kapitel aufgeschlagen werden, schreibt die «bz Basel». So bestätige die Basler Versicherung einen Nachmieter gefunden zu haben. Es handle sich dabei um den Luzerner Getränkehändler Kurt Iten. Das genaue Konzept möchte dieser aber erst nach den Sommerferien bekannt geben. Man erwarte aber eine Bereicherung der Kulturstadt. Das Prekäre: Heute ist Itens Geschäft der Import türkischer Getränke. Auch seine Partner hätten eine Fame-Vergangenheit.

Drogenhandel und Geldwäscherei

Neben der angekündeten Wiedereröffnung laufen die Ermittlungen gegen eine regionale Drogenbande im Moment heiss. Im März 2018 hat die Polizei fünf Männer wegen Verdacht auf Drogenhandel und Geldwäscherei verhaftet.

Die Bande hatte rund um den geschlossenen Club Fame am Claraplatz ihr Geschäft aufgebaut. Dort wurde sie aber von einer andere Gruppe verdrängt und verlagerte deshalb alles in den Club Vice bei der Heuwaage. Bei einer Hausdurchsuchung habe man dort Anfang Jahr 130’000 Franken sichergestellt. An dem Geld haftete teilweise Kokain. Die Fahnder entdeckten ausserdem eine Agenda. Darin wurde scheinbar über einen Hasch-Handel Buch geführt.

Einzelheiten zum Verfahren

Jetzt werden sogar Einzelheiten aus dem Verfahren bekannt gemacht, schreibt die «bz Basel». Dies, weil einer der Festgenommenen ein Haftentlassungsgesucht stellte. Dagegen legt die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Auch das oberste Gericht sei gegen eine Freilassung und macht die Struktur der Bande und deren Drogenhandel öffentlich.

So seien zehn Personen involviert. Vier von ihnen befinden sich auf freiem Fuss. Laut Informationen seien zwei mit der Verteilung der Drogen beauftragt gewesen und einer als Geldkurier tätig. Erstere befinden sich im vorzeitigen Strafvollzug und sollen in den Jahren von 2014 bis 2016 vierzig Kilogramm Heroin verkauft haben.

Die Dealer bezogen ihren Stoff von der verhafteten Fame-Bande. Unter den Drogen seien gemäss Baselbieter Staatsanwaltschaft nicht nur Heroin gewesen, sondern auch Marihuana, Haschisch und Kokain. Das Heroin komme aus der Türkei, das Marihuana aus Spanien. Die Stawa bestätigt gemäss «bz Basel», dass alle fünf Verhafteten in U-Haft seien.

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