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Der Telebasel News Beitrag vom 12. Juli 2018.

Basel

90 Parkplätze sollen an der Missions- und Burgfelderstrasse verschwinden

Wegen höheren Ansprüchen an die Verkehrssicherheit sollen im Zug der Sanierung der Missions- und Burgfelderstrasse 90 Parkplätze verschwinden.

Die Tramgleise, der Strassenbelag sowie die Gas-, Wasser- und Stromleitungen in der Burgfelderstrasse, der Missionsstrasse und der Spalenvorstadt müssen saniert werden, schreiben das Basler Bau- und Verkehrsdepartement und Justiz- und Sicherheitsdepartement in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Kanton nutze deshalb diese Gelegenheit, um die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss zu verbessern.

Breitere Fahrbahnen – weniger Parkplätze

Die Missionsstrasse und die Burgfelderstrasse stellen wichtige Verkehrsachsen für Basel dar. Die parkierten Autos auf beiden Seiten der Strasse verschmälern die Fahrspur stellenweise so sehr, dass beispielsweise Rettungsfahrzeuge nicht an entgegenkommenden Trams und Lastwagen vorbeikommen. Ausweichmanöver behindern den Verkehr – gerade zu Stosszeiten würden sich Rückstaus bilden, die wiederum den Tramverkehr blockieren. Ausserdem müssen Velofahrer gefährlich nahe an parkierten Autos vorbeifahren.

Im Zug der Sanierung sollen der Verkehrsfluss verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Es brauche an den beiden Strassen deshalb breitere Fahrbahnen. Parkierte Autos versperren zudem die Sicht an vielen Kreuzungen. Ein von der Regierung vorgelegter Ratschlag, der noch vom Grossen Rat bewilligt werden muss, sehe vor, 124 Parkplätze so anzuordnen, dass alle Verkehrsteilnehmehmer weniger behindert werden und sicherer unterwegs sind. 90 bestehende Parkplätze sollen aufgehoben werden. Die aktuellen Vorgaben für Verkehrssicherheit sowie auch das Behindertengleichstellungsgesetz betreffend dem Umbau von Tramhaltestellen seien gemäss Mitteilung dabei so ausgelegt worden, dass so viele Parkplätze wie möglich erhalten bleiben.

Höhere Ansprüche an Verkehrssicherheit

In den letzten Jahren seien die Ansprüche an die Verkehrssicherheit gestiegen. Die Sicherheit habe dadurch laufend verbessert werden können. Erhebungen der Kantonspolizei würden zeigen, dass Strassenabschnitte wie der Luzernerring nach Umgestaltungen unterdurchschnittliche Unfallzahlen aufweisen.

Besonders die Sicherheit der Fussgänger, der schwächsten Verkehrsteilnehmer, stehe im Vordergrund. Daher werden die Vorgaben für die Sichtweiten für Fahrzeuglenker immer wieder angepasst. Parkierte Autos müssen deshalb heute einen viel grösseren Abstand zu Fussgängerstreifen, Einfahrten und Kreuzungen haben als früher, was zu einem Verlust von Parkplätzen führe.

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