Die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion will den Recycling-Prozess rund um den Bauschutt verbessern. (Symbolbild: Keystone)

Basel

Beide Basel planen besseres Recycling von Bauabfällen

Bauabfälle und Rückbaustoffe wie Betonabbruch, Mischabbruch oder Aushubmaterial sollen in der Region Basel verstärkt wiederverwertet werden.

Trotz des grossen Potenzials von Recyclingbaustoffen habe sich in der Region Basel bisher keine Kreislaufwirtschaft für Baustoffe durchgesetzt, teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Montag mit. Als Gründe werden etwa die günstigen Preise beim Primärrohstoff und beim Deponieraum genannt.

Recyclingbaustoffe würden zudem gegen Vorbehalte bezüglich Qualität und Preis kämpfen. Die Aufbereitung von Bauabfällen sei ausserdem anspruchsvoll. Mit der Verwendung von Recyclingbaustoffen würden jedoch natürliche Ressourcen und kostbarer Deponieraum geschont. Im Weiteren könne durch die Trennung, Behandlung und Aufbereitung von Bauabfällen eine regionale Wertschöpfung generiert werden.

Taskforce ins Leben gerufen

Kurz- bis mittelfristig soll gemäss Mitteilung die Fehlentwicklung daher korrigiert werden. Zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt und der Stadt Liestal hat der Kanton Basel-Landschaft dazu eine Taskforce «Baustoffkreislauf Region Basel» eingesetzt. Der Verband «Bauunternehmer Region Basel» unterstützt diese technisch.

Gleichzeitig will der Kanton Basel-Landschaft die Prozesse bei der Deponieplanung und der Deponiebetreibung überarbeiten. Da nicht alle Baustoffe restlos und effizient verwertet werden können, müssten auch künftig regionale Deponien zur Verfügung stehen. In erster Linie sollen diese für nicht verwertbare Bauabfälle aus dem Wirtschaftsraum Basel benutzt werden.

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