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Der Telebaselö News-Beitrag vom 26. Juni 2018.
Baselland

EBL bläst Windpark-Projekt auf dem Schleifenberg ab

Der Wind sei zwar stark genug und die Anlagen seien billiger geworden, doch sei die Finanzierung zu unsicher, teilte die Elektra Baselland (EBL) mit.

Die im Dezember abgeschlossene einjährige Windmessung habe gezeigt, dass auf dem nördlich des Kantonshauptortes gelegenen Schleifenberg der Wind stärker blase als vorangegangene Messungen hätten erwarten lassen. Laut EBL besteht das Potenzial, dort mit Windstrom aus drei Turbinen Strom für rund 4500 Haushalte zu generieren.

Flaute herrscht jedoch beim Geld: Die zu erwartenden Erträge deckten die Projektrisiken und die Realisierungskosten nur «derzeit noch nicht ausreichend», hiess es weiter. So sei etwa ungewiss, ob das Projekt eine Einspeisevergütung bekäme. Zudem seien die erhältlichen Strompreise zu tief.

Projekt auf Eis gelegt

Die Projektpartner EBL und ADEV haben sich daher gemäss Communiqué entschlossen, das Projekt so lange auf Eis zu legen, «bis neue politische und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen eine ausreichende Erfolgsaussicht für die Projektumsetzung bieten».

Bei Gesamtkosten von rund 30 Millionen Franken würde das Projekt mit einer Einspeisevergütung (KEV) wohl aufgehen, sagt der designierte EBL-Chef Tobias Andrist auf Anfrage. Diese sei beim Bund zwar beantragt, aber angesichts der Wartelisten und der absehbaren Energiepolitik seien die Chancen, eine zu bekommen, realistischerweise «gleich null».

Das Schleifenberg-Windprojekt bräuchte neben einer Baubewilligung, die vorab eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordert, auch eine Umzonung. Wenn all das abgesegnet ist, könnten die drei Masten innert etwa eines halben Jahres erstellt werden.

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