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Der Telebasel News Beitrag vom 24. Juni 2018.

Basel

«Wir hoffen, dass die Demokratie gewinnt»

In der Türkei entscheidet sich zur Zeit, ob Erdogan nach 16 Jahren im Amt noch einmal als Präsident gewählt wird. Auch Türken in Basel fiebern mit.

Die Wahl in der Türkei ist besonders spannend, weil der Opposition dieses Mal mehr zugetraut wird. Fünf Kandidaten treten gegen den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an. Schafft er es nicht, im ersten Wahlgang über 50 Prozent der Stimmen zu bekommen, kommt es zu einer Stichwahl. Basel ist mit den vielen hier lebenden Kurden eine Hochburg von Erdogan-Kritikern.

Public Viewing am grossen Tag

«Wir hoffen, dass Erdogan so schnell wie möglich weg ist. Dass wieder eine Demokratie kommt. Momentan ist in der Türkei alles durcheinander», sagt der Kurde Ali Kiziler gegenüber Telebasel. Der Kurdische Kulturverein im Kleinbasel hat ein richtiges Public Viewing organisiert. Gespannt verfolgen die Kurden nicht die WM in Russland, sondern die Wahlen in der Türkei. Bis am Abend soll das Vereinslokal besetzt sein. «Wir hoffen, dass die Demokratie gewinnt», sagt Imam Küsne.

Zur gleichen Zeit kochen die Frauen die türkische Nationalspeise Börek und wären bereit, zu feiern. «Wenn wir gewonnen haben, machen wir hier ein grosses Fest», so die Kurdin Hanim Vurgec.

«Die Leute vertrauen ihm»

In Basel werden aber auch andere Stimmen laut. «Ich bin überzeugt, dass Erdogan über 50 Prozent der Stimmen bekommt», sagt Muhammed Karasoy, Taxifahrer und Student aus Istanbul. «Die Leute in der Türkei vertrauen ihm. Ich selber lebe seit vier Jahren in der Türkei und Erdogan wird einfach hier in den Medien schlecht dargestellt».

Uneinig sind sich die Gegner und Anhänger des Präsidenten auch darüber, was passieren würde, wenn das langjährige Staatsoberhaupt nicht mehr gewählt werden würde. «Es würde ein totales Chaos geben», so Karasoy. Die Oppositonspartei sei schon früher an der Macht gewesen und man habe gesehen, was sie gemacht haben. Anders sehen das die Kurden. «Dann kommt die Demokratie, nicht das Chaos», meint Küsne.

1 Kommentar

  1. Es ist jetzt offiziell, der Staatspräsident Erdogan (mehr als 50 %) und seine Partei haben hochhaus die Wahlen gewonnen. Falsch ist, dass Basel mit den vielen hier lebenden Kurden eine Hochburg von Erdogan-Kritikern wären, korrekt ist aber das Basel mit den vielen lebenden Kurden eine Hochburg von PKK-Anhängern ist. Das klingt schon komisch, dass diese Anhänger von Demokratie reden, wo Sie doch überhaupt der kurdischen Terrororganisation PKK sehr nahe stehen. Die sind dafür, dass nicht die Demokratie gewinnt, sondern im Gegenteil, die meinen eher dass Erdogan nicht gewinnen sollte. Denn Erdogan ist der einzige Politiker, der der PKK sehr gefährlich ist und werden kann. Er ist der einzige der diese Terrororganisation im Keim ersticken lassen kann.Report

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