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Der Telebasel News-Beitrag vom 23. Juni 2018.

Basel

Cristina Kahlo: «Basel ist eine magische Stadt»

Die mexikanische Fotografin Cristina Kahlo ist in Basel Stammgast. In ihrer Ausstellung zeigt sie ihr Land von der fröhlichen und von der nachdenklichen Seite.

Wer bei ihrem Nachnamen an die legendäre mexikanische Künstlerin denkt, liegt richtig. Zwar hat Cristina Kahlo ihre Grosstante Frida Kahlo nicht mehr gekannt – sie wurde sechs Jahre nach deren Tod geboren. Eine kreative Ader hat aber auch die Grossnichte, wobei sie sich nicht für Malerei, sondern für Fotografie entschied.

Kahlos Wurzeln in Pforzheim

Cristina Kahlo kennt die Region Basel bestens. Das kam so: Im Jahr 2005 begab sich die mexikanische Fotografin ins südbadische Pforzheim. Ihr Urgrossvater Guillermo Kahlo, Vater von Frida, kam ursprünglich von dort. Er wanderte in jungen Jahren nach Mexiko aus und widmete sich der Fotografie. «Eigentlich hat also weniger Frida, sondern Guillermo Spuren in meiner Arbeit hinterlassen», sagt Cristina Kahlo.

Im Rahmen einer Ausstellung im Schwarzwald, die ihren Vorfahren gewidmet war, gelangte Cristina Kahlo auch nach Basel. Hier präsentierte sie ihre Bilder und bekam prompt ein Stipendium der Stiftung Bartels Fondation.

Seither ist die Fotografin zu einer zeitweiligen Wahlbaslerin geworden. Besonders die überschaubare Grösse im Vergleich zu Mexiko-Stadt schätzt sie besonders bei ihren Aufenthalten. «Basel ist eine magische Stadt», fasst sie kurzerhand zusammen.

Kinder in Problemvierteln

Momentan zeigt sie (noch bis am Sonntag, 24. Juni)  mehrere ihrer Fotoprojekte im Ausstellungsraum BelleVue – Ort für Fotografie. Unter dem Titel «Posthispanisches Mexiko» stellt sie altamerikanische Exponate aus dem Anahuacalli-Museum den Gesichtern von Besuchern gegenüber.

In der Serie «Zeit zum Nachdenken» stehen soziale Brennpunkte des lateinamerikanischen Landes im Zentrum. Cristina Kahlo zeigt die Lebenswelten von Kindern in schwierigen Verhältnissen. Dabei suchte sie mit der Kamera Problemviertel in Mexiko-Stadt, Monterrey und Saltillo auf. «Ich habe immer versucht, dies mit dem nötigen Respekt vor der Kindheit zu dokumentieren», sagt Kahlo. Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit einer Organisation, die mit Gemeinschaftsküchen in den Quartieren gegen Mangelernährung vorgehen will.

Bei der dritten Serie «Danzón-Zeit» dreht sich alles um eine urbane Retro-Tanzszene. Freunde des traditionellen Danzón – ob Jung oder Alt –, die sich jeden Samstag bei der «Ciudadela» in Mexiko-Stadt treffen, werden hierbei porträtiert.

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