(Bild: Telebasel)

Basel

Bilanz der Art Basel 2018

Basel steht in dieser Woche ganz im Zeichen der Kunst. Hier gibt es alles rund um die Art Basel, so verpassen Sie garantiert nichts.
Bilanz der Art Basel

Rund 95’000 Besucher haben in den vergangenen sechs Tagen die 49. Ausgabe der Art Basel besucht. Das sind etwa so viele wie im vergangenen Jahr. Die Messeleitung zeigte sich nach dem Abschluss am Sonntag zufrieden.

Die rund 290 Galerien aus allen Marktbereichen hätten bemerkenswerte Umsätze erzielt, teilten die Organisatoren am Sonntagabend mit. Die Galerien aus 35 Ländern präsentierten Werke von etwa 4000 Künstlern.

Der Telebasel News Beitrag vom 17. Juni 2018.

Private Sammler aus über 100 Ländern nahmen an der Messe teil, ebenso Vertreter von über 400 Museen und Institutionen. Besonders viele Sammler reisten dieses Jahr aus Europa und Asien an die grösste Kunstmesse der Welt, wie es weiter heisst.

Rund 12’000 Personen haben den Sektor «Parcours» besucht. Dieser präsentierte rund um den Basler Münsterplatz 23 ortsspezifische Kunstwerke von jungen und etablierten Künstlern.

Die Art Basel startete am Dienstag und Mittwoch mit den «Private Days» für ausgewähltes Publikum und nur mit Einladung sowie der Vernissage am Mittwoch. Von Donnerstag bis Sonntag war die Kunstmesse an den sogenannten «Public Days» für alle zugänglich.

Wenn Besucher selber zur Kunst werden

Sehen und gesehen werden – das ist an der Art fast genauso wichtig wie die Kunst, die gezeigt wird. Wenn sich das «who is who» der Kunstszene in Basel trifft, werden oftmals sogar die Besucher ein Teil der Kunstmesse:

Der Telebasel News Beitrag vom 16. Juni 2018.

Gianni Jetzer, Kurator Art Unlimited, erzählt über die ausgestellte Kunst

Der Telebasel News Beitrag vom 15. Juni 2018.

An der Art Unlimited gibt es Spektakuläres zu sehen

Die Art Unlimited ist bekannt als Ausstellungsort für teils grosse, beeindruckenede, aber auch schräge Kunst. Telebasel hat sich umgesehen.

Airbnb-Boob an der Art Basel

Während der Art Basel erwartet Airbnb über 2’000 Gäste. Im Durchschnitt vermieten Basler ein Zimmer für 169 Franken pro Nacht.

Damit ist die Anzahl der Gäste in der Woche vom 11. bis 17. Juni 2018 viermal so hoch, wie in der Folgewoche, schreibt Airbnb in einer Mitteilung. Insgesamt beherbergten Basler Gastgeber Menschen aus mehr als 55 Nationen. Die meisten aus den USA, Deutschland und Grossbritannien.

Mehr zum Thema gibt es hier.

«Es ist unheimlich»

Glam hat Kunstinteressierte und junge Künstler gefragt, wie sie die Art und ihre Parallel-Messen erleben. «Es ist ein wenig unheimlich, zu sehen wie das Business läuft», erklärt eine junge Künstlerin im Interview. Andere Künstler loben die Stadt und das Flair am Rhein.

Eine andere Frau hat an der Art auch schon viel investiert: «Ich habe mein Konto leer geräumt für ein Bild», erklärt sie Glam.

Der Telebasel Glam Beitrag vom 14. Juni 2018. 

Das Telebasel Regio auf Künstlerjagd

Das Telebasel Regio machte an der Art Jagd auf Künstler und Kunstwerke. Es besuchte für Sie die Design Miami sowie die Liste – Art Fair Basel und die SCOPE.

Das Telebasel Regio vom 14. Juni 2018. 

SCOPE x URBAN NATION

Mit 70 internationalen Ausstellern fährt die Kunstmesse SCOPE auch in diesem Jahr wieder gross neben der Art Basel auf. Die zeitgenössische Kunst, die an der SCOPE ausgestellt wird lockt bereits zum Preview viele Kunstinteressierte an.

In diesem Jahr hat die Messe ein Partner-Museum: Das Berliner Museum Urban Nation ist eine internationale Institution für Kunst, kreative Projekte und sozialen Austausch. «Connect. Create. Care» ist das Motto des Museums für «Urban Contemporary Art».

(Video: Telebasel)

(Video: Telebasel)

(Video: Telebasel)

Art Parcours: «To have a shelf life (sich nicht ewig halten)»

Direkt an der Aussenwand des Münsters befindet sich eine Installation von Silvia Bächli und Eric Hattan.

Zwei Elemente kommen in dieser Installation zusammen: Bächlis charakteristische schwarze Linie sowie Hattans Sammeln von unterschiedlichen Materialien in einer Urbanen Umgebung. Eine 2 Zentimeter dünne schwarze Linie teilt jedes der Stücke, die Hattan sammelte. Die Anordnung der einzelnen Werkteile spiegelt die Steine des Münsters wider.

(Bild: Telebasel)

Art Parcours: Rivane Neuenschwander

Die Video-Installation «Cabra-Cega / Blind Man’s Bluff» (2016) von Rivane Neuenschwander ist von einem alten Kinderspiel inspiriert, das als «Blinde Kuh» bekannt ist, wie es auf der Website «museen basel» heisst. Rivane Neuenschwander nutzt die Technik des blinden Zeichnens: Sie beobachtet das Quellbild und nicht ihre eigene Hand, wenn sie Markierungen aufs Papier setzt.

Beim Betreten eines abgedunkelten Raums treffen die Betrachtenden auf Bilder von Monstern, imaginären Kreaturen und Kriegs- und Zerstörungsszenen, die zum eigens in Auftrag gegebenen Soundtrack des experimentellen sikers Arto Lindsay aufblitzen, heisst es weiter.

(Video: Telebasel)

Art Parcours: Georg Herolds

Die Figuren von Georg Herolds stehen im Innenhof beziehungsweise dem Kreuzgang des Münsters. Seine Skulpturen bestehen aus Dachlatten und genähter Leinwand und sind mit einer Autolackierung versehen. Die Standorte der Figuren schaffen einen Dialog zwischen der zeitgenössischen Kunst sowie der historischen Architektur.

Art Parcours: Nedko Solakov

Nedko Solakov hat im Antikenmuseum Kommentare zu den Ausstellungsgegenständen geschrieben.

«Immer die Artefakte respektierend, versuche ich, meine Kommentare fast unsichtbar zu machen. Die Geschichten rund um die kostbaren Objekte sind oft mit der fernen Vergangenheit verbunden, sie erzählen aber von unserer unsicheren Gegenwart und schwer vorstellbaren Zukunft», so Solakov in der Beschreibung seiner Ausstellung.

 

Art Parcours: «Hanging Rock»

Im Antikenmuseum Basel zeigt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset die Installation «Hanging Rock»:

(Bild: Telebasel)

Das Museum stellt die Installation in einen Zusammenhang mit dem antiken Griechenland:

(Bild: Telebasel)

Art Parcours: Simon Denny

Simon Denny stellt ebenfalls am Art Parcours im Haus zum Kirschgarten aus. Er zeigt die Installation «Haunted Crypto Games».

(Bild: Telebasel)

Art Parcours: Paloma Varga Weisz

Die deutsche Künstlerin Paloma Varga Weisz zeigt eine Installation im intimen Rahmen des Kirschgarten-Pavillons. Die Installation besteht aus einem Holzgehäuse, in dem sich handgefertigte und gefundene Objekte befinden. Varga Wisz beschäftigt sich mit Malerei, Skulptur sowie Zeichnungen. Ihre Arbeiten drehen sich unter anderem um die Themen Erinnerung, Sterblichkeit sowie Tragikomik.

Art Parcours: Marina Pinsky

Im Haus zum Kirschgarten befinden sich eine Installation der russischen Künstlerin Marina Pinsky. Die Wahlberlinerin zeigt in der Installation zwei unterschiedliche Arbeiten:

Arthur Cohn beehrt die Art

Der Schweizer Filmproduzent und mehrfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn beehrte die Art am Dienstagnachmittag.

(Bild: Telebasel)

Noch keine Prominenz in Sicht

Vom Dienstag, 12. Juni bis Mittwoch, 13. Juni finden die Private Days statt. Nur Besucher, welche eine persönliche Einladung erhalten haben, dürfen die Kunstwerke der Art Basel vor der allgemeinen Öffentlichkeit besichtigen.

Noch wurden keine Promis gesichtet, die Schlange vor dem VIP-Eingang wird allerdings immer länger:

Am Donnerstag, 14. Juni, öffnet die Messe dann ihre Tore für Alle.

UBS feiert 25 Jahre als Lead Partner der Art Basel

Die UBS feiert 25 Jahre als Lead Partner der Art Basel mit einer speziellen Präsentation von Arbeiten des venezolanischen Künstlers Carlos Cruz-Diez aus der UBS ArtCollection, die vom 14. bis zum 17. Juni 2018 in der UBS Lounge gezeigt werden.

Die UBS Art Collection war 2005 zu Gast in der Fondation Beyeler unter dem Ausstellungstitel «Contemporary Voices» (Bild: Keystone)

 

Carlos Cruz-Diez gilt als einer der wichtigsten Denker des 20. Jahrhunderts im Bereich der Farben und ist ein Meister im Schaffen von interaktiven visuellen Erlebnissen.

«Chromosaturation» (2010) von Carlos Cruz-Diez in der Ausstellung «Lightopia» im Vitra Design Museum, September 2013. (Bild: Keystone)

 

Diese Werke aus der UBS Art Collection, waren Teile einer architektonischen Intervention von Cruz-Diez aus den 1970er Jahren am ehemaligen Hauptsitz der Schweizerischen Bankgesellschaft in Zürich. Dabei wurden chromokinetische Elemente in Gebäudeteile integriert, sodass die Menschen in den Räumen sowie auf den Korridoren und Gemeinschaftsflächen von einem ständig wechselnden Farbschema in Bann gezogen wurden.

Die an der Art Basel in Basel präsentierten Arbeiten werden zum ersten Mal seit 2011 zusammen ausgestellt. Einige der Arbeiten wurden in wichtigen UBS Gebäuden in London, Hongkong und Panama gezeigt. Für die UBS Art Collection war es eine einzigartige Gelegenheit eng mit dem Atelier von Cruz-Diez zusammenzuarbeiten und diese Kunstwerke für die Ausstellung in der Lounge wieder in Stand zu setzen.

Carlos Cruz-Diez sagt: «Das ‹Environnement Chromatique› am Hauptsitz der Schweizerischen Bankgesellschaft (UBS), an dem ich über vier Jahre gearbeitet habe, zählt zu meinen schönsten Erinnerungen im Bereich der Integration von Kunst in die Architektur. Kunst ist ein komplexes Konstrukt aus Kommunikation, Ausdruck und Kreation. Jedes Kunstwerk, jedes menschliche Erzeugnis, ist wichtig, wenn es bestehende Denkweisen verändert.» (sda)

Erste Impressionen der Art Unlimited
Kleider machen Leute

Telebasel Glam hat Besucher aus aller Welt vor dem Hotel Les Trois Rois in Basel abgefangen: Der Style-Check der ART-Woche:

Der erste Tag der ART-Woche

Der Telebasel News Beitrag vom 11. Juni 2018.

Erste Impressionen der Design Miami/Basel
Design Miami/Basel

Ein Teil der Art ist die Design Miami/Basel. Sie wird von Dienstag, 12. Juni bis zum Sonntag, 17. Juni 2018 in der Messehalle 1 Süd stattfinden.

«Design Miami/Basel» ist eine Ausstellung für internationales Design. Sie ist eine der wichtigsten und einflussreichsten Designmessen in Europa. Die Messe bringt die wichtigsten und einflussreichsten Designer, Sammler, Galeristen, Kuratoren und Kritiker der Designwelt zusammen. Verschiedene Aussteller präsentieren ihre Innovationen, Möbeldesigns und Kreationen für den Mode- sowie Einzelhandel.

Die Design Messe wird bereits zum 13. Mal in Basel zu Gast sein.

Pressekonferenz der «Design Miami/Basel»-Ausstellung:

Die Liste-Vernissage
Gates' Black Madonna in Basel zwischen Religion, Politik und Kunst

Mit Theaster Gates’ Ausstellungsprojekt «Black Madonna» konfrontiert das Kunstmuseum Basel das zur Kunstmesse Art angereiste Publikum facettenreich mit kulturgeschichtlich aufgeladenem Stoff von Religion über Bilderverbreitung und -Rezeption bis zu Rassenfragen.

Schwarze Madonnen haben eine bewegte Wahrnehmungsgeschichte: Einst als schwarze Darstellungen der weissen Maria gesehen, etwa von Kerzenruss geschwärzt, erkannte man darin im 19. Jahrhundert Darstellungen einer schwarzen Maria. Die Rassenfrage wurde im 20. Jahrhundert gewichtiger, so in den USA mit der Black Power-Bewegung.

Der 1973 geborene Gates nähert sich diesen Themen auf sehr persönliche Weise an mit verschiedensten Mitteln, von urbanen Interventionen über Performances bis zu Keramiken und Fotos. Er wolle Kunst und Gesellschaft zusammenführen, schreibt das Museum, um soziale, politische und spirituelle Veränderungen zu bewirken.

Aretha Franklin als Black Madonna

Der Afroamerikaner Gates schlägt in der Basler Ausstellung eine alternative Lesart vor und schlägt einen Bogen zur transformativen Macht weiblicher Figuren in Politik, Gesellschaft, Popkultur und Alltag. So macht er Michelle Obama, Aretha Franklin oder Beyoncé quasi zu zeitgenössischen Inkarnationen der Black Madonna.

Entsprechend umfasst das Rahmenprogramm Anlässe etwa im Basler Münster, dem Jazzcampus und dem Papiermuseum. Zur Eröffnung tritt Gates selber mit seiner Band auf, den Black Monks of Mississippi.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel ist raumgreifend und zweigeteilt: Im Neubau arrangiert Gates 3’000 positiv konnotierte Photos schwarzer Frauen aus dem Archiv der Johnson Publishing Company (mit Magazinen wie «Ebony») mit altmeisterlichen Werken aus der Sammlung des Kunstmuseums, die untypische Madonnen zeigen.

Immaterielles in Dingen

Im Gegenwartskunst-Bau des Kunstmuseums stehen derweil Produktion, Performance und Interaktion im Fokus. Die Herstellung von Plastiken und Bildern erinnerten ständig daran, dass immaterielle Kraft mit der materiellen Welt verbunden sei, zitiert das Museum Gates.

So hat Gates in den Sälen Werkstätten eingerichtet, wo Performances stattfinden sollen und auch live Musik aufgenommen werden soll – mit dem Publikum als Teil des Ganzen. Für das Museum steht Gates mit diesem Ansatz sozialer Interaktion in der Tradition etwa von Joseph Beuys – von diesem ist im Haus eine ständige Installation zu sehen. (sda)

«Voice Theatre»

Das «Voice Theatre» von Rafael Lozano-Hemmer in Augusta Raurica:

BAK vergibt Schweizer Kunst- und Schweizer Designpreise 2018

Das Bundesamt für Kultur (BAK) verleiht dieses Jahr wiederum 11 Schweizer Kunstpreise und 17 Schweizer Designpreise. Die Auszeichnungen sind mit je 25’000 Franken dotiert. Werke der Preisträgerinnen und Preisträger sind während der Kunstmessewoche in Basel ausgestellt.

Die Kunstpreise in der Sparte Kunst gehen an Camille Alena, Nicolas Cilins, Nelly Haliti, Sarah Margnetti, Marius Margot, Real Madrid, Rico Scagliola & Michael Meier, Bertold Stallmach und Markus Weggenmann. In der Sparte Architektur wird die Gruppe TEN ausgezeichnet, und in der Sparte Kritik, Edition, Ausstellung erhalten Nicolas Brulhart & Sylvain Menétrey den Preis.

Designpreise bekommen Zoé Aubry, Harry Bloch (Studio Harris Blondman), Julia Born, Céline Ducrot, Marietta Eugster, Christophe Guberan, Sereina Rothenberger & David Schatz (Hammer), Simon Husslein, Rafael Kouto, Xénia Lucie Laffely, Adrien Rovero, Laurin Schaub, Senta Simond, Jean-Vincent Simonet, Dan Solbach, Mikael Vilchez (Forbidden Denimeries) sowie Nicolas Polli & Salvatore Vitale (YET Magazine).

Die Übergabe der Schweizer Kunstpreise durch BAK-Direktorin Isabelle Chassot ist für Montagabend in der Messe Basel angekündigt. Gleichzeitig soll Chassot die Preisträger des Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim (Sylvie Fleury, Thomas Hirschhorn und Luigi Snozzi) ehren, die das BAK im Februar bekannt gegeben hatte.

Am Dienstag wird für die Übergabe der Schweizer Designpreise Bundesrat Alain Berset in Basel erwartet. Im selben Rahmen findet dann auch die Ehrung der im Mai mit dem Schweizer Grand Prix Design 2018 ausgezeichneten Cecile Feilchenfeldt, Felco und Rosemarie Tissi statt.

Die Ausstellungen Swiss Art Awards & Swiss Design Awards 2018 in der Halle 3 der Messe Basel dauern vom 11. bis 17. Juni. (sda)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant