Während der Art Basel finden rund 2'000 Gäste Platz in Basler Wohnungen. (Bild: Keystone)

Basel

«Wenn alle profitieren, will ich auch profitieren»

Während der Art Basel erwartet Airbnb über 2'000 Gäste. Im Durchschnitt vermieten Basler ein Zimmer für 169 Franken pro Nacht.

Damit ist die Anzahl der Gäste in der Woche vom 11. bis 17. Juni 2018 viermal so hoch, wie in der Folgewoche, schreibt Airbnb in einer Mitteilung. Insgesamt beherbergten Basler Gastgeber Menschen aus mehr als 55 Nationen. Die meisten aus den USA, Deutschland und Grossbritannien.

Im gesamten Jahr 2017 habe Airbnb insgesamt etwa 20’000 Gästeankünfte bei Gastgeberinnen und Gastgebern in Basel verzeichnet. Gleichzeitig haben 2017 weltweit mehr als 61’000 Baslerinnen und Basler eine Unterkunft über Airbnb gebucht.

Der Aufwand ist beträchtlich

Einer, der seine Wohnung während dieser Zeit zur Verfügung stellt, ist Pablo Meier*, der anonym bleiben möchte. Für ihn ist es vor allem ein lukratives Geschäft. Seine Eineinhalb-Zimmer-Wohnung am Riehenring vermietet er während fünf Tagen für 1’000 Franken.

Für die Monatsmiete bezahlt Meier rund 660 Franken. «Momentan sind zwei Leute bei mir in der Wohnung. Der Preis, den ich verlange, ist fair, vor allem wenn man die Nähe zur Messe beachtet.»

Es sei eine rein finanzielle Frage. «Ich bin Student und kann das Geld gut gebrauchen», erklärt Meier gegenüber Telebasel. Er vermietet seine Wohnung seit 10 Jahren während der Art Basel und der Baselworld. «Ich will davon profitieren, wenn alle anderen auch davon profitieren.»

Der Geldsegen ist aber auch mit Aufwand verbunden. «Die Gäste erwarten gewisse Standards.» So müsse zum Beispiel die Küche top ausgestattet sein, das W-Lan einwandfrei funktionieren und natürlich muss alles blitzblank geputzt sein. «Für meine Studentenwohnung heisst das, dass ich etwa zwei Tage investieren muss».

Ausserdem muss Meier am Tag der An- und Abreise auf Abruf sein und natürlich zum Schluss die Wohnung putzen. «Dafür berechne ich eine Putzpauschale.»

*Name geändert

2 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*