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Der Telebasel Talk vom 14. Juni 2018.

Basel

Eintritt ab 18 Jahren: Die schrillsten Shows während der Art Basel

«Wir loten Grenzen aus», sagt Fabrice Noir. Er kuratiert die Bizarre Art Show zur Art-Woche. Im Talk sprechen er und der Künstler Odm Otomo über Kunst und Sex.

Einlass erst ab 18 Jahren: Vielleicht ist es der schrillste Event während der laufenden Art-Woche. Das Künstlerkollektiv Cabaret Bizarre 0 bekannt für seine Burlesque-Abende im Sud – präsentiert das international besetzte Programm «Bizarre Art Shows» aus Performance- und Video-Art (Programm) im Parterre am Rhy.

Wer hier Kunst und Erotik nach den gängigen Schönheitsidealen sucht, ist am falschen Ort. Kurator Fabrice Noir geht es um die Grenzüberschreitung zu dem, was man gemeinhin als guten Geschmack bezeichnet. Oder in Noirs Worten: um den «Reiz am Schönen, genauer gesagt am seltsam Schönen».

Die Videos zeigen Werke ausstellender Künstlerinnen und Künstler, die in Basel Shows zeigen:

Als Motto hat Fabrice Noir einen Spruch des französischen Dichters Charles Baudelaire («Les fleurs du mal») gewählt: «Schönheit ist immer seltsam». Sein Leben sei «von Leid, Lust und Kontroversen gekennzeichnet» gewesen.

«Schönheit ist immer seltsam»

Fabrice Noir: «Die Ästhetik des Unperfekten oder gar Abstossenden ist zentrales Thema bei Baudelaire. Schönheit beinhaltet immer auch eine absonderliche Komponente und eben diese Sonderlichkeiten lösen unbewusst ein Entzücken und Vergnügen aus. Man nennt es auch ‹das Erhabene›».

Pressetext: «Diese Art Show möchte die Diversität des Schönheitsbegriffes darstellen und verspricht eine sublime Synthese aus darstellender und bildender Kunst; aus Tanz, Show und Musik».

Pressetext: «Die groteske und obskure Seite der Schönheit begleitet uns, seit wir vor 12 Jahren Cabaret Bizarre gründeten. Gedankliche, künstlerische und sexuelle Freiheit kennzeichnen Cabaret Bizarre ebenso wie der Einfluss Fellinis und Brechts auf unsere Settings: das Karnevaleske, das erotische Wunderland, das Dunkle und Geheimnisvolle, welches (erstaunliche) Abenteuer wahr werden lässt.»  Als weitere Einflüsse nennt Fabrice Noir das Weimarer Cabaret der 1920-er Jahre, BDSM und Fetisch, Dieselpunk, die Queer-Bewegung, Synthie Pop und Dark Wave.

Pressetext: «Während der letzten 12 Jahre veranstalteten wir über 50 Shows in 15 europäischen Städten. Auf dieser Reise trafen und treffen wir wunderbar kreative und fantasievolle Persönlichkeiten – von Performancekünstler über Fotografen, Bildhauer, Konzeptkünstler und Musiker bis hin zu Clubbern, Queer-Aktivisten, Visionären und Freaks».

Fabrice Noir und der französische Künstler Odm Otomo sprechen im Talk über die schöne Kunst, den guten Geschmack und die wahre Erotik.

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