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International

«Die Leute freuen sich, dass wir da sind»

Seit Montag weilt die Schweizer Nati im russischen Toljatti. Das erste Training stiess bei den Fans zur Freude von Yann Sommer auf grosses Interesse.

Einen Hauch WM konnte man gestern Abend beim öffentlichen Training der Schweizer Nationalmannschaft im örtlichen Torpedo-Stadion beobachten. Kaum irgendwo sonst in Toljatti verspürte man bisher auch nur ein Zucken davon, dass morgen in Moskau die Fussball-Weltmeisterschaft feierlich eröffnet wird.

Gestern Abend, war es aber soweit – erstmals. Hunderte Kinder und Familien stehen Schlange vor dem Trainingsstadion der Nati – nur um einen Blick auf unsere WM-Stars zu erhaschen. Ein Highlight, dass erstmals Leben in diesen ansonsten in Sachen Fussball öden Part Russlands bringen sollte. Und das alles nur für die Schweizer.

Man ist willkommen

Goalie Yann Sommer freut sich über diesen tollen Empfang: «Es ist toll zu sehen, dass die Leute sich freuen. Wenn man mit den Menschen spricht, merkt man wirklich, man freut sich, dass wir da sind», so Sommer. «Man fühlt sich automatisch wohler und das gibt uns einen Push, wenn man weiss, dass man willkommen ist. Und das ist schön», so der Nati-Goalie.

Nähe zu den Schweizer WM-Helden – gewährte die Schweizer Delegation am Abend beim öffentlichen Training. 1’500 Tickets wurden verteilt. Alle fanden einen Abnehmer, die Haupttribüne war voll. Die Zuschauer applaudieren beim gelungenen Zusammenspiel zwischen Blerim Dzemaili und Steven Zuber, und freuen sich über das Tor von Mario Gavranović im Trainingsspiel. Die Kinder kreischen, als Xherdan Shaqiri ihre T-Shirts unterschreibt, und das Team Bälle ans Publikum verteilt.

Keine Schweizer Exklave

Vielleicht hat das Training am Dienstag Gäste und Gastgeber näher gebracht. Denn zumindest bis dahin hatte sich Toljatti nicht in eine Schweizer Exklave verwandelt, wie das vor zwölf Jahren in Bad Bertrich der Fall gewesen war. Im Zentum der Stadt, entlang der Ulitsa Mira, der Strasse des Friedens, welche die Einheimischen mit einem Lächeln die «Champs-Elysées von Toljatti» nennen, wehen jedenfalls keine Schweizer Fahnen.

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