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International

«Die Fans sollen den besten Roger Federer sehen»

Heute greift Roger Federer ins Turniergeschehen am ATP 250-Turnier in Stuttgart ein. Dies nach einer knapp dreimonatigen Pause.

Braungebrannt, gut gelaunt und ausgeruht sitzt Roger Federer am Dienstag in Stuttgart und spricht mit den Journalisten. Zweieinhalb Monate hat er kein Turnier gespielt, war im Urlaub und hat trainiert. «Ich bin ready!», sagt er nun, fügt aber an, dass dies noch keine Erfolgsgarantie sei.

Dem guten Image nicht schaden

Roger Federer hat sich, anders als letztes Jahr, lange überlegt, ob er wirklich hier in Stuttgart antreten soll. «Wir waren uns teamintern nicht sicher, ob zwei Turniere vor Wimbledon zu viel sind» schildert Federer den Entscheidungsprozess. Er habe dann aber während der Trainingsphase gespürt – von sich selber aber auch von seinem Team –, dass es besser ist, zu spielen als nicht zu spielen.

Grund für die späte Zusage ist auch sein Image. «Ich will nicht, dass die Turniere einen Deal mit mir abschliessen und dann nicht drauf gehen können, dass ich wirklich komme.» Federer möchte weder Turnierveranstalter noch Fans enttäuschen. Lieber sagt er deshalb später zu, als eine Turnierteilnahme zurückzuziehen.

Die Teilnahme in Stuttgart war auch von seiner eingelegten Pause abhängig. Hätte er die Sandplatzsaison nicht ausgelassen, wäre er jetzt nicht am Mercedes Cup angetreten. Er bereue den Verzicht auf die Sandplatzsaison aber nicht, schliesst aber nicht aus, dass er vielleicht nächstes Jahr wieder an den Turnieren in Madrid und Rom teilnimmt. Und dann eben auch in Paris.

Trotz kritischer Stimmen, die nach der Verkündung seiner Pause während der Sandplatzsaison eine Teilnahme Federers am Grand Slam-Turnier von Paris forderten, liess sich der 36-Jährige nicht beirren. Einfach mal so an einem Grand Slam antreten, das will er nicht. «Wenn ich spiele, habe ich Ansprüche. Die Fans sollen den besten Roger Federer sehen.»

Stuttgart – der Auftakt zur Rasensaison

Letztes Jahr ist Roger Federer der Auftakt in Stuttgart nicht gelungen. Bereits in der ersten Runde ist er gegen Tommy Haas überraschend ausgeschieden. Trotzdem ging die Rechnung letztes Jahr mit dem achten Wimbledon-Sieg auf. Erstrunden-Aus in Stuttgart, Turniersieg in Halle und dann der Grand Slam-Sieg von Wimbledon.

Dieses Jahr ist der Plan ein ähnlicher, nur möchte der Maestro dieses Mal nicht bereits in der ersten Runde in Stuttgart verlieren. Mit einem Finaleinzug würde sich der Baselbieter einmal mehr die Nummer 1 der Weltrangliste sichern.

Damit würde er seinen schon anhaltenden Weltrekord noch verbessern. «Es ist unglaublich interessant, an so einem kleinen Turnier wieder die 1 werden zu können. Das ist schon speziell. Das sind schliesslich Weltrekorde, von denen wir reden.» Den Weltrekord hat er mit seinen eindrücklichen 309 Wochen an der Spitze der Weltrangliste bereits selber aufgestellt. Mit der Rückeroberung des Tennisthrons würde Federer diesen weiter ausbauen.

Trotzdem gibt es da ein Aber. «Ich muss vorsichtig sein, wenn ich drei Monate nicht gespielt habe. Logisch ist es meine Einstellung zu gewinnen, aber so kommunizieren will ich das nicht. Das Feld hier ist stark.» Der Baselbieter gibt sich bescheiden, schätzt seinen Achtelfinalgegner Mischa Zverev als gefährlich ein. Darum gehe er jetzt klar Schritt für Schritt vorwärts.

In einem ersten Schritt muss am heute, 13. Juni 2018, ab 15 Uhr der ältere Bruder von Alexander Zverev besiegt werden. Dann folgen zwei weitere Spiele ehe er mit einer allfälligen Finalqualifikation die Nummer 1 wäre. Zum dritten Mal in diesem Jahr.

Verfolgen Sie das Spiel zwischen Roger Federer und Mischa Zverev ab 15 Uhr auf telebasel.ch oder in der App im Live-Ticker.

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