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Bilder aus Laufen zeigen die Kraft der Wassermassen. (Video: zVg)

Region

Birs tritt über die Ufer

Das Unwetter gestern Abend lässt die Birs über die Ufer treten. Auch der Rhein hat die erste Hochwassermarke erreicht.

Im Kanton Baselland, in der Region Laufen, gingen vereinzelte Meldungen wegen gefluteten Kellern ein, sagt Polizeisprecher Adrian Gaugler. Es seien jedoch «eher wenige» gewesen. Zurzeit stehen die Rettungskräfte im Baselland nicht im Einsatz. Bilder der Birs in Laufen zeigen jedoch die gewaltigen Wassermassen.

Auch der Rheinpegel steigt stetig an. Die Hochwassermarke 1 von 7 Sieben Metern wurde bereits überschritten. Aktuell beträgt der Wasserstand 704 cm. Laut Prognose der Schweizerischen Rheinhäfen soll dieser in den nächsten Stunden weiter ansteigen und irgendwann in der Nacht den Höchststand erreichen. Die Rheinschifffahrt wird ab einem Wasserstand von 790 cm eingestellt.

(Bild: zVg/Revierzentrale Basel)

In Münchenstein sammelt sich das Wasser auf den Gehwegen. Das machen sich die Enten zu Nutze:

Ein paar Surfer und Kajak-Fahrer nutzten die hohen Wellen auf der Birs für eine Trainingseinheit:

(Video: Verena Camara)

Jura hart getroffen

Über 100 Feuerwehrleute rückten in der Nacht aus, wie die Kantonspolizei Jura mitteilte. Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge die Ortschaften Courroux und Vicques. Sie sind auf der Strasse nur schwer zu erreichen.

Die Feuerwehr habe Schwierigkeiten, die Keller vom Wasser zu befreien, weil der über die Ufer getretene Bach Scheulte noch nicht wieder in seinem Bett verlaufe, teilten die Behörden mit.

Im Jura und in der Ostschweiz fielen am Mittwoch ab dem Nachmittag bis am Abend teils ergiebige Niederschlagsmengen. Laut den jurassischen Behörden fielen in Movelier innert drei Stunden 76 Liter Regen pro Quadratmeter.

Ebenfalls 76 Liter Regen pro Quadratmeter sind in Amriswil im Kanton Thurgau gefallen, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte. Dies entspreche mehr als der Hälfte des üblichen Niederschlags für den ganzen Monat Juni. In St. Gallen fielen 55 Liter. Im Mittelland waren es zwischen 25 und 40 Liter.

Gemäss dem Wetterdienst muss auch am Mittwochmorgen vor allem Richtung Alpen weiterhin mit teils kräftigen Niederschlägen gerechnet werden. Am Nachmittag soll sich die Situation beruhigen.

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