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Der Telebasel Talk vom 12. Juni 2018.

Basel

Tränen beim Abschied, Peter Bläuer?

Peter Bläuer eröffnete die letzte LISTE als Direktor. 23 Jahre lang kämpfte er dafür, dass sie die beste ART-Nebenmesse blieb. Es wurde mehr daraus.

Etwas schönes, das man zu Peter Bläuer unbedingt sagen muss: Er ist stets nahbarer Mensch geblieben. Als fehlte ihm das Arroganz-Gen.

Anderen wäre vielleicht zu Kopf gestiegen, wenn sie die LISTE Art Fair Basel in 23 Jahren zur «international renommiertesten Förder- und Entdeckermesse für junge Kunst» (BzBasel) gemacht hätten. Oder zur «globalen Leitmesse für neue und mittlere Galerien für junge Kunst (Badische Zeitung)». Die LISTE war die erste, sie blieb aber nicht bloss die beste Tochter der grossen ART. Mittlerweile ist sie global als eigene Marke etabliert.

Die LISTE: Einkaufsparadies für Sammler?

Ein Zitat aus der NZZ: «Dass sich die Menschenmassen an der Kunstmesse LISTE in den engen Fluren des ehemaligen Brauereigebäudes stauten, ist ein sprechendes Indiz dafür, dass hier das Geschäft rund läuft». Für gewichtigere Sammler sei die LISTE nämlich ein «Einkaufsparadies».

Ob Peter Bläuer an solchen Worten Freude hätte? Andernorts beklagte er, dass immer mehr über den Betrieb, weniger über die Kunst gesprochen werde. Im Telebasel-Talk im 2016 verwies er darauf, dass die Preise der Kunstwerke an der LISTE mit zwischen 500 und 20’000 Franken auch für Normalsterbliche erschwinglich geblieben seien.

16 neue Galerien an der LISTE

Die diesjährige LISTE präsentiert 79 Galerien aus 32 Ländern mit Arbeiten von über 170 KünstlerInnen. Die vertretenen Galerien kommen in diesem Jahr aus Ägypten, den Arabischen Emiraten, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Guatemala, Holland, Italien, Japan, Kolumbien, Kosovo, Kuba, Libanon, Mexiko, Norwegen, Neuseeland, Österreich, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Spanien, Südafrika, Türkei und aus den USA. 16 Galerien sind erstmals dabei.

Die Erfolgsstory begann mit der ersten Liste 1996. Heute ist Peter Bläuer 66 Jahre alt. Schon letztes Jahr sagte er Telebasel, dass er einen Nachfolger (oder eine Nachfolgerin) suche. Dafür wurde mittlerweile eine Findungskommission eingesetzt. Im Sommer werde ein Name bekannt gegeben.

Selber will er als Vizepräsident des Stiftungsrats weiter für die LISTE tätig sein. Kann er gut loslassen?

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