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(Video: Telebasel)

Basel

Gateway Nord unter Druck

Das Projekt Gateway Nord steht von allen Seiten her unter Druck. Unterschätzt wurde in der öffentlichen Debatte bisher der Naturschutz.

Wer als Laie über das PEZA-Areal beim Zoll Otterbach schlendert, wähnt sich im falschen Film: Ökologisch wertvoll? Einmalig in der Schweiz? Nationale Bedeutung? Das ungeschulte Auge sieht auf der angeblich derart bedeutsamen Fläche vielleicht ein paar braune Büsche, Gras, Schotter, alles, was man auf einer gewöhnlichen Wiese halt so sieht.

«Hier leben 400 bis 500 Tier- und Pflanzenarten», wirft Biologe Martin Frei jedoch ein. Durch seine Geschichte als Bahnareal sei der trockenwarme Schotterboden ein regelrechtes Paradies für Flora und Fauna. Gerade Tiere wie die Schlingnatter oder die Gottesanbeterin fänden auf dem PEZA-Areal Bedingungen vor, die seinesgleichen suchen. Zudem sei das Areal zentraler Wanderungskorridor für Tier- und Pflanzenarten in der Rheinebene. «Vom Aargau bis weit hoch in Deutschland», seien die Lebewesen unterwegs, erklärt Frei. Entsprechend wurde das Areal schon mal provisorisch ins Bundesinventar für Trockenwiesen- und weiden aufgenommen. Als Tww-Objekt geniesst das Areal einen maximalen Schutz.

Das Problem: Genau auf diesem Areal soll in wenigen Jahren der trimodale Containerterminal Gateway Nord entstehen. Die national bedeutsame Fläche würde in seiner Integrität zerstört

Was also passiert, wenn bundesweite Naturschutzinteressen auf nationale Wirtschaftsinteressen treffen? Wenn Bundesrecht gegen Bundesrecht antritt?

Antworten gibt es im Telebasel Report vom Mittwoch, 13. Juni ab 19:40 Uhr stündlich.

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