(Bild: Keystone)

Schweiz

Heuschnupfen-Medikamente werden knapp

Allergiker aufgepasst: Wegen der hohen Nachfrage von Heuschnupfen-Medikamenten kann es zu Lieferengpässen kommen.

Wie das Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1 berichtet, seien verschiedene Medikamente gegen Heuschnupfen schwer oder nicht lieferbar. Dies aufgrund der hohen Nachfrage. Im 2018 sei diese sogar doppelt so hoch wie sonst gewesen.

In diesem Jahr waren die Monate April und Mai ausserordentlich trocken und warm. Dies habe dazu geführt, dass sich der Pollenflug verstärkte und besonders viele Birkenpollen mit sich brachte, so das Magazin.

Mehrere Heuschnupfen-Medikamente seien deshalb ausverkauft und es käme zu Lieferengpässen. Bei manchen Produkten sei dies bereits wieder behoben, bei anderen dauere die Verzögerung noch an, heisst es in dem Bericht.

Allergiker und Apotheker sind unglücklich

Die Pollen-Situation sei zwar schon früh absehbar gewesen, für eine Vorproduktion in den Pharmakonzernen aber trotzdem zu spät. Patrick Leimgruber, Marketingverantwortlicher für Consumer Health Care vom Pharmaunternehmen Sanofi, erklärt gegenüber «Espresso»: «Leider beträgt die Vorlaufzeit einer solchen Produktion mindestens drei Monate.» Dies sei weiter im Voraus, als dass die Pollensituation abzuschätzen sei.

Nicht nur für Pollenallergiker sei die Situation unangenehm, auch die Apotheker seien in einer misslichen Lage: Kunden seien verärgert, wenn sie nicht ihr präferiertes Medikament beziehen können. Dies erklärt Rudolf Andres von der Zürcher Stadelhofen-Apotheke gegenüber dem Magazin. Glücklicherweise könne man bei Heuschnupfen ohne Probleme auf ein anderes Medikament ausweichen.

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