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Der Telebasel News Beitrag vom 6. Juni 2018.

Basel

Zolli verteidigt Monsterprojekt

Das Ozeanium soll nicht gebaut werden. So die Haltung von Grünen-Parlamentarier Thomas Grossenbacher. Jetzt verteidigt der Zolli sein Jahrhundertprojekt.

Nicht rentabel, unnötig und schlicht Tierquälerei. So sieht der Basler Grünen-Grossrat Thomas Grossenbacher das geplante Ozeanium. Mit seiner Meinung ist er unter den Linken nicht alleine. Nun wehrt sich der Zolli Basel, der das Ozeanium bis 2024 gebaut haben will. 430’000 Besucher braucht er pro Jahr, um sein Meeresaquarium kostendeckend betreiben zu können. Das sei realistisch, sagt der Ozeanium-Kurator Thomas Jermann.

«Wir haben das ausgiebig abgeklärt und haben Vergleiche gemacht mit anderen Aquarien. Wenn Sie Genua anschauen, die hatten deutlich über eine Million Besucher, es gibt Aquarien in Lissabon und Barcelona mit ähnlichen Besucherzahlen. Und wenn Sie das Aquarium von Stralsund anschauen, das ist ein 50’000-Einwohner-Städtchen und die hatten am Anfang Besucherzahlen um eine Million. Und jetzt ca. 600’000 pro Jahr.»

Prominente Schützenhilfe

Andreas Moser ist schweizweit bekannt durch seine Sendung «Netz Natur» im Schweizer Fernsehen. Er bezieht zwar im politischen Abstimmungskampf keine Stellung, findet zoologische Institutionen aber wichtig für die Wissensvermittlung.

«Die Begegnung mit einem echten Tier ist ein authentisches Erlebnis. Und das kann nur ein Zoo oder ein Aquarium bieten, sofern man nicht ans Meer reisen will.»

Hälfte der Kosten beisammen

Nicht mehr als 100 Millionen soll der Ozeanium-Bau am Schluss kosten. 52 davon hat der Zolli schon auftreiben können. Sollte das Parlament und die Bevölkerung grünes Licht geben, ist der Zolli überzeugt, in einer nächsten Phase auch den Rest noch zusammenzubekommen.

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