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Beitrag in den Telebasel News vom 2. Juni 2018.
Basel

Basler Pioniergeist in der Behandlung von Postatakrebs

Jedes Jahr sterben in der Schweiz 1'300 Männer an Prostatakrebs. Eine neue Basler Behandlungsmethode soll Abhilfe schaffen.

Urs Meier ist einer von 6000 Männer, die in der Schweiz jedes Jahr an Prostatakrebs erkranken. Als er wegen der Lastwagenprüfung zum Arzt ging, hat dieser bei ihm hohe prostataspezifische Antigene, kurz PSA, festgestellt, also ein Risiko, dass der Tumor bei ihm Unheil anrichten könnte.

Erfolgreiche Behandlung

Meier entschloss sich die neue Methode auszuprobieren. «Das sieht sehr sehr gut aus. Ich hatte am Schluss einen erhöhten PSA-Wert von 14,2 und ging jetzt in den wenigen Monaten nach der Operation auf 2,9 runter» sagt Meier. Bislang war es eso, dass Betroffene die Wahl hatten zwischen zuwarten oder die Prostata entfernen oder bestrahlen zu lassen – mit dem Risiko, dabei impotent oder inkontinent zu werden. Jetzt soll’s mit der sogenannten Irreversiblen Elektroporation, kurz IRE, einen Mittelweg geben.

«Das bedeutet, dass sie fokal nur den Tumor und nicht mehr das gesamt Organ behandeln» sagt sein behandelnder Urologe Gernot Bonkat. Die Technik komme schon seit Längerem bei Bauchspeicheldrüsentumoren und Lebermetastasen zum Einsatz. Wird in der Urologie europa- und weltweit angewendet, aber nur in bestimmten Zentren und noch nicht in so grossen Behandlungszahlen.

Merian-Iselin-Klinik mit Pioniergeist

Der bislang einzige Ort in der Schweiz, an dem das Nano-Knife, eine Art elektronisches Skalpell, zum Einsatz kommt, ist die Merian-Iselin-Klinik. Vor wenigen Jahren war die Methode aber noch unter Urologen umstritten – man würde zu viel Hoffnung wecken, so die Krtitik.

Auch wenn es also noch eine junge Methode ist: Gernot Bonkat ist zuversichtlich, dass man von dieser Behandlung noch einiges hören wird.

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