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Granit Xhaka verletzt sich im Nati-Training (Video: Telebasel)

Schweiz

Entwarnung bei Granit Xhaka

Es war ein Schock im Nati-Training. Granit Xhaka musste humpelnd vom Feld. Jetzt ist klar: Der Mittelfeldspieler hat sich «nur» das Knie geprellt.

Granit Xhaka hat sich am Donnerstag offenbar doch nicht gravierend verletzt. Eine MRI-Untersuchung ergab, dass die Bänder im linken Knie intakt sind und der Schweizer Mittelfeldspieler nur eine Knieprellung erlitten hat. Xhaka wird nun lediglich einige Tage pausieren müssen und verpasst damit nur das Testspiel am nächsten Sonntag in Villarreal gegen Spanien – und nicht wie zunächst befürchtet die WM-Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli).

Die Verletzung geschah in einem Zweikampf mit Valon Behrami im internen Trainingsspiel, das die Einheit am Donnerstagabend beschloss. Dieses Training fand bei starkem (Gewitter-)Regen und auf nahezu unbespielbarem Terrain im Stadion Cornaredo in Lugano statt. Die Art und Weise wie Xhaka den Platz gestützt verlassen musste, liess zunächst nichts Gutes ahnen. Der Basler wurde mit dick eingebundenem linken Knie sofort ins Spital gebracht.

Valon Behrami schildert Haris Seferovic wie sich Granit Xhaka verletzt hat (Video Telebasel)

Bänderriss im Herbst 2014

Am schlimmsten erwischte es ihn im Herbst 2014, als er wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk drei Wochen ausfiel und das EM-Qualifikationsspiel gegen Litauen verpasste. Sonst hat Xhaka in seiner nun siebenjährigen Karriere im Nationalteam kein einziges Pflichtspiel wegen einer Verletzung verpasst.

Wenn die WM-Teilnahme von Granit Xhaka an einem seidenen Faden hängt, ist dies für das Schweizer Nationalteam von grösster Bedeutung. Der Mittelfeldspieler von Arsenal ist der «Mastermind» im Team, der Taktgeber, der den Rhythmus vorgibt. Im Prinzip hat Nationalcoach Vladimir Petkovic das Team in den letzten knapp zwei Jahren rund um Xhaka formiert.

Ein Systemwechsel im Frühjahr 2016 hatte zur Folge, dass Xhaka etwas defensiver und zentraler agieren konnte – und dass das Schweizer Team nach einer mehrere Partien andauernden spielerischen Sinnkrise rechtzeitig auf die EM-Endrunde in Frankreich wieder auf Kurs kam. So sehr, dass die Schweiz seither ihre Gegner meist dominierte und in keinem einzigen Spiel in den letzten zwei Jahren weniger Ballbesitz hatte als der Gegner. Dies alles hat(te) sehr viel mit den Qualitäten von Granit Xhaka zu tun.

(sda/fku)

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