Bis 2019 sollen 840 Plätze in der Nordwestschweiz entstehen. (Symbolbild: keystone)
Region

Baselbiet soll neues Asylzentrum erhalten

Der Bund gibt vor, dass die Region Nordwestschweiz per Frühjahr 2019 total 840 Plätze in drei Bundesasylzentren bereitstellen muss. Zurzeit fehlen 250 Plätze.

Das Verfahrenszentrum Bässlergut in Basel steht mit 350 Plätzen fest. Zudem ist im solothurnischen Flumenthal ein Ausreisezentrum mit 250 Plätzen geplant, wie die «bz» schreibt.  Nun fehlt also ein drittes Asylzentrum mit 250 Plätzen.

Der Kanton Baselland bestätigt gegenüber der «bz», dass Grundstücke gefunden wurden, die sich für einen Bau eignen würden. Diese wurden dem Staatssekretariat für Migration vorgelegt. Dazu finden vertiefte Gespräche statt. Für einen allfälligen Bau sind diverse Vorgaben zu erfüllen. Das Areal müsste eine Mindestgrösse von 6000 Quadratmeter -, eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und eine periphere Lage haben.

Wo genau oder in welchen Baselbieter Gemeinden die neuen Areale liegen, wird zur Zeit nicht kommuniziert.

Aargauer lassen sich Zeit

Der Kanton Baselland hat mit dem Vorlegen der Grundstücke den Teil seiner Aufgabe erfüllt. Die Aargauer hingegen seien noch nicht so weit. Bevor man überhaupt mit der kantonalen Suche beginnen könne, müsse im Parlament erst ein Postulat behandelt und entschieden werden, ob man das überhaupt wolle.

Da feststeht, dass von drei Bundesasylzentren in der Nordwestschweiz bis Anfang 2019 nur das Bässlergut bereitsteht, gilt es «Übergangslösungen» zu finden. Diese heissen zum einen Asylheim Atlas in Allschwil mit 150 Plätzen und zum Anderen Feldreben in Muttenz mit 500 Plätzen.

Betrieb des Bundesasylzentrum in Muttenz wird verlängert

Der Gemeinderat Muttenz hat einer befristeten Weiternutzung und der Verlängerung der bestehenden Vereinbarung um zwei Jahre zugestimmt, wie es in einer Gemeindemitteilung vom Freitag heisst. Der Bund beabsichtige, das BAZ Feldreben je nach Bedarf um ein oder zwei Jahre weiterzuführen.

Für die Verlängerung der Nutzungsbewilligung wird der Kanton Baselland gemäss Mitteilung eine erneute öffentliche Auflage durchführen. Das BAZ Feldreben war im November 2016 in Betrieb gegangen. Untergebracht werden können bis zu 500 Asylsuchende während der Phase der Registrierung und Befragung.

Die Nutzung des Geländes Feldreben war vorerst auf zwei Jahre befristet worden. Bereits vor der Inbetriebnahme war jedoch angekündigt worden, dass eine Verlängerung vor Ablauf der zwei Jahre neu verhandelt werden kann.

Ausgeschlossen bleibe die dauerhafte Nutzung des Areals als Bundesasylzentrum. Die Sanierung der unter dem Gelände liegenden ehemaligen Deponie hat gemäss Mitteilung weiterhin Vorrang und darf weder verhindert noch verzögert werden.

Die Deponie Feldreben war einst eine Kiesgrube und wurde von 1918 bis 1967 mit Hauskehricht, Bauschutt und Gewerbeabfällen aufgefüllt. Von 1940 bis 1957 lagerten auch Basler Chemie- und Pharmafirmen darin Abfälle ab. Nach der Deponieschliessung wurde das Gelände von Gewerbebetrieben überbaut und als Lastwagenterminal genutzt.

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