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Der Reoprt vom 16. Mai 2018.

Basel

«Rhystärn»: So heisst das neue Basler Personenschiff

Jetzt ist es raus: Das neue Flaggschiff der Basler Personenschifffahrt heisst «Rhystärn».

Rhybligg, Rhystärn, Stadtliebi, Emilie Louise Frey oder Basilea – diese fünf Namen standen nach dem Publikumsvoting am Ende zur Auswahl. Die Wahl der fünfköpfigen Experten-Jury fiel letztendlich auf «Rhystärn», wie die Basler Personenschifffahrt heute im Rahmen der offiziellen Schiffstaufe enthüllte.
Eindrücke der Taufe am 16. Mai 2018:

(Video: Telebasel)

So einen Schiffsbau erlebt man nicht alle Tage. Zum letzten Mal gab es das in Basel vor über 20 Jahren (MS Christoph Merian). Kein Wunder: Rund neun Millionen Schweizer Franken kostet so ein Gefährt, über 12 Monate wird geschraubt, gehämmert und geschweisst – Zuckerschlecken ist anders. Mittlerweile steht das neue Flaggschiff der Basler Personenschifffahrt jedoch nigelnagelneu am Dreiländereck und wartet auf seinen ersten Einsatz.

Das neue Basler Personenschiff legt am Dreiländereck an. (Foto: Telebasel)

Bau in Österreichischer Werft

Nach einer sechsmonatigen Konstruktionsphase begann man im Frühling 2017 mit den Bauarbeiten. Den Zuschlag erhalten hat mit der ÖSWAG eine Österreichische Werft. Kein Wunder: Der verantwortliche Projektleiter vor Ort, Reinhard Rath, war vor über 35 Jahren bereits für den Bau des ‹Baslerdybli› verantwortlich und kennt sich somit mit den Wünschen und Gegebenheiten der Basler aus. Ein weiterer grosser Vorteil der Österreicher: Ihren direkten Anschluss an die Donau-Main-Rhein-Wasserstrasse. Während die tonnenschweren Schiffsteile für gewöhnlich per LKW an den jeweiligen Einsatzort gekarrt werden, wird das neue Basler Bijou fixfertig in der Werft gebaut. Nach Basel fährt es dann selbst – Kostenersparnis dadurch: Rund eine Million Schweizer Franken.

Die Werft in Linz: 140 Meter lang, 35 Meter breit, 16 Meter hoch. (Bild: Telebasel)

Auf die Masse kommt es an

Das neue Schiff ist 69.9 Meter lang und 11.40 breit. Die Masse sind jedoch keinesfalls beliebig. So hat die Länge eines Schiffs beispielsweise Einfluss auf die gesetzlich geforderte Bemannung. Die Breite hingegen ist durch die lediglich 12 Meter breite Schleuse bei Rheinfelden limitiert. Zudem erfordert die Mittleren Brücke eine Maximalhöhe von sechs Metern. Einzig aus diesem Grund besitzt das neue Personenschiff ein hydraulisches Sonnendeck, welches beim Passieren des Basler Wahrzeichens heruntergefahren werden kann. Alles in allem erlauben die Masse des neuen Schiffs ein Fassungsvermögen von rund 600 Passagieren.

Modellbau in gross: Jedes Blech ist nummeriert. (Bild: Telebasel)

Gebaut wird auf dem Kopf

Das Schiff besteht aus rund 14‘000 Einzelteilen, welche in sieben einzelnen Sektionen zusammengebaut werden. Jedes Blech ist nummeriert und mit vorgezeichneten Schweisslinien versehen. Im Grunde genommen also ein gigantischer Modellbau-Satz. Damit sämtliche Schweisser von oben nach unten schweissen können, muss das Schiff «Kiel oben», oder salopp: «ufem Chopf» gebaut werden. Mit riesigen Kran-Anlagen werden die Sektionen dann erst am Ende gedreht und zusammengeschweisst.

Sei es beim funkensprühenden Schiffsbau in der Werft, beim ersten Wasserkontakt mit der Donau, bei der Überfahrt nach Basel oder der Ankunft am Dreiländereck – der Telebasel Report hat das Projekt hautnah begleitet (Siehe Video oben).

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