(Bild: zVg)

Basel

Lysbüchel-Quartier wird aufgemotzt

Der Grosse Rat hat am Mittwoch insgesamt 7,7 Millionen Franken für das neue Primarschulhaus im Basler Industrieareal Lysbüchel klar bewilligt.

Die neue Primarschule soll auf dem früheren Areal der Coop Verteilzentrale an der Elsässerstrasse in ein altes Lagerhaus eingebaut werden, das der Kanton vor fünf Jahren gekauft hatte. Der Bau aus den 1950er-Jahren soll aufgestockt werden. Der Pausenplatz ist auf dem Dach vorgesehen, zwei Turnhallen in einem Nachbargebäude.

Seit August 2017 werden zwölf Primarklassen in einem Provisorium auf der Voltamatte unterrichtet, da die im Quartier bestehenden Schulbauten zu wenig Platz haben für die steigende Schülerzahl und auch keine anderen brauchbaren Standorte in Sicht sind. Das Umbauprojekt soll zwölf Primarklassen sowie einen Doppelkindergarten plus ergänzende Räumlichkeiten beherbergen. Die grosse Schulaula soll auch für Quartiernutzungen offen stehen.

Pausenplatz-Fragen

Bau- und Raumplanungskommission (BRK) und Bildungs- und Kulturkommission (BKK) regten an, neben der Pausen-Dachterrasse zusätzlich auch eine abgeschlossene Fläche am Boden für einen Pausenplatz auszuscheiden. Dies soll aus Zeitgründen separat aufgegleist werden, was Baudirektor Hans-Peter Wessels denn auch in Aussicht stellte.

Bedarf belegt

Im Sommer 2020 soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein. Wäre es abgelehnt worden, hätte der Kanton das Provisorium weiter genutzt, also jene Grünfläche weiter belegt.

Wessels und Erziehungsdirektor Conradin Cramer betonten den Bedarf für zusätzlichen Schulraum. Mehrfach gelobt wurde die Möglichkeit, das Schulhaus später bei Bedarf in einem Nachbargebäude günstig zu erweitern. Am Ende segnete das Parlament die Vorlage mit 73 gegen 13 Stimmen bei 9 Enthaltungen ab.

Die Debatte zum Bebauungsplan für dieses Entwicklungsprojekt, das 2700 neue Arbeitsplätze und Wohnungen für bis zu 2000 Personen bringen soll, begann der Grosse Rat gleich anschliessend ans grüne Licht für das Primarschulhaus-Projekt. – Einsprachen gegen VoltaNord hatte die Regierung im Übrigen bereits abgelehnt.

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