Featured Video Play Icon

International

Ex-Bond Pierce Brosnan wird 65

Vier Mal war er der Geheimagent 007 im Auftrag Ihrer Majestät. Heute, am 16. Mai, wird der Schauspieler 65 Jahre alt. Wer ist Ihr Bond-Favorit?

Natürlich waren es die unverwechselbaren Worte «Bond. James Bond», die Brosnan zur Kino-Kultfigur machten. Vier Mal spielte der einst zum «Sexiest Man Alive» gekürte Schauspieler den britischen Geheimagenten: «GoldenEye» (1995), «Tomorrow Never Dies» (1997), «The World is Not Enough» (1999), «Die Another Day» (2002).

Über den Abschied von seiner grössten Rolle zog Brosnan Bilanz. «Der Vertrag war zu Ende, ganz einfach. Sie hatten mich für vier Filme verpflichtet, und danach lief der Vertrag aus. Es war Zeit, etwas Neues zu machen. Ruhm kann ja sehr verführerisch sein. Es ist schön, beachtet, bewundert und gefeiert zu werden. Aber man muss aufpassen, dass man auf dem Boden bleibt. Zum Glück habe ich eine Frau und Kinder, die dafür sorgen. Und zum Glück ging’s in meinem Leben schon mehrmals hoch und runter. Ich habe also beigebracht bekommen, dass ich nicht so gross bin, wie ich denke.»

Sechs Geheimagenten in 25 Filmen

Neben Brosnan verkörperten weitere fünf Schauspieler den Geheimagenten James Bond:

Sean Connery war der erste 007-Darsteller. Er spielte in sechs James Bond Filmen mit: «James Bond jagt Dr. No» (1962), «Liebesgrüße aus Moskau» (1963), «Goldfinger» (1964), «Feuerball» (1965), «Man lebt nur zweimal» (1967), «Diamantenfieber» (1971).

George Lazenby spielte Bond in nur einem Film im Jahr 1969, in «Im Geheimdienst ihrer Majestät».

Roger Moore war als 007 in sieben Filmen zu sehen: «Leben und sterben lassen» (1973), «Der Mann mit dem goldenen Colt» (1974), «Der Spion, der mich liebte» (1977), «Moonraker – Streng geheim» (1979), «In tödlicher Mission» (1981), «Octopussy» (1983), «Im Angesicht des Todes» (1985)

Timothy Dalton spielte im Film «Der Hauch des Todes» (1987) und «Lizenz zum Töten» (1989).

Daniel Craig löste Pierce Brosnan ab. Er spielte im Jahre 2006 in «Casino Royale» an der Seite von Mad Mikkelsen, welcher den Bösewicht verkörperte. Weiter spielte Craig 007 in den Filmen «Ein Quantum Trost» (2008), «Skyfall» (2012), und «Spectre» (2015), dem bisher letzten Jamens Bond Film. Craig wird allerdings noch ein letztes Mal die Rolle des Geheimagenten übernehmen. Am 11. April 2018 bestätigte Craig definitiv, dass «Bond 25» sein nächster Film werden wird. Die Dreharbeiten sollen im Laufe des Jahres 2018 in Angriff genommen werden. Voraussichtlicher Kinostart ist der 8. November 2019.

Wer ist Ihr Bond-Favorit? Stimmen Sie ab!

Brosnan zurück in «Mamma Mia 2»

Doch Ex-Bond Pierce Brosnan kann auch anders. In «Mamma Mia! Here We Go Again» meldet er sich – mit 65 Jahren – singend zurück. Das Gute-Laune-Musical kommt Mitte Juli in die Kinos, natürlich sind Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard, die in dem Originalfilm Donnas (Meryl Streep) Ex-Freunde und damit die potenziellen Väter von Sophie spielten, wieder mit dabei.

Von Ruhestand keine Spur

Brosnan hat gleich mehrere Projekte in der Pipeline. So übernimmt er die Hauptrolle in der Verfilmung des Hemingway-Romans «Across the River and Into the Trees» inszeniert von «Bond»-Regisseur Martin Campbell. Mit Jesse Eisenberg hat er auch für das Historiendrama «The Medusa» zugesagt.

Der engagierte Umweltaktivist Brosnan rührt zudem auch die Werbetrommel für die von ihm produzierte Doku «Poisoning Paradise». Darin geht es um die Gefahren von Pestizid-Versuchen auf der Hawaii-Insel Kauai. Regie führte Brosnans zweite Frau Keely Shaye Brosnan (54).

Verluste durch Krebs

Brosnan hat mehrere Schicksalsschläge erlebt. Seine erste Frau, die Schauspielerin Cassandra Harris, war 1991 an Eierstockkrebs gestorben. Brosnan pflegte das frühere «Bond»-Girl zwei Jahre lang und engagierte sich nach ihrem Tod in der Krebsvorsorge. Zusammen zogen sie drei Kinder auf. Auch seine Tochter Charlotte verlor er an Krebs. Sie starb 2013 mit 41 Jahren.

Der gebürtige Ire und die Kalifornierin Keely Shaye Brosnan sind seit 2001 verheiratet. Als Eltern von zwei Söhnen leben teils auf Hawaii, teils in Kalifornien. Aus dem Rampenlicht halten sie sich gewöhnlich raus, ihr Privatleben bleibt unter Verschluss.

An seinem 65. Geburtstag sei Brosnan mit Dreharbeiten in Europa unterwegs, sagte seine Sprecherin Jennifer Allen der Deutschen Presse-Agentur mit. Mehr gab sie nicht bekannt.

Im Alter immer romantischer

Geboren wurde der Film- und Fernsehschauspieler 1953 nahe Dublin. Er wuchs bei seinen Grosseltern auf, nachdem der Vater früh die Familie verlassen hatte und die Mutter zum Arbeiten nach London gegangen war. Später folgte ihr Sohn Pierce, der sich dort zum Werbegrafiker ausbilden liess. Doch schon früh habe er seine Liebe zum Theater entdeckt, schreibt Brosnan auf seiner Webseite. Er studierte Schauspiel und feierte mit Bühnenauftritten erste Erfolge.

«Ich hatte Glück, als ich nach Amerika kam», erinnert sich Brosnan. Gleich sein erstes Vorsprechen mit 27 Jahren sei für die TV-Serie «Remington Steele» gewesen. Mit der Detektiv-Serie gelang ihm 1982 der Durchbruch, der spätere «Golden Eye»-Regisseur Martin Campbell wurde auf ihn aufmerksam.

Nach «Licence to Kill» (1989) löste er Timothy Dalton als Bond ab, bis Brosnan dann nach vier 007-Einsätzen in «Casino Royale» (2006) das Zepter an Daniel Craig abgab.

Seither zeigte er sich vor der Kamera häufiger von seiner romantisch-lustigen Seite, etwa als amouröser Witwer in der Liebeskomödie «Love Is All You Need» (2012) der dänischen Regisseurin Susanne Bier. Oder an der Seite von Emma Thompson in der bissigen Romanze «The Love Punch» (2014), gefolgt von «Some Kind of Love» als Herzensbrecher.

Die Welt ist bereit für seine Katzenmusik

Und nun wieder «Mamma Mia». Bei dem Original-Film im Jahr 2008 haderte er nach eigenem Bekunden lange mit der Zusage für den Musical-Film und erntete dann für die falschen Töne harsche Kritik. Doch seine Sing-Rolle sei natürlich nicht nur eine «Herausforderung» gewesen, wie er es formulierte. «Es war ein grosser Spass», meinte Brosnan. «Der Film feiert das Leben, die Liebe und die Familie.»

Bei den Dreharbeiten für die Fortsetzung im vorigen Sommer bewies er Humor. «Ich denke die Welt ist bereit für Mamma Mia 2’», verkündete er im «USA Today»-Interview. «Und ich glaube die Welt ist bereit, mich noch einmal singen zu hören.»

(Barbara Munker/jw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant