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Der Telebasel News Beitrag vom 14. Mai 2018.

Basel

Baustelle Biozentrum ist ein Ärgernis

Die Pannenserie beim Biozentrum wird teuer und sie verzögert den Betrieb um zwei Jahre.

Bereits zwei Mal musste der Eröffnungstermin verschoben werden. Wie das SRF-Regionaljournal jetzt berichtet, kann der Neubau frühestens im Herbst 2019 eröffnet werden. Gemäss der «bz Basel» sollen im 1. Quartal 550 Mitarbeiter und 800 Studenten den 73 Meter hohen Turm auf dem Schällemätteli schrittweise beziehen.

Professoren müssen warten

Auch die bereits angestellten Professoren müssen sich bis Ende 2019 gedulden. «Wir haben mit ihnen eine Lösung gefunden», sagt der Mediensprecher der Uni, Matthias Geering, gegenüber Telebasel. Die Universität Basel zieht Lehren aus den Pannen und Verzögerungen: Bei künftigen Bauten will sie selber die Bauherrschaft übernehmen. Das ist keine Kritik am Baudepartement, das bislang die Bauherrschaft innehat, sondern die Folge eines Systemwechsels: Künftig erhält die Uni Investitionsgelder direkt, und ist deswegen auch für ihre Bauten verantwortlich.

Aber nicht nur der verspätete Einzug sorgt für Ärger. Auch die Kosten laufen aus dem Ruder: Es drohen Mehrkosten von 20 Millionen Franken. Bereits in der Vergangenheit gab es diverse Pannen auf der Baustelle. Laut der «bz Basel» sind neue dazugekommen: «Die terminlichen und finanziellen Auswirkungen der fehlerhaften Sanitärarbeiten sind grösser als bisher angenommen», sagt BVD-Sprecherin Nicole Stocker gegenüber der Zeitung. Gegenüber Telebasel ergänzt sie, dass die beiden Kantons-Parlamente keine Nachtrags-Kredite sprechen müssen, weil inzwischen auch der Bund einen keinen Teil des Biozentrums mitfinanziert.

Lange Pannenserie

Neben den fehlerhaften Sanitärarbeiten gehören zur Pannenserie auch Fehler im Bereich Brandschutz und der Konkurs der ausführenden Elektrofirma, was bis heute massive Störungen im Bauablauf nach sich zieht. Die Verzögerung führten zu Mehrkosten. Wieviel davon Versicherungen übernehmen werden, ist noch unklar.

Über diese Entwicklung ist nicht nur die Uni nicht erfreut, auch die Regierungen der beiden Trägerkantone üben Kritik am Generalplaner: Dieser habe die «Komplexität der Aufgabe sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung zum Teil unterschätzt.»

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