Die Polizei geht von einem Selbstmordanschlag aus. (Foto: Key)

International

Mehrere Tote bei Anschlägen in Indonesien

Bei einer Serie von Bombenanschlägen auf christliche Kirchen sind am Sonntag in Indonesien mindestens neun Menschen getötet worden.

Die Explosionen ereigneten sich während der sonntäglichen Gottesdienste innerhalb weniger Minuten in Surabaya, der zweitgrössten Stadt des Landes auf der Insel Java. Insgesamt sind drei Kirchen betroffen.

Nach Polizeiangaben wurde auch einer der mutmasslichen Attentäter getötet als er seinen Sprengsatz zündete. Die Polizei ging von einem Selbstmordanschlag aus. Zu den Tätern machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Kein Bekennerschreiben

Zu der ersten Explosion der Serie kam es gegen 7.30 Uhr (01.30 Uhr Schweizer Zeit) in einer katholischen Kirche namens Santa Maria. Im Fernsehen waren Bilder der stark beschädigten Kirche zu sehen. Ein Bekennerschreiben oder Ähnliches gab es zunächst nicht. Kurze Zeit später gab es weitere Explosion in einer Kirche, die der Pfingstbewegung gehört, sowie in einem protestantischem Gotteshaus.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Mehrfach gab es dort schon Anschläge von Islamisten. Die Hafenstadt Surabaya ist mit mehr als 2,6 Millionen Einwohnern zweitgrösste Stadt des Landes.

Indonesien hat seit mehr als anderthalb Jahrzehnten immer wieder mit islamistischer Gewalt zu tun. Von den mehr als 260 Millionen Einwohnern sind mehr als 85 Prozent muslimischen Glaubens. Katholische und protestantische Christen machen etwa zehn Prozent der Bevölkerung aus.

1 Kommentar

  1. “Die Familie sei zuletzt in Syrien gewesen und dort von ISIS ausgebildet worden” schreibt die Bild-Zeitung.
    Syrienrückkehrer und Jihadkämpfer nimmt man allerdings auch in Europa massenweise auf.Report

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