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Die Diskussionsrunde v.l.n.r.: Daria Liach, Ronja Jansen und Lionel Battegay. (Bild: Telebasel)

Basel

Kritische Studenten und faule Macker

Daria Liach, Ronja Jansen, und Lionel Battegay diskutieren über Integrationsprobleme an Baselbieter Schulen, Sparmassnahmen an der Uni und über faule Macker.

Sollen Baselbieter Schulen Integrationsprobleme melden müssen?

Das heisse Traktandum am 17. Mai 2018 im Landrat wird Nr. 14 sein. Hauptfrage: Sollen die Baselbieter Schulen dazu verpflichtet werden, Integrationsschwierigkeiten von Schülern mit ausländischer Staatsbürgerschaft dem Amt für Migration zu melden?

Bei der ersten Lesung sprachen sich SVP und FDP für die Änderungen des Bildungsgesetzes aus. Eine Meldepflicht ermögliche den Schulen eine Wahrnehmung des Integrationsauftrags, sagte ein FDP-Sprecher. Zudem setze man damit notwendige Grenzen.

Gegen eine Meldepflicht stellte sich die SP. In der Vernehmlassung sei klar zum Ausdruck gekommen, dass die Schulen eine solche Pflicht nicht wollen. Diese untergrabe Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrpersonen. Zudem sei störend, dass das Gesetz nur bei ausländischen Schülern greife, bei Schweizern, die sich etwa radikalisieren, jedoch nicht.

Telebasel fragt: Hilfreiche Massnahme oder Zwang zur Denunziation?

«Kritische Studierende» wollen Sparmassnahmen an der Uni bekämpfen

Die Vollversammlung der Studierenden erhöht den Druck auf die Uni-Leitung und die Regierungen der Trägerkantone Baselland und Basel-Stadt, schrieb die «Bz Basel». Vor vier Wochen habe sie den Entschluss gefasst, den «Bildungsabbau» unter neuem Namen «Kritische Studierende Uni Basel» zu bekämpfen.

Nun liegt ein Positionspapier vor. Erster Satz: «Wir, die Vollversammlung der Studierenden der Uni Basel, haben beschlossen, uns gegen die Sparmassnahmen an der Universität Basel und insbesondere gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu wehren.» Und: «Wir akzeptieren nicht, dass wir für Steuersenkungen einiger weniger Reicher und Unternehmen unsere Bildung hergeben und auch noch mit höheren Studiengebühren bezahlen sollen.»

Sie wollen auch andere Abbaumassnahmen bekämpfen. Telebasel fragt: Haben die Studis recht oder ist die Weigerung, sich an den Sparmassnahmen zu beteiligen, arrogant?

Immer noch alles faule Macker?

Frauen kochen doppelt so lange, putzen doppelt so lange, arbeiten viel mehr für die Wäsche, machen mehr Abwasch, Einkauf und Gartenarbeit als Männer. Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2016 sprechen eine klare Sprache: Männer sind weiterhin haushaltsfaul, Frauen erfüllen weitgehend die Rollenklischees.

Renato Beck von der Tageswoche bekannte dazu: «Es stört mich nicht, wenn ein leeres Rotweinglas ein paar Tage auf dem Stubentisch rumsteht. Genauso wenig, dass der Badezimmerspiegel Flecken vom Zähneputzen hat und das schmutzige Geschirr eine Nacht oder ein bisschen länger im Spülbecken eingeweicht ist. Wenn sich Altglas auf dem Balkon häuft, kümmert mich das nicht, und auch nicht, wenn die Zucchetti im Kühlschrank eine Wesensveränderung vollziehen».

Und er bedauert: «Problematisch ist, dass dadurch Rollenverteilungen zementiert und an die nächste Generation weitergereicht werden. Wer das Mami im Haushalt schuften sieht, während der Papa im Büro sitzt, wird diese Verhältnisse als Norm verstehen». Telebasel fragt: Wie sieht das die jüngere Generation in unserer Sonntags-Talk-Runde? Alles easy oder muss alles anders werden?

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