(Bild: Keystone)

Basel

Doch kein Organhandel-Skandal am Unispital

Im Fall des Organhandel-Skandals am Unispital Basel sind keine Organe entnommen worden. Dies ergaben Abklärungen im Rahmen eines Strafverfahrens.

Ein 20-jähriger Deutscher wurde im August 2017 in gesundheitlich kritischem Zustand von Maulburg (D) in die Notfallstation des Universitätsspitals Basel eingewiesen. Es konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Weil die Todesursache ungeklärt war, ersuchte die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen (D) die Basler Staatsanwaltschaft, diese abzuklären. In der Folge wurde durch das Institut für Rechtsmedizin (IRM) eine Obduktion durchgeführt.

Weil dem Verstorbenen ohne dessen Zustimmung Organe entnommen worden seien, erstattete der Anwalt der Mutter im Oktober Strafanzeige bei der Basler Staatsanwaltschaft.

Diverse Medien berichteten vor Weihnachten über den Fall. Die Mutter des Verstorbenen äusserte den Verdacht, dass es zu einer illegalen Organentnahme gekommen sie und die Ärzte im Unispital in einen organisierten Organhandel verwickelt seien.

Keine Organentnahme

Nun haben Abklärungen im Rahmen eines Strafverfahrens und forensische Abschlussgutachten des IRM ergeben, dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer Organentnahme gekommen sei. Zudem sei der Totenfrieden in keiner anderen Weise gestört worden. Dies schreibt die Basler Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung vom Mittwoch, 9. Mai 2018.

Mit einer Nichtanhandnahmeverfügung sei das Verfahren deshalb am 7. Mai 2018 abgeschlossen worden, heisst es in der Mitteilung weiter.

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