Die Hauptdarsteller von «Everybody Knows» Penélope Cruz und Javier Bardem an der Eröffnung des Filmfestivals Cannes. (KEY/EPA/IAN LANGSDON)
International

Filmfestival Cannes gestartet

Das 71. Internationale Filmfestival Cannes ist eröffnet worden. Nach der Gala stand die Premiere des Films «Everybody Knows» auf dem Programm.
Zuvor war der iranische Regisseur Asghar Farhadi mit seinen beiden Hauptdarstellern über den roten Teppich vor dem Festivalpalast gelaufen: Die Hauptrollen in «Everybody Knows» werden von den Hollywoodstars Penélope Cruz und Javier Bardem gespielt.
«Everybody Knows» ist der erste von 21 Beiträgen, die in diesem Jahr im Wettbewerb zu sehen sind. Die Preise werden am 19. Mai vergeben.
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Vieles wird anders

Am Dienstagabend startete ein Festival, in dem vieles anders sein wird als in den Vorjahren: keine Selfies auf dem roten Teppich, keine Netflix-Produktionen, keine Vorab-Vorführungen für die Presse – und auch die Folgen des Skandals um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein werden spürbar sein.

So viel Neuerungen sorgen für Unruhe. Sogar so viel, dass Festivalleiter Thierry Frémaux kurzfristig zu einer Medienkonferenz einlud, um die Wogen vor dem Start wenigstens etwas zu glätten. Die Anspannung war ihm deutlich anzumerken.

«Die ganze Welt hat sich seit letztem September verändert», sagte Thierry Frémaux in Hinblick auf Weinstein. Beim Filmfestival in Südfrankreich wird es nun erstmals eine Telefon-Hotline geben, bei der sich Opfer von sexuellen Übergriffen melden können. Harvey Weinstein soll auch in Cannes mindestens eine Schauspielerin missbraucht haben.

Schweiz ein kleines bisschen im Wettbewerb

Der 87-jährige Wahlschweizer Jean-Luc Godard steigt mit einer schweizerisch-französischen Koproduktion ins Rennen: mit dem experimentell angelegten «Le livre d’images». Im Hauptwettbewerb steht die Schweiz mit einem weiteren halben Fuss: «Lazzaro Felice» der Italienerin Alice Rohrwacher wurde vom Tessiner Fernsehen RST mitproduziert.

Zudem läuft in der Kritikerwoche der Schweizer Animationsdokfilm «Chris The Swiss», der auch in Solothurn im Wettbewerb war.

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Bei der Preisvergabe mitreden wird zudem die Schweizer Regisseurin Ursula Meier: Sie ist Präsidentin der Nachwuchspreis-Jury «Caméra d’Or».

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