Die Zentrale der Europäischen Zentralbank in FRankfurt am Main. (EZB) (KEYSTONE/DPA/Boris Roessler)

International

Euro sinkt 2018 erstmals unter 1,19 US-Dollar

Der Kurs des Euro ist am Montag erstmals im laufenden Jahr unter 1,19 US-Dollar gefallen.

Die europäische Gemeinschaftswährung sank am Nachmittag zeitweise bis auf 1,1898 Dollar. Zuletzt notierte der Euro wieder über 1,19 Dollar.

In der Nacht hatte er noch 1,1978 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,1902 (Freitag: 1,1969) Dollar festgesetzt.

Zum Franken hat sich der Dollar zu Wochenbeginn mit 1,0030 Franken über dem Paritäts-Niveau etabliert und notiert damit so hoch wie zuletzt Ende September des vergangenen Jahres.

Währungsanalysten rechnen damit, dass der Dollar weiter zulegen wird und die Aufwertung frühestens im nächsten Jahr eine Ende findet. Derweil hat sich der Euro weiter von der 1,20er-Marke entfernt und geht noch zu 1,1959 Franken um.

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland lasteten auf dem Euro. Die Auftragseingänge sind in Deutschland im März überraschend gesunken. Sie fielen um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten hingegen mit einem Zuwachs gerechnet. Vor allem die schwache Nachfrage aus dem Ausland belastete die Nachfrage. Die Aussichten für die Industrie trübten sich damit weiter ein.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und zahlreichen anderen Ländern dämpfte zudem erneut die Investorenstimmung im Euroraum. Wie Sentix mitteilte, geht der von den Unternehmen erhobene Konjunkturindex im Mai den vierten Monat in Folge zurück. Mit 19,2 Punkten liegt er mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit Februar 2017.

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