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Der Telebasel Sonntagstalk vom 6. Mai 2018
Basel

Wer stoppt die Fan-Gewalt?

Fussbalfans haben in einem Fan-Zug randaliert und das Zugpersonal durch den Zug gehetzt. Wer stoppt die Fan-Gewalt? Muss es zuerst Tote geben?

Darüber diskutieren im Sonntagstalk vom 6. Mai 2018 die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann, FDP-Landrätin Christine Frey und Finanzberater Eric G. Sarasin.

Muss es zuerst Tote geben?

Das jüngste Beispiel: Im Extrazug nach Zürich randalierten Fussballfans. Die Aargauer Zeitung berichtete:

«Bereits vor der Abfahrt in Lausanne warfen sie Flaschen, Bierdosen und sogar Zugsitze auf das Perron. Auf der Fahrt betätigten die Hooligans dann zuerst über ein Dutzend Mal die Notbremse. Danach griffen sie die zwei Zugbegleiter und zwei Bahnpolizisten verbal wie auch physisch an, sodass sich diese in den hintersten Wagen zurückzogen. Dabei wurden sie von einer kleinen Gruppe Vermummter verfolgt. Die Bedrohung sei derart massiv gewesen, dass sich das Personal entschieden habe, selber die Notbremse zu ziehen und bei Chavorney VD den Zug zu verlassen, sagte SBB-Sprecher Stephan Wehrle auf Anfrage.»

Nun weigert sich offenbar das Zugpersonal, Fanzüge weiterhin zu begleiten. Am 28. Februar 2018 gingen Fussballfans mit brutaler Härte aufeinander los. Die Polizei veröffentlichte ein Video zu den Schlägereien. Im September 2017 stoppten Fans den Zug beim Bahnhof Pratteln und verursachten Schäden in Höhe von 250‘000 Franken. Eine Interpellation von SVP-Nationalrat Thomas de Courten, der nachfragte, ob der Bundesrat die Transporte strenger reglementieren oder die Clubs verbindlicher in die Verantwortung nehmen wolle, wurde abschlägig beantwortet. Telebasel will wissen: Muss es zuerst Tote geben?

(Video: Youtube / FootballFans United)

1. Mai Demo: Brauchen wir das noch?

Im 19. Jahrhundert, als die Arbeiter noch 12 Stunden täglich zu miserablen Salären und unter wenig menschenwürdigen Umständen schufteten, gingen diese an mehreren Orten weltweit am 1. Mai auf die Strasse. Die Kundgebungen wurden von Polizeikräften oft brutal niedergemacht.

In der Schweiz wird der 1. Mai seit 1890 an mehreren Orten begangen. In vielen Kantonen gilt er als Ruhetag. In Basel-Stadt zog die Demo dieses Jahr noch knapp 2‘000 Leute an. Vor Jahrzehnten marschierte ein mehrfaches. Auch regionale Bürgerliche (Balz Stückelberger, Patrick Huber) stellten schon mehrfach die Frage: Wozu braucht es das noch als Feiertag, zumal Randale droht?

Kritik kommt nicht nur von bürgerlicher Seite: Der «Schwarze Block» ätzte, die linken Parteien und Gewerkschaften missbrauchten den 1. Mai als «Feiertag des rotgrünen Establishments». Telebasel fragt: Braucht es das noch?

Hinterzimmer-Deal: Geht das so?

In einem Dokument, das der Wochenzeitung vorliegt, sollen Exponenten von fast allen Basler Parteien eine schriftliche Vereinbarung zur Unterstützung der Steuervorlage 17 unterzeichnet haben. Die Parteipräsidenten und Fraktionschefinnen hätten sich darin verpflichtet, in ihren Parteien und Grossratsfraktionen für die Vorlage einzustehen, sowie die Eckpunkte der kantonalen Umsetzung zu unterstützen. Nur die Basta habe sich dieser Vereinbarung nicht angeschlossen.

Wie die «Schweiz am Wochenende» schreibt, sei der SP-Finanzdirektorin damit ein Coup gelungen. Dies trotz der Zugeständnisse, die sie eingehen musste. Das Nachfolgeprojekt der Unternehmenssteuerreform III soll so in trockenen Tüchern sein, denn ein Scheitern wäre alles andere als optimal. Herzog betonte bei den Vorstellungen der Pläne die Wichtigkeit des Projekts: «Die Steuervorlage 17 ist für den Kanton Basel-Stadt von grösster finanzieller und volkswirtschaftlicher Bedeutung»

Eva Herzog habe sich gegenüber der Wochenzeitung nicht konkret zu der Abmachung äussern wollen, das Geschäft solle in einer baldigen Medienkonferenz präsentiert werden. Telebasel: Sind solche Deals staatspolitisch vertretbar?

Telebasel berichtete gestern in den News:

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