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Der Telebasel News Beitrag vom 3. Mai 2018.

Basel

Anstellungs-Stopp für Gymi-Lehrer

Ein Schlagwort geistert immer wieder durch die Medien: Lehrermangel. In Basler Gymnasien trifft aber das Gegenteil zu. Stellen sind dort momentan Mangelware.

Wer das Stellenportal des Kantons nach der Sekundarstufe II durchforstet, beisst auf Granit. Simon Thiriet, Sprecher des Erziehungsdepartement bestätigt, dass hier kaum etwas zu finden ist: «Momentan ist es effektiv so, dass wir in den Gymnasien praktisch keine Stellen neu besetzen». Dabei habe die Schulharmonisierung mitgespielt: «Das hat damit zu tun, dass das alte zum neuen Schulsystem wechselt und das Gymnasium neu statt fünf nur noch vier Jahre lang dauert», sagt Thiriet.

Unterrichten im Dauerprovisorium

Von Lehrermangel kann also in bestimmten Kantonen auf der Primarstufe, nicht aber im Basler Gymi gesprochen werden. Daher gibt es eine unbekannte Anzahl Abgänger der Pädagogischen Hochschule der FHNW ohne Aussichten auf eine baldige Stelle. Manche von ihnen hangeln sich somit zwischen mehreren Kantonen von einer Stellvertretung oder befristeten Unterrichtstätigkeit zur anderen. «Wichtig ist, dass diese Leute nicht jahrelang in befristeten Arbeitsverträge ausharren müssen, sondern nach einem Jahr, nachdem sie sich bewährt haben, die Chance haben, fix angestellt zu werden», sagt Jean-Michel Héritier, Präsident der Freiwilligen Schulsynode.

Zwar liegen die Zahlen noch nicht vor, doch laut Prognose dürfte die Gymnasialquote steigen, wie Héritier vermutet. Nach den Sommerferien könnte die Situation für die frisch gebackenen Lehrpersonen also wieder anders aussehen.

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