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Der Telebasel News Beitrag vom 2. Mai 2018.
Basel

Kirche kritisiert Denkmalschutz

Der Pauluskirche in Basel droht die Schliessung. Ab 2021 soll sie umgenutzt werden. Dafür braucht es aber die Einwilligung des Denkmalschutzes.

200’000 Franken Betriebskosten muss die reformierte Kirche jedes Jahr für die Pauluskirche aufwenden. Das kann und will die Kirche nun nicht mehr bezahlen. Ab 2021 soll Schluss sein und die Pauluskirche anders genutzt werden. Dass aber überhaupt umgenutzt werden kann, braucht es die Erlaubnis des Denkmalschutzes. Und da hat man in der Vergangenheit immer Mühe gehabt, hat Stephan Maurer, Bauleiter der reformierten Kirche, schon am Montag gesagt.

«In der Vergangenheit hatten wir das eine oder andere Gespräch und auch Projekt. Und es zeigt sich einfach, wie schwierig es ist, hier an den historischen Kirchen, aber auch an den Kirchen aus den 60er Jahren, etwas zu verändern.»

Pfarrer für Lockerungen

Thomas Müry ist langjähriger Pfarrer und Basler LDP-Grossrat. Der 72-Jährige schätzt den Denkmalschutz. Dass dieser aber jedes Detail im Innenleben einer Kirche vorschreibt, findet er hinderlich.

«Hier bin ich eher für eine gewisse Lockerung von den Möglichkeiten. Die Zeit von den fest installierten Bankreihen von früher, diese Zeit ist meiner Ansicht nach vorbei.»

Denkmalschutz hängt an Pauluskirche

Der Denkmalschutz schaut jeden Fall einzeln an. Änderungen in der Pauluskirche werden aber schwierig. Daniel Schneller, der Leiter der Basler Denkmalpflege, schreibt dazu: «Bei der Pauluskirche handelt es sich um einen der bedeutendsten Sakralbauten in Basel, ein Werk von Karl Moser, das im Sinne eines Gesamtkunstwerkes bis in jedes Detail bewusst gestaltet ist. Ihre architektonische- und kunsthistorische Bedeutung ist deshalb hoch.»

Bis wo der Denkmalschutz in der Umgestaltung von Kirchen mitreden dürfen soll, darüber muss sich auch die Politik Gedanken machen. Der Kirche fehlt zum Unterhalt von ihren Gotteshäusern nämlich das Geld und droht, diese verfallen zu lassen.

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