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Basel

Basler Pauluskirche zu verschenken

Die Krise bei den Basler Kirchen spitzt sich zu. Aufgrund sinkender Einnahmen müssen Krichen abgerissen oder umgenutzt werden. Dies ist aber fast unmöglich.

Die Zukunft der Kirchen in Basel steht in den Sternen. Beiden Landeskirchen laufen die Mitglieder und damit die Einnahmen davon. Die Gotteshäuser bleiben leer, der Unterhalt ist teuer. Die Kirchen wollen darum ihre heiligen Stätten abreissen oder umnutzen. In den nächsten zwei Monaten verliert Basel die Kirche St. Christophorus in Kleinhünigen. Sie muss einer Überbauung weichen, mit welcher die Kirche Mieteinnahmen generieren kann.

Auch die reformierte Pauluskirche im Bachlettenquartier wird künftig nicht mehr genutzt. Ab 2021 gibt es keinen Pfarrer mehr, eine kirchliche Weiternutzung ist nicht vorgesehen. Aber auch eine angestrebte Umnutzung gestaltet sich extrem schwierig, sagt der Bauleiter der reformierten Kirche, Stephan Maurer. «In dieser Kirche hat es fixierte Bänke, man hat den Altar, es ist eine grosse Kirche, ein grosser Raum und alles unter Denkmalschutz. Hier ist es ganz schwierig etwas zu verändern.»

Denkmalschutz gefordert

Die Kirchen hoffen, dass ihnen der Kanton entgegenkommt und den Denkmalschutz lockert. Sonst müssten sie ihre Gotteshäuser zu einem symbolischen Preis, also gratis, abgeben, da diese ihnen zu hohe Kosten verursachen. «Die Pauluskirche verursacht Jahreskosten von bis zu 200’000 Franken. Das können wir nicht mehr lange finanzieren», so Maurer.

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