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Der Telebasel Glam-Talk vom 23. April 2018.

Basel

«In Zürich spucken sie mir direkt ins Gesicht»

Wo sie auftaucht, sorgt sie für grosses Aufsehen: Die Basler Dragqueen Odette Hella'Grand. So auch an der diesjährigen muba.

Wer steckt hinter der Kunstfigur Odette Hella’Grand, die mit Plateau-Schuhen und Perücke 2,40m gross ist? Was macht sie in ihrem privaten Leben? Moderator Dani von Wattenwyl traf Odette Hella’Grand zum Talk an der muba – die im übrigen mit dem Drämmli zur Messe fuhr – und sprach über Privates, die Anfänge der Karriere und wie Leute reagieren, wenn sie ihr begegnen.

Am Anfang war eine Puppe

Angefangen hat alles mit einer Puppe. Früher hat die Drag-Ikone bei der Aids-Hilfe in der Abteilung Präventionshilfe gearbeitet. Als das Maskottchen für eine Kampagne, eine Schaufensterpuppe mit Maske und Perücke, kaputt ging, entschied sich Odette kurzerhand selbst das Maskottchen zu spielen.

So wandelte sie zwei Jahre lang immer wieder durch die Stadt. «Irgendwann konnte ich nicht mehr Atmen, nicht richtig Trinken, Essen oder Sprechen mit dieser Maske. Und dann habe ich in Arosa einen Contest gewonnen, danach haben mir alle gesagt: «Du musst das unbedingt machen», und so habe ich Step by Step angefangen, mit Perücke und Make-up», erzählt die Dragqueen von ihren Anfängen. Mittlerweile hat sie schon mehrere Wettbewerbe bestritten und Titel eingeheimst, etwa «Miss Heaven» oder «Miss Red Lips».

«Ich will Vorurteile abschaffen»

Odette Hella’Grand erntet immer viele Blicke und zieht mit ihrer glamourösen Erscheinung die Aufmerksamkeit auf sich. Doch nicht immer stösst sie auf positive Reaktionen.

In Basel seien die Reaktionen laut Odette noch human, die Passanten pfeifen ihr hinterher oder spucken ihr vor die Füsse, in Zürich sei das aber anders: «Dort spucken sie mir direkt ins Gesicht.» Die Basler Ikone versucht solche Reaktionen möglichst zu ignorieren. Schon in ihrer Jugend musste sie vieles durchmachen, deshalb berühren sie solche Vorfälle nicht mehr so sehr. Durch ihre Erfahrungen kann sie mittlerweile sehr gut damit umgehen.

Odette geht es im Wesentlichen darum, Vorurteile abzuschaffen.«Solange es solche Leute gibt, die einem vor die Füsse spucken, solange es diese Rollenbilder und Vorurteile gibt, mache ich Drag», bis sich eines Tages keine solchen Szenen mehr ereignen.

2 Kommentare

  1. Ein ganz tolles Interview mit Dany und Odette. So natürlich und locker! Durfte Die Kunstfigur Odette im ‚normalen Alltag‘ kennenlernen. Ein wunderbarer junger und die intelligenter Mann. So erfrischend, sich mit ihm zu unterhalten. Die Welt braucht viel mehr solche offenen und positiv denkenden Menschen wie Odette. Ich wünsche ihm/ihr alles Gute und hoffe, dass er/sie die Ziele erreichen wird. Good Luck! 👍🏻🍀Report

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