(Bild: Telebasel)

Basel

Was Viren, Adela und Elisabeth Ackermann gemeinsam haben

Elisabeth Ackermann trumpfte am Montag gross auf - Bachelorette Adela auch. Die beiden Frauen haben mehr gemein als auf den ersten Blick zu sehen ist.

Influencen – nicht zu verwechseln mit der Influenza, die kaum abgeklungen uns bereits mit der Prophylaxe für die nächste beschäftigt. Nein, Influencer, sind konfektionierte Einflussnehmer. Ob schöne junge Frau mit viel Herz in Thailand oder grosse Basler Delegation mit viel Spielfreude in Zürich, die Influencer sind überall.

Influencen hat bereits das Zeug zum Berufswunsch. Junge Menschen posten auf sozialen Medien eine vereinbarte Menge Bilder pro Tag, in den Kleidern oder Accessoirs, die es zu bewerben gilt. Mit Hashtag Begeisterung für Marke werden möglichst viele andere Menschen zum Kauf animiert. Ein spassiger Beruf. Pro Post gibt es schon mal über 1’500 Franken, das ergibt ein Honorar von mehreren Tausend pro Tag oder Millionen im Jahr.

Marke und Mensch verschmolzen

Während dem sich klassische Medien gegen den Generalverdacht wehren, im Hintergrund durch geheime Kräfte geleitet zu werden, ist hier Marke und Mensch verschmolzen, Abmachungen unklar und die Werbung bis zur Unkenntlichkeit sympathisch.

Auch die Bachelorette hat Influencer-Gene. Noch verdiene sie kein Geld mit ihrer Medienpräsenz, sagte sie in einem ihrer zahlreichen Interviews. Das Wort «noch» weist in die Zukunft. Influencer sein, ist attraktiv. Da kann Frau auch klug auf eine Insel mit 22 Wilden, die kaum mit Rosen zu besänftigen sind. Es geschieht ja nix Schlimmes. Die Dialoge sind selbst für Teilnehmende so absurd, dass beim Public Viewing zum Start der neuen Staffel in Basel neben der Bachelorette auch die Kandidaten ihre nicht vorhanden Bäuche hielten und sich wegschmissen vor Lachen. Moderne Unterhaltung, ohne Doppelbödigkeit.

Ackermann in Höchstform

Mehr Boden hatte da die Influencer-Tätigkeit von Basel in Zürich. Mit grossem Aufmarsch, ja es wollten gar mehr nach Zürich als zugelassen, hat Basel am Sechsi-Lüüte den Zürchern, den Zugezogenen vor Ort und durch die mediale Verbreitung gezeigt: es gibt übrigens noch ein anderes Ausflugsziel, das heisst Basel und hat viel Humor und Kreation.

Die Fasnächtler dabei in Vollmontur, was in unseren Breitengraden als höchste Unzulänglichkeit unterm Jahr verpönt ist. Unsere  Regierungspräsidentin, im Lot mit sich selbst, hat die beste Rede ihres Lebens gehalten. Das ist offizielles Influencer-Tun, zur Höchstform gebracht. Ist es uns in den vergangenen Jahren kaum gelungen, das Baselbiet mit der Stadt mindestens projektmässig gewinnbringend für beide zu vereinen, so hat man in Zürich neue Freunde und positive Aufmerksamkeit gewonnen.

Alle wollen es

Alle wollen influencen. Und Basel und auch das Baselland (die Bachelorette sei ja genaugenommen Baselbieterin) tun das geschickt – auch im Umgang mit offenem Feuer.

So brennt das Herz der jungen Frau in der Horde wilder Mannen oder die grosse Delegation am zwinglianischen Montag für eine übergeordnete Sache. Bravo!

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