Die Aufgabe Frankreichs sei es, «mit allen zu sprechen», sagt Emmanuel Macron. (Bild: Keystone)

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Macron will Verhandlungen mit Moskau und Ankara

Nach den militärischen Angriffen mit westlichen Verbündeten in Syrien will der Emmanuel Macron Russland und die Türkei an den Verhandlungstisch holen.

Die Aufgabe Frankreichs sei es, «mit allen zu sprechen.» Das sagte Emmanuel Macron am Sonntagabend, 15. April 2018, den Sendern BFMTV und RMC sowie der investigativen Internetzeitung «Mediapart».

Macron sagte, er habe ursprünglich geplant, in die Türkei zu reisen und sich dort mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani zu treffen. Der Chemiewaffeneinsatz in Syrien und das Vorgehen im Rebellengebiet Ost-Ghuta bei Damaskus habe diesen Plan aber durchkreuzt.

Macron wies auf den Dialog mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump hin: «Wir haben ihn überzeugt, dass es nötig ist, (in Syrien) zu bleiben», sagte der 40-Jährige mit Blick auf Trumps Ankündigung, Truppen aus dem Bürgerkriegsland abziehen zu wollen. Frankreich habe Washington auch überzeugt, die Militärschläge auf Chemiewaffeneinrichtungen zu beschränken.

1 Kommentar

  1. Angesichts der ungeheuerlichen Verbrechen von B. al-Assad sollte dieser froh sein, das der “Westen” sich hier in äusserster Selbstbeherrschung geübt und keine voreiligen, unüberlegten Schritte unternommen hat.
    Die Zementierung seiner Gewaltherrschaft, auch durch Giftgaseinsätze gegen die Zivilbevölkerung und gegen die Oppositionskräfte, wird B. al-Assad nicht gelingen. Syrien wird irgendwann frei sein und einer weitgehend unbeschwerten Zukunft entgegensehen. Natürlich entsteht Demokratie nicht von gleich auf jetzt, aber der gute Wille ist klar auf seiten der Opposition. B. al-Assad kann agieren wie er will und weiterhin seine Lügen verbreiten, das Recht und die moralische Legitimität bleiben zweifellos auf der Seite des Westens.Report

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