Mitmachen statt teilnehmen: Die muba will ihr verstaubtes Kleid ablegen. (Telebasel)
Basel

muba setzt auf aktuelle Trends

Die muba will in ihrer aktuellen Ausgabe mit der Zeit gehen und setzt auf aktuelle Trends. Darunter Lifestyle, Pop-Up oder ein WG-Leben.

Seit Daniel Nussbaumer das Zepter der muba 2017 übernommen hat, kämpft er gegen das verstaubte Image der Publikumsmesse. In diesem Jahr will er von den starren und alten Messestrukturen wegkommen und baut gleich eine «Pop Up-City» in die Messehalle.

«Die muba will vermehrt Junge anziehen.»

«Die muba will vermehrt Junge anziehen.» Diesen Satz muss Daniel Nussbaumer immer wieder lesen. Er stellt aber klar: «Ich will keine Plattform nur für Junge sein.» Vieles spricht aber auch in der zweiten Ausgabe unter seiner Leitung dafür, dass vor allem ein junges Publikum gesucht wird. So dominieren hippe Wörter das Programm: E-Sports, Pop Up-City oder Urban Gardening sind nur einige Schlagwörter der diesjährigen Ausgabe. Und auch das Fokusthema klingt entstaubter wie im letzten Jahr. «INSPIRATION.live» an Stelle «Mobilität und Energie».

«Pop Up-City» im Themenschwerpunkt INSPIRATION.live: Ein begehbares Lifestylemagazin soll die Kreativität der Besucher entfalten. (z.V.g)

Nussbaumer betrachtet die Entwicklung etwas anders – in einer grösseren Dimension. So würden sie nicht «krankhaft» versuchen Junge anzusprechen und eine Strategie sei es ebenfalls nicht. Nur: Die muba sei bisher eher etwas bieder dahergekommen. Dies wolle man seit dem letzten Jahr kontinuierlich ändern.

Mit dem Fokus auf ein rein junges Publikum habe das nichts zu tun, denn: «Ich bin überzeugt, dass auch ältere Generationen jedes Jahr etwas Neues erleben wollen.» Und dazu gehöre auch die stetige Weiterentwicklung und Auffrischung der traditionellen Messe-Eckpfeiler. Parallelmessen würden angepasst oder komplett verworfen. Neue kämen dazu. So in diesem Jahr etwa das «Cannabis Village».

Tradition aber anders

Zudem würde man neu geschaffene Parallelmessen weiterpflegen. «BRICKLIVE» – die Legoshow – würde viel Neues bieten, vor allem für die Interaktion der Messebesucher. Zudem habe man die Preiskritik im letzten Jahr angenommen und angepasst. Auch versucht die muba vom «starren, alten» Messegedanken wegzukommen.

Es soll vielmehr eine Durchmischung stattfinden, der Besucher soll nicht nur von Stand A nach Stand B laufen, sondern sich in einer neu geschaffenen Welt bewegen. Vorzeigeobjekt sei eben das Fokusthema «INSPIRATION.live» mit der Pop Up-City – Ein «Lifestyle-Magazin, das nicht zum Lesen, sondern zum Mitgestalten» anregen soll.

Beliebt: Die Star Wars Lego-Modelle an der Parallelmese Bricklive.

(Video: Youtube)

Geplant und umgesetzt von der muba selber – nicht von den einzelnen Ständen. «Ich sehe so eine mögliche Zukunft für die muba», sagt Nussbaumer. Der starre Standplatz sei nicht mehr zeitgemäss. Zu finden sei er aber trotzdem noch – im klassischen Bereich. Jedoch versuche man dort die starren Grenzen aufzuweichen.

Die Highlights

Nebst der Pop Up-City, bietet die muba 2018 auch viel Altbewährtes. So sind etwa gleich viele Aussteller zu sehen. Von der Fahrt in einem Bahnsimulator bis zum Staubsauger-Vertreter dürfte es dem gewohnten muba-Besucher an nichts fehlen. Für kulinarische Höhepunkte sorgen in der Halle 2 unter dem Motto «FOOD.live» diverse Kochshows und Tastings.Marktstände mit viel regionalen Produkten sollen den Besuchern Delikatessen der besonderen Art näher bringen. Das heisst dann «Original Regional» in der muba-Sprache.

Zum entdecken: Feine Spezialitäten aus dem Baselbiet sowie aus Schweizer Tälern. (z.V.g)

Und natürlich wird auch der FCB traditionell einen Stand unterhalten. In diesem Jahr dürften sich aber wohl eher Fans des modernen E-Sports angezogen fühlen. Und in einer eigens gebauten Ikea-Wohnung, kann der Messebesucher das WG-Leben von jungen Menschen mitverfolgen, welche zum ersten Mal von zu Hause «ausgezogen» sind.

Das gesamte Programm im Detail gibt es hier.

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