Wird es in diesem Jahr nicht geben: Das feierliche Banddurchschneiden zum Auftakt der muba mit einem Bundesrat. (Keystone)

Basel

Kein Bundesrat an der muba-Eröffnung

Die Mutter aller Messen wird dieses Jahr zum ersten Mal seit 1992 ohne einen Bundesrat eröffnet. Bundesrat Ignazio Cassis kommt erst am Montag.

Die muba wird in diesem Jahr an der Eröffnung am 20. April wegen Terminkollisionen ohne ein Mitglied des Bundesrats auskommen müssen. Dies könne aber auch eine Chance sein, sagt Messeleiter Daniel Nussbaumer. Denn ganz fern bleibt der Bundesrat der Publikumsmesse nicht. Am Montagabend wird Aussenminister Ignazio Cassis zum Thema «Die Schweiz und Europa» referieren – öffentlich für alle Messebesucher.

Seit 1992 eröffnete immer ein Bundesrat die muba

Nun gut, ganz früher war alles noch einmal ganz anders. Zwar besuchte ein Bundesrat jeweils immer die muba – bis heute. Doch bis 1991 machte sich ein Landesvertreter erst am Dienstag ein Bild von der Messe. Dann fand auch die offizielle Eröffnung statt. Die Mustermesse startete jeweils am Samstag zuvor relativ unspektakulär.

Erst seit 1992 begann die muba jeweils am Freitag mit einer offiziellen Eröffnungsfeier in Anwesenheit eines Mitglieds des Bundesrates. Doch in diesem Jahr wird zum ersten Mal seit über 25 Jahren kein Bundesrat feierlich ein Band durchschneiden. Es wird keinen Rundgang mit dem ganzen Tross geben. Für Daniel Nussbaumer, der die älteste Messe der Schweiz im zweiten Jahr leitet, kein Problem.

Bundesrat Ignazio Cassis (FDP/TI) wird am Montag, satt schon am Freitag, die muba besuchen. (Keystone)

Denn Ignazio Cassis wird am Montag auf ein Besuch vorbeikommen und sich in seiner öffentlichen Ansprache zum Thema «Die Schweiz und Europa» äussern. «Nun kann die gesamte Bevölkerung die Chance am Abend nutzen, den Bundesrat live zu erleben.»

«Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr»

Natürlich sei Nussbaumer zuerst etwas enttäuscht gewesen. Doch: «In der heutigen Zeit ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, dass ein Bundesrat für eine Messe Zeit hat.» Denn es gäbe ja schliesslich noch wichtigere Dinge im Leben eines Bundesrates als einer Eröffnung beizuwohnen, so Nussbaumer.

Er sei aber froh, dass er überhaupt einen Bundesrat an der muba begrüssen dürfe. «Wir sehen es als Wertschätzung, dass sich ein Bundesrat überhaupt Zeit nimmt.» Der Grund für die Absage am Eröffnungsfreitag seien Terminkollisionen gewesen.

Fakt sei darum, dass in diesem Jahr der Freitag eine ganz andere Rolle einnehmen wird. Nicht die Basler Regierung und die MCH-Gruppe laden zur Eröffnung, sondern die muba alleine. Darum sei in diesem Jahr der offizielle Tag denn auch der Montag beim Besuch von Ignazio Cassis.

Auftakt zu einer neuen Eröffnungs-Ära?

Wird nun alles anderes, wieder so wie früher – vor 1991? Daniel Nussbaumer kann es noch nicht sagen. Doch er sieht für dieses Jahr eine Chance. Denn bisher sei die Eröffnung jeweils sehr protokollarisch gewesen – starr. «Jetzt sind wir komplett frei und können etwas Spezielles bieten.» Was das genau sei, will er noch nicht verraten. Doch eines sei klar: «Wir werden die Eröffnung viel offener und spontaner gestalten.»

Die Teilnehmer der Eröffnung sollen aktiv sein können. So, wie es der diesjährige Themenschwerpunkt vorsieht: INSPIRATION.live, eine «Pop up-City» in welcher sich der Besucher einbringen und eigene Ideen entwickeln soll.

Und als netter Nebeneffekt könnte es ja sein, dass der jüngste Bundesrat am Montagabend den einen oder anderen Zuschauer zusätzlich in die Publikumsmesse lockt. Wäre dies der Fall, könnte sich Nussbaumer durchaus den bundesrätlichen Besuch im nächsten Jahr wieder am Montagabend vorstellen. Eine Einladung an den Bundesrat für die muba 2019 werde aber so oder so verschickt.

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